OTH Regensburg an Programmkonferenz des Qualitätspakts Lehre beteiligt

30.03.2017
Von: Erika Antoni

Die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) ist mit dem Bereich Software Engineering an der Programmkonferenz des Qualitätspakts Lehre beteiligt.

Vier EVELIN-Projektleiter

Vier EVELIN-Projektleiter: (von links) Prof. Dr. Georg Hagel, HS Kempten; Prof. Dr. Jürgen Mottok, OTH Regensburg; Prof. Dr. Phlipp Brune, HS Neu-Ulm und Prof. Dr. Jörg Abke, HS Aschaffenburg, an der Programmkonferenz des Qualitätspakts Lehre am 23. und 24. März 2017 im Berlin Congress Center. Foto: OTH Regensburg

Die zweite Programmkonferenz des Qualitätspakt Lehre fand am 23. und 24. März 2017 im Berlin Congress Center (bcc) statt. Neben Akteuren aus allen geförderten Projekten der beginnenden zweiten Förderperiode und aus den bereits beendeten Vorhaben wurden Vertreterinnen und Vertreter der Hochschulleitungen, aus Bundes- und Landespolitik sowie weitere gesellschaftliche Akteure, etwa aus Stiftungen, eingeladen.

Rund 600 geladene Gäste waren zur zweiten Programmkonferenz im bcc Berlin Congress Center zusammenkommen. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Johanna Wanka hat die Tagung mit einer Ansprache eröffnet.

Das Grußwort der Länderseite sprach Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien Hansestadt Bremen. Zum Thema „Der Qualitätspakt Lehre und die Entwicklung der Hochschullehre“ diskutierten Prof. Dr. Karin Donhauser, Humboldt-Universität zu Berlin, zugleich Vorsitzende des Auswahlgremiums, Prof. Dr. Harm Hospers von der Universität Maastricht, Arslegendi Preisträger Dr. Malte Persike, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, und der Studierendenvertreter Janek Heß in einem moderierten Fachgespräch. Prof. Dr. Harm Hospers und Prof. Dr. Manfred Prenzel hatten in Vorträgen ihre Perspektiven zum Thema dargelegt.

Im Mittelpunkt der Tagung standen acht themenbezogene Workshops und ein Diskussionsforum, das an die Hochschulleitungen adressiert war. Die einzelnen Workshops bezogen sich auf die folgenden Themenfelder:

  1. Beratung und Betreuung der Studierenden
  2. Digitalisierung in Studium und Lehre
  3. Diversität in Studium und Lehre 
  4. Motivierung und Partizipation der Studierenden
  5. Neue Studienmodelle und Flexibilisierung des Studiums
  6. Professionalisierung der Lehre
  7. Projektsteuerung im Third Space zwischen Wissenschaft und Verwaltung
  8. Verbreitung von wirksamen Innovationen in Studium und Lehre

"Digitalisierung in Studium und Lehre"

Prof. Dr. Jürgen Mottok hat als Gesamt-Projektleiter und Regensburger Projektleiter des Verbundvorhabens EVELIN an der QPL-Konferenz teilgenommen und hat in den Workshop "Digitalisierung in Studium und Lehre" aktiv das Fördervorhaben EVELIN eingebracht. Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung Stephan Müller, MdB hat die Veranstaltung abgeschlossen.

Der Förderzeitraum der ersten Förderphase von EVELIN war fünf Jahre beginnend am 1. Januar 2012, - EVELIN endete zum 31. Dezember 2016. Die Protagonisten und Protagonistinnen des Fördervorhabens EVELIN sind Gründungsmitglieder des Fachdidaktik-Arbeitskreises Software Engineering (FDAK SE), der im Jahr 2008 auf Anregung, unter anderem von Prof. Dr. Jürgen Mottok, gegründet wurde und der sich im Regelfall ein bis zweimal je Semester am Didaktikzentrum der bayerischen Hochschulen in Ingolstadt trifft.

Aus diesen Aktivitäten ist der gemeinnützige Verein LeSE e.V. (Lehren von Software Engineering) hervorgegangen, der im Zwei-Jahresturnus die europäische Konferenz  "European Conference on Software Engineering Education" (ECSEE)  zusammen mit IEEE, ACM und GI als Partner im Kloster Seeon durchführt. Außerdem ist die "Technical Didactics Software Engineering" (TDSE) mit der IEEE EDUCON-Konferenz entstanden.

EVELIN hat sowohl zu zahlreichen operativen Verbesserungen in der Lehre des Software Engineering beigetragen, als auch zahlreiche fachdidaktische Publikationen und internationale Konferenzbeiträge hervorgebracht. Die Nachwuchswissenschaftler des EVELIN-Teams (Experimentelle Verbesserung des Lernens von Software Engineering) tragen zu einer operativen Umsetzung in der konkreten Lehr- und Lernsituation bei.

Das Fördervorhaben EVELIN wurde für eine zweite Förderphase von vier Jahren Dauer beginnend am 1. Januar 2017 ausgewählt. Das Regensburger EVELIN-Team wird die folgenden vier Arbeitsgemeinschaften im EVELIN-Verbund koordinieren: 

  • Aktivierende Lehre (Just-in-Time-Teaching, Problem based Learning, Game based Learning, ...)
  • Adaptive Lernsysteme (Eye-Tracking, sowie VR/AR basierte Rückkopplung, ...)
  • Schreibwerkstatt (Wissenschaftlich Schreiben)
  • Werkstatt-Seminar (Verstetigung)

Prof. Dr. Jürgen Mottok, Gesamtprojektleiter des Verbundvorhabens und Regensburger Projektleiter des EVELIN-Vorhabens, freut sich nun weiter bis 31. Dezember 2020 die fachdidaktische Forschung in der Lehre des Software Engineering fortführen zu können, und gleichzeitig zu operativen Verbesserungen der Lehre und des Lernens der Studierenden im Fach Software Engineering beitragen zu können.

Prof. Dr. Jürgen Mottok sieht das Forschungsvorhaben EVELIN tatkräftig für neue Lehrkonzepte rudern; in Anlehnung an das chinesische Sprichwort: „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück."

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