Bewerbung

Während die ersten Überlegungen bezüglich eines Auslandspraktikums ca. 1 Jahr vorher beginnen sollten, genügt es, die Bewerbungen für Übersee-Länder ca. 6-7 Monate vorher zu versenden und für Europa geht es z.T. auch kurzfristiger. Ein Hintergrund ist u.a. die Visumsbeantragung, welche innerhalb Europas für EU-Bürger entfällt. Jedoch sollte auch hier nicht zu lange gewartet werden, da anderenfalls die Positionen bereits besetzt sein könnten.
Die Ausnahme zu dieser generellen Regel sind Bewerbungen bei Internationalen Organisationen, deutschen Auslandsvertretungen (Botschaften, Generalkonsulate) oder dergleichen, welche teils Bewerbungsfristen von knapp einem Jahr vor Praktikumsbeginn haben.

Grundsätzlich sollte man immer eines im Kopf haben: SICH NIE ENTMUTIGEN LASSEN!
Oftmals ist man vielleicht nicht gleich erfolgreich und hat trotz einiger Bewerbungen noch keine Zusage. Dann ist es wichtig, dran zu bleiben! Wer Einsatzbereitschaft und Durchhaltevermögen zeigt, wird am Ende auch belohnt.

Insofern keine besonderen Unterlagen seitens des Unternehmens gefordert werden, sind grundsätzlich zwei Dokumente einzureichen: Anschreiben und Lebenslauf. Diese sind üblicherweise in der Sprache des Gastlandes bzw. zumindest in Englisch zu verfassen. Dabei genügt es aber nicht, die deutsche Bewerbung einfach zu übersetzen. Es geht v.a. um die genaue Darstellung eigener Kenntnisse und Fähigkeiten auf begrenztem Raum. Umlaute bzw. Sonderzeichen sind aufzulösen. Außerdem sind bei der Erstellung bestehende landestypische Besonderheiten zu beachten. Hierzu sind im Internet zahlreiche Beispiele und Erklärungen zu finden (z.B. Staufenbiel Institut, Career-Contact.net, Berufsstart.de).

Aus dem Anschreiben sollte u.a. hervorgehen, was man bereits gelernt bzw. gearbeitet hat, weshalb man genau in dem Unternehmen bzw. in dem Labor der ausländischen Universität seine praktischen Erfahrungen sammeln möchte und ggfs. auch welchen Mehrwert die Ausbildungsstelle durch die Anstellung gewinnen kann. Es sollte erkennbar sein, dass man sich mit dem Unternehmen bzw. dem Forschungsgebiet an der ausländischen Universität auseinander gesetzt hat. Im Falle einer Stellenausschreibung ist auf die geforderten Kenntnisse einzugehen. Gerichtet sollte es an einen direkten Ansprechpartner sein.

Der Lebenslauf ist in mehrere Punkte zu gliedern, angefangen mit den persönlichen Daten (Achtung: landestypische Besonderheiten - z.B. keine Angabe des Geburtsdatums für USA) übergehend zu "education", "work experience", "skills" ("software, languages, etc."), "achievements/awards", ("extracurricular") "activities", "references".  Je nach den eigenen Stationen können auch andere Punkte von Relevanz sein. Aus diesem Grund empfiehlt es sich immer, nie blind einer Vorlage zu folgen!
Innerhalb der einzelnen Punkte ist auf die Erstellung in antichronologischer Reihenfolge zu achten, d.h. man beginnt mit dem aktuellsten Abschluss bzw. der aktuellsten Stelle.
Gegenüber dem deutschen Lebenslauf steht am Ende keine Unterschrift und Datum.

Bewerbungen für ein Praktikum sind grundsätzlich als eine PDF-Datei in elektronischer Form von einer ordentlichen und seriösen Absenderadresse aus (z.B. die studentische E-Mail-Adresse) zu versenden. Dies erfolgt am besten an den direkten Kontakt der Ausbildungsstelle, bzw. falls nicht möglich, an die entsprechende Personalabteilung oder über das Online-Bewerbungsportal.

Das Anschreiben und der Lebenslauf sind in eine PDF-Datei umzuwandeln, die als Anhang der E-Mail verschickt wird. Dabei sollte die Datei nicht größer als 2 MB sein.

Es empfiehlt sich, ungefähr 1-2 Wochen nach Versand, bei dem Unternehmen nachzuhaken. Damit bringt man die Ernsthaftigkeit seiner Bewerbung zum Ausdruck. Ferner wird es in vielen Ländern als ganz normal angesehen.

Wird man zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen, erfolgt dieses zumeist per Telefoninterview. Davor, insbesondere vor dem Sprechen in der fremden Sprache, sollte man keine Angst haben! Es werden keine perfekten Fremdsprachenkenntnisse erwartet. Oftmals geht es um den konkreten Einsatz bei der Ausbildungsstelle. Auch hier finden sich im Internet zahlreiche Möglichkeiten der Vorbereitung.

Gerne steht Elisabeth Schmid, Ansprechpartnerin für Auslandspraktika im Akademischen Auslandsamt der OTH Regensburg, für weitere Informationen zur Verfügung.