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Interview mit Eduard B. Wagner

04.12.2018
Von: Stabsstelle Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Der Verein der Freunde der OTH Regensburg unterstützt die Ostbayerische Technische Hochschule seit 60 Jahren. Anlass für ein Interview mit Eduard B. Wagner, dem Vorsitzenden des Vereins der Freunde der OTH Regensburg.

Vorsitzender des Vereins der Freunde der OTH Regensburg Eduard B. Wagner. Foto: Birgitt Schlauderer

Vorsitzender des Vereins der Freunde der OTH Regensburg Eduard B. Wagner. Foto: Birgitt Schlauderer

Herr Wagner, Sie sind seit vielen Jahren Vorsitzender des Vereins der Freunde der OTH Regensburg. Welche Motivation steckt hinter diesem Engagement?

Eduard B. Wagner: „Ich selbst bin ja ein Alumnus dieser Hochschule. Ich habe im Jahr 1987 hier mein Diplom in Betriebswirtschaft erhalten. Und als ich als schüchterner und etwas verhuschter Abiturient aus dem Bayerischen Wald an der Hochschule aufschlug, fühlte ich mich erst einmal sehr, sehr klein. Was ich dann in den Folgejahren hier an fachlichem Wissen vermittelt bekam, was ich an guter Betreuung erfahren konnte und auch die persönlichen Beziehungen, die sich im Laufe des Studiums ergaben, haben mich wachsen lassen. Unterm Strich würde ich heute sagen: Die OTH Regensburg war damals schon mein Tor in die Welt. Da ist es doch selbstverständlich, dass man seiner Hochschule nicht nur verbunden bleibt, sondern dass man dankbar auch etwas zurückgeben möchte.“

Wie hat sich der Verein der Freunde der OTH Regensburg in den 60 Jahren seit seiner Gründung entwickelt?

Eduard B. Wagner: „In unserem Verein sind aktuell insgesamt rund 350 Freunde der OTH Regensburg, die sich – aus ganz unterschiedlichen Gründen - mit der OTH Regensburg identifizieren und sich daher im Verein für die OTH Regensburg und für ihre Studentinnen und Studenten engagieren. Die Zusammensetzung des Vereins, aber auch seine Zielsetzungen haben sich in diesen 60 Jahren stetig weiterentwickelt. Früher waren unsere Mitglieder hauptsächlich Unternehmensvertreter, seit einigen Jahren werden es mehr und mehr Alumni, die uns unterstützen. Derzeit sind unter den Mitgliedern 140 Unternehmen und 213 Einzelpersonen. Ich bin stolz darauf, dass ich all diesen Idealisten und Überzeugungstätern als Vereinsvorsitzender vorstehen darf.“

Wofür steht Ihr Verein?

Eduard B. Wagner: „Unter dem Leitsatz „Fördern. Vernetzen. Mitwirken“ stärkt unser Verein das Netzwerk zwischen der OTH Regensburg, den Studierenden und den Alumni sowie den Unternehmen und Einrichtungen in der Region Ostbayern. Unser Verein fördert insbesondere leistungsstarke und engagierte Studierende. Zudem versteht sich unser Verein als Plattform für einen intensiven Wissens- und Erfahrungsaustausch. Er bringt die unterschiedlichen Akteure der Region zusammen, holt neue Impulse und Ideen an die Hochschule und trägt auf diese Weise ganz wesentlich zur Verankerung der Hochschule in der Region Ostbayern bei.“ 

Waren dies von Anfang an die Ziele des Vereins?

Eduard B. Wagner: „Anfänglich steckte eigentlich ein ganz anderer Gedanke dahinter: Als der Verein am 29. September 1958 unter dem Namen „Verein der Freunde der Ingenieurschule Regensburg e.V.“ ins Vereinsregister eingetragen wurde, sollte er dazu beitragen, dem Mangel an technischen Fachkräften im ostbayerischen Raum entgegenzuwirken. Denn erst im März 1958 war der Ausbau der Regensburger Bauschule zum Johannes-Kepler-Polytechnikum beschlossen worden; bis dahin gab es nur in Nürnberg und München Ingenieurschulen. Deshalb organisierte der Verein Meisterkurse und Vorkurse, welche Jugendlichen mit Berufsausbildung den Eintritt ins Studium ermöglichten. Insgesamt 750 Personen bereitete der Verein so auf das Studium vor. Ab 1964 fiel diese Aufgabe weg und der Verein unterstützte die Hochschule fortan mit der Anschaffung von Geräten in Form von finanziellen und sachlichen Zuwendungen. Der Verein hat der Hochschule bis heute insgesamt drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mit der Gründung der Fachhochschule 1971 benannte sich der Verein dann um in „Verein der Freunde der Fachhochschule Regensburg“. Von der FH zur OTH Regensburg – auch wir haben der Entwicklung der Hochschule in den vergangenen fast 50 Jahren in unserem Titel Ausdruck verliehen: Heute heißen wir „Verein der Freunde der OTH Regensburg“.
  
Welche Pläne haben Sie als Vereinsvorsitzender für die Zukunft?

Eduard B. Wagner: „In den vergangenen Jahren ist immer mehr die Auslobung von Preisen für studentische Leistungen und studentisches Engagement sowie die Förderung studentischer Projekte in den Vordergrund gerückt und auch die Zielgruppe Alumni hat deutlich an Gewicht gewonnen. Wir haben uns zum Beispiel zum Ziel gesetzt, das Netzwerk zwischen Alumni und Studierenden auszubauen. Wenn es dem Verein gelingt, sich auch künftig mit der OTH Regensburg weiterzuentwickeln, jung zu bleiben, dann besteht für mich kein Zweifel daran, dass unser Verein im Jahr 2058 seinen 100. Geburtstag feiern kann. Und ich wünsche mir natürlich noch viele weitere Unternehmen, Alumni und Studierende, die unserem Verein beitreten.“

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