Bausteine der zukünftigen Stromversorgung

05.12.2022

Erstmalig hat die Fakultät Elektro- und Informationstechnik eine Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer angeboten. Das Thema lautete „Bausteine der zukünftigen Stromversorgung“.

Mit Prof. Dr. Brückl im Labor Regenerative Energien: Dort wurde u.a. die Funktionsweise des Windkanals erläutert.

Mit Prof. Dr. Brückl im Labor Regenerative Energien: Dort wurde u.a. die Funktionsweise des Windkanals erläutert.

Mitarbeiter Michael Heberl erläutert die grundlegende Funktionsweise der Methanisierung und erklärt, wie diese an der Methanisierungsanlage umgesetzt wurde.

Mitarbeiter Michael Heberl erläutert die grundlegende Funktionsweise der Methanisierung und erklärt, wie diese an der Methanisierungsanlage umgesetzt wurde.

12 Lehrer*innen aus verschiedensten Schulen fanden am 10.11.2022 den Weg an die OTH Regensburg, um bei Prof. Dr. Oliver Brückl (rechts) eine Fortbildung zu besuchen.

Zwölf Lehrerinnen und Lehreraus verschiedensten Schulen fanden den Weg an die OTH Regensburg, um bei Prof. Dr. Oliver Brückl (rechts) eine Fortbildung zu besuchen. Fotos: OTH Regensburg/Hermann Kraus

Die Fortbildung war über das Bildungsministerium auf dem offiziellen Portal „Fortbildungen in bayerischen Schulen (FIBS)“ für Lehrerinnen und Lehrer aus den Bereichen Mathematik, Physik und Informatik ausgeschrieben. Das Interesse an der Fortbildung war groß, sodass bei den Anmeldungen die maximal mögliche Anzahl von Teilnehmenden überschritten wurde.
Die Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher (FENES) aus der Fakultät Elektro- und Informationstechnik hat die Inhalte der Fortbildung vorbereitet und referiert. Prof. Dr. Oliver Brückl startete dabei mit einem Vortrag zur „Versorgungssicherheit mit erneuerbaren Energien“ und gab Einblicke in die heutigen Strukturen der elektrischen Energieversorgung und die bevorstehenden Herausforderungen durch die Energiewende.

Weiter ging es mit einem Besuch des Labors für regenerative Energien zum Windkanal. Dort erklärte Prof. Brückl grundlegende Fakten zum Bereich Windenergie und Windkraftanlagen. Die Lehrerinnen und Lehrer durften selbst einen Versuch am Windkanal unter Anleitung des zuständigen Laboringenieurs Harry Sigler durchführen. Sie hatten damit die Gelegenheit, die Auswirkungen der Windgeschwindigkeiten und Strömungen auf einem Windenergieanlagenmodell zu beobachten und das physikalische Prinzip der Umwandlung der kinetischen Energie des Windes in elektrische Energie anschaulich zu verstehen.

FENES-Labor eingebunden

Im Nachgang referierte Mitarbeiter David Gschoßmann über die grundlegenden Aspekte und Herausforderungen bei der Planung von elektrischen Energieversorgungsnetzen. Er zeigte anhand eines digitalisierten Netzmodells in der Netzberechnungssoftware PowerFactory, welche Auswirkungen der Zubau von elektrischen Verbrauchern und Erzeugern haben kann und welche Maßnahmen es gibt, um das Stromversorgungssystem bei technischen Problemen wieder zu ertüchtigen. Auch Studierende aus dem FENES-Labor haben sich bei der Fortbildung eingebracht. Julia Richter, Emily Cameron und Andreas Stadler berichteten über die Forschungsprojekte, an denen sie beteiligt sind, und was ihre Forschungsfragen und die damit verbunden wissenschaftlichen Herausforderungen sind.

Als letzter Punkt der Agenda stand ein Rundgang an der OTH Regensburg an. Zunächst ging es zur Methanisierungsanlage, wo der Mitarbeiter Michael Heberl die grundlegende Funktionsweise der Methanisierung erklärte und wie diese an der Anlage umgesetzt wurde. Die Lehrerinnen und Lehrer duften die Demonstrationsanlage genau inspizieren und erfuhren, wie das FENES an der Thematik weiter forscht und welchen potenziellen Beitrag diese Technik an der Energiewende hat.

Abschließend durften die Lehrerinnen und Lehrer einen Einblick auf den vor knapp zehn Jahren erbauten ersten regelbaren Ortsnetztransformators (RONT) erhalten. Prof. Brückl berichtete über die Geschichte und die Hintergründe zur Entwicklung dieser Technik und zeigte anhand der Demonstrationsanlage die Funktionsweise auf. Das Format soll aufgrund der positiven Rückmeldungen wiederholt angeboten werden. 

 

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