Bürgermeister Jürgen Huber besucht Labor Robotik

21.10.2016
Von: Eva Neumaier

Jürgen Huber, Bürgermeister der Stadt Regensburg, hat das Robotik-Labor der Fakultät Informatik und Mathematik der OTH Regensburg besucht. Dort hat er zwei Roboter kennen gelernt und erfahren, wie Studierende ihr Wissen in Technik zum Anfassen umsetzen.

Bürgermeister Jürgen Huber (links) mit dem "Siedler von Catan"-spielenden Roboter und Prof. Dr. Martin Weiß, Leiter des Robotik-Labors (rechts).

Bürgermeister Jürgen Huber (links) mit dem "Siedler von Catan"-spielenden Roboter und Prof. Dr. Martin Weiß, Leiter des Robotik-Labors (rechts).

Roboter "RAKS" demonstriert seine Bewerglichkeit. Fotos: OTH Regensburg

Roboter "RAKS" demonstriert seine Beweglichkeit. Fotos: OTH Regensburg

Prof. Dr. Martin Weiß, Leiter des Robotik-Labors, machte Bürgermeister Jürgen Huber mit zwei unterschiedlichen Robotik-Projektvarianten bekannt. Das erste Projekt lernte er bereits bei der Begrüßung kennen – „RAKS“, ein Roboter vom Typ „NAO“, assistierte dem Dekan der Fakultät Informatik und Mathematik, Prof. Dr. Thomas Waas, bei der Begrüßung. „Raks“ ist mit humanoiden Zügen ausgestattet, kann mit seiner Umwelt kommunizieren und in gewissem Umfang in Interaktion treten. Des Weiteren verblüfft er durch ausgeprägte Beweglichkeit sowie erstaunliche Tai Chi-Fertigkeiten.

Das zweite Projekt präsentierte Wilhelm Bauer, Student der Technischen Informatik, der im Rahmen seiner Abschlussarbeit “Architektur und Implementierung für ein Brettspiel gegen einen Industrieroboter“, mit einem Roboter der Firma Kuka „Siedler von Catan“ spielt.

Prof. Dr. Martin Weiß erklärte, dass im Laborexperiment Brettspiele als interaktive Demonstratoren fungieren, die verwendeten Technologien aber in gleicher Weise im industriellen Umfeld eingesetzt werden können. Er führte weiter aus, dass es heute nicht mehr ausreiche, Dynamik und Arbeitsraum eines Industrieroboters zu optimieren; Auch der Energieverbrauch einer ausgeführten Verrichtung müsse unter Effizienzgesichtspunkten ausgerichtet werden. Er verwies einerseits auf die großen Fortschritte im Bereich der Robotik, gab aber zu bedenken, dass noch ein gutes Stück Weg zu bewältigen sei, bis die nachfolgenden Generationen des kleinen NAO-Roboters als echte Haushaltsprofis eingesetzt werden können.

Abschließend diskutierten Bürgermeister Jürgen Huber, Prof. Dr. Martin Weiß und Prof. Dr. Klaus Volbert, Mitglied im „Regensburg Center of Energy and Resources (RCER)“, über die gesellschaftlichen Auswirkungen, die durch zunehmende Erfolge in der Robotertechnologie zwangsläufig entstehen und fortschreiten werden. Bürgermeister Jürgen Huber betonte, dass es für ihn ein wichtiges Anliegen sei, in der Stadt einen gesellschaftlichen Diskurs in Gang zu setzen, zu informieren, Transparenz zu schaffen und ein allgemeines Diskussionsforum anzubieten.

Eine Veranstaltung dazu wird am 28. Oktober im U-Club der Stadt Regensburg im Donau-Einkaufszentrum stattfinden, bei der auch Prof. Dr. Martin Weiß einen Vortrag über „Roboter und Energie“ halten wird.

Die Robotik-Aktivitäten an der Fakultät Informatik und Mathematik sind Teil des Forschungsclusters „Robotik, Algorithmen, Kommunikation, Smart Grid (RAKS)“. Im Cluster RAKS werden die Arbeiten zu Robotik mit Schwerpunkt auf Algorithmen, Kommunikation und Mensch-Maschine-Interaktion gebündelt.

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