Die Hochschule Regensburg trauert um ihren ehemaligen Präsidenten und Professor Dipl.-Ing. Rudolf Vogt

25.07.2007
Von: Präsident Eckstein

Nachruf

Professor Rudolf Vogt ist am Freitag, 20. Juli 2007, wenige Monate nach Vollendung seines 80. Lebensjahres, verstorben. Er war über 31 Jahre an der Hochschule Regensburg und ihren Vorläufereinrichtungen tätig. Begonnen hat er im Oktober 1959 als Lehrer an der damaligen Ingenieurschule bzw. dem späteren Johannes-Kepler-Polytechnikum. Mit der Errichtung der Hochschule Regensburg im Jahr 1971 übernahm er deren Leitung zunächst kommissarisch und ab August 1972 für 18 Jahre als ihr Präsident. Er hat die Integration der Vorläufereinrichtungen zu einer Hochschule für angewandte Wissenschaften mit den Ausbildungsrichtungen Technik, Wirtschaft und Sozialwesen erfolgreich und zügig vorangetrieben. Unter seiner maßgeblichen Verantwortung und Initiative wurde das Profil der Hochschule weiterentwickelt, z. B. durch neue Studiengänge wie den 1973 erstmalig in Bayern gestarteten Studiengang Informatik und ab 1974 den bayernweit bis heute an einer Hochschule einmaligen Studiengang Mathematik. Im Zuge des räumlichen Ausbaus wurde die Hochschule um die Standorte Seybothstraße und Universitätsstraße erweitert einschließlich des Neubaus eines Laborgebäudes für Elektrotechnik. Die Zahl der Studierenden stieg in seiner Amtszeit von 1 400 im Jahr 1971 auf 6 000 im Wintersemester 1990. Präsident Vogt konnte nach 18 Jahren seinem Nachfolger eine wohl bestellte, in der Region hoch anerkannte Hochschule übergeben.

Professor Vogt hat die Hochschule mit Umsicht und Tatkraft geführt und nach außen überzeugend repräsentiert. Er war hochschulpolitisch engagiert z. B. auch der Sprecher der Bayerischen Präsidenten und Rektorenkonferenz. Zugleich war er ein sehr beliebter Hochschullehrer, der auch während seiner Präsidentenzeit und die Jahre bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1992 in der Lehre tätig war und gerne Kontakt zu Studierenden gehalten hat. Auch nach seiner Pensionierung ist die Verbindung zu seiner Hochschule nie abgerissen. Er hat sich immer für das Geschehen an der Hochschule und ihre Weiterentwicklung sehr interessiert. Professor Vogt war in seiner freundlichen und humorvollen Art ein immer gern gesehener Gesprächspartner und Gast der Hochschulleitung wie auch im Kreis seiner ehemaligen Kolleginnen und Kollegen.

Die Todesnachricht machte Präsident Josef Eckstein betroffen: "Wir haben einen wertvollen Kollegen verloren, dem wir außerordentlich viel für seine geleistete Aufbauarbeit zu verdanken haben."

 

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