Amazon nimmt Paketzustellung in die eigene Hand

08.12.2020
Von: Prof. Dr. Christian Dach

Bei einem Online-Gastvortrag im Master Logistik erläutert ein Area Manager bei Amazon Logistics den Aufbau eines regionalen Zustelldienstes und die Vorteile, die die Zusammenarbeit mit lokalen Transportunternehmen bringt.

In einem virtuellen Gastvortrag für Studierende der Fakultät Betriebswirtschaft an der OTH Regensburg erläutert Area Manager bei Amazon Logistics Dominik Ackermann die Logistikprozesse beim Online-Händler Amazon: und zwar von der Bestellung bis zur Lieferung in der Region.

In einem virtuellen Gastvortrag für Studierende der Fakultät Betriebswirtschaft an der OTH Regensburg erläutert Area Manager bei Amazon Logistics Dominik Ackermann die Logistikprozesse beim Online-Händler Amazon: und zwar von der Bestellung bis zur Lieferung in der Region. Foto: Prof. Dr. Christian Dach

Am 19. November 2020 hielt Dominik Ackermann, Area Manager bei Amazon Logistics, einen Gastvortrag im Kurs "Vertriebslogistik" von Prof. Dr. Christian Dach im Masterstudiengang Logistik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg). 

Dominik Ackermann hat einen neuen Standort in Bayreuth mit aufgebaut, von dem aus Amazon die Paketzustellung seit Ende September 2020 selbst organisiert. Dabei setzt Amazon, wie bei vielen Unternehmen der Branche üblich, auf lokale Transportunternehmen. Obwohl der Standort erst kürzlich in Betrieb genommen wurde, sind bereits einige Hundert Fahrzeuge im Einsatz, um täglich Tausende von Paketen in der Region um die Station zu den Kund*innen zu liefern.

Modell bringt zusätzliche Lieferkapazität auf der letzten Meile

Da die Kundennachfrage besonders nach schnelleren und flexibleren Lieferoptionen zunimmt, so etwa die Zustellung am nächsten Tag, schafft Amazon seit 2015 mit seinem eigenen Zustelldienst Amazon Logistics zusätzliche Kapazität auf der letzten Meile. Darüber hinaus werden auch nach wie vor Paketdienstleister wie beispielsweise DHL und Hermes eingesetzt.

Der Referent zeigte sich begeistert von der Dynamik und Innovationskraft bei Amazon Logistics. So konnten kürzlich etwa 18 elektrobetriebene Zustellfahrzeuge im Standort Bayreuth in Betrieb genommen werden. Herausfordernd sei bei diesen Fahrzeugen die optimale Verplanung der Fahrzeuge in Bezug auf Maximalreichweite und Auslastung. Aus diesem Grund würden die E-Fahrzeuge auch vorrangig für Touren in der Nähe des Standorts eingesetzt.

Neuer Logistikstandort im Großraum Regensburg geplant

Auch im Großraum Regensburg (in Nittenau) sei, wie bereits in der regionalen Presse bekannt wurde, ein neuer Standort von Amazon Logistics geplant. Interessant für Studierende mit einem eigenen Fahrzeug könnte das "Amazon Flex-Modell" als Nebenverdienst sein: Die Studierenden buchen sich ein Zeitfenster von zwei bis drei Stunden und stellen selber Pakete zu: vorrangig in den Abendstunden, da hier viele Privatempfänger*innen besser zu erreichen sind.

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