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Förderung des Integrativen Gartens am Nibelungenareal

07.08.2019
Von: Lorenz Albrecht, Fabiola Schwarz

Der Verein der Freunde der OTH Regensburg e. V. hat durch seine finanzielle Unterstützung des Integrativen Gartens am Nibelungenareal die Wasserversorgung des Gartens sichergestellt.

Der Integrative Garten am Nibelungenareal ist ein Projekt, an dem sich neben Studierenden der OTH Regensburg auch Anwohnerinnen und Anwohner, Geflüchtete, Migrantinnen und Migranten und Berufstätige beteiligen.

Der Integrative Garten am Nibelungenareal ist ein Projekt, an dem sich neben Studierenden der OTH Regensburg auch Anwohnerinnen und Anwohner, Geflüchtete, Migrantinnen und Migranten und Berufstätige beteiligen.

Das Projekt des Integrativen Gartens entstand aus einer Kooperation von Transition Regensburg e. V. und dem CampusAsyl e. V.

Das Projekt des Integrativen Gartens entstand aus einer Kooperation von Transition Regensburg e. V. und dem CampusAsyl e. V. Fotos: Fabiola Schwarz

Im Rahmen des Projekts Integrativer Garten, entstanden aus einer Kooperation von Transition Regensburg e. V. und dem CampusAsyl e. V., schufen Anfang des Jahres 2019 zahlreiche Menschen verschiedenen Hintergrunds – Geflüchtete, Studierende, Migrantinnen und Migranten, Berufstätige sowie Anwohnerinnen und Anwohner – einen öffentlich zugänglichen Garten am Nibelungenareal in direkter Nähe zur Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg).

Was mit 30 Interessierten begann, ist nun herangewachsen zu einer Gärtnerinnen- und Gärtneranzahl von mehr als 60 Naturbegeisterten, die gemeinsam die Idee der Kooperation und des interkulturellen Austausches, verknüpft mit einer nachhaltigen Landwirtschaft, leben möchten. Denn beim Integrativen Garten handelt es sich um einen Ort, an dem sich Menschen jeder sozialen Schicht und Herkunft austauschen können.

Wasserversorgung durch Spende gesichert

Um den Garten vielfältig zu gestalten und allen Interessierten die Möglichkeit zu geben, mitzumachen, benötigt es nicht nur Ideenreichtum und die Freude am Gestalten, sondern auch Unterstützung monetärer Art. Durch die finanzielle Unterstützung durch den Verein der Freunde der OTH Regensburg e. V. konnte in einer gemeinschaftlichen Aktion die Infrastruktur zur Wasserversorgung am Garten sichergestellt werden.

Durch diese Unterstützung, die die Wasserversorgung garantiert, können Gemüse-, Kräuter-, Obstpflänzchen und Blumen ausreichend versorgt werden. Das Wasser selbst wird aus einem nahe gelegenen Hydranten gespeist und durch ein Standrohr der REWAG und mithilfe von Feuerwehrschläuchen zu den Wasserkanistern am Garten transportiert. In den Sommermonaten sind die Kanister dann etwa zweiwöchentlich aufzufüllen – je nach Wetterlage.

Blumenwiese als Lebensgrundlage für Insekten

Als Integrativer Garten stehen auch die Ziele Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Kontakt mit der Natur an zentraler Stelle. Aus diesem Grund soll der Garten auch ein Ort für Bienen und andere Insekten sein. Dazu leisten die vielen Blumen mit ihrem Nektar einen aktiven Beitrag gegen das Insektensterben.

Für eine grünere, nachhaltigere und lebenswertere Stadt

Ein integrativer Gemeinschaftsgarten kann sowohl die Teilhabenden als auch Außenstehende für Themen einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Entwicklung sensibilisieren. Während der Arbeit im Garten, so zum Beispiel beim Sähen, Ernten und Kompostieren, kommen die Menschen mit der direkten, sie umgebenden Natur in Berührung und können von ihr lernen. 

Weitgehend bedient man sich an den Ideen und Methoden der Permakultur und des Biogärtnerns. Ein solcher Garten führt außerdem zu einer Verbesserung der Luftqualität im umliegenden Stadtgebiet und stellt einen Ort der Ruhe und Erholung abseits des gewöhnlichen schnelllebigen Stadtalltags dar. 

Bilanz mit Blick in die Zukunft

Nach gut vier Monaten Projektlaufzeit ist die Resonanz der Regensburgerinnen und Regensburger sehr positiv. Anwohnerinnen und Anwohner helfen aus, Menschen kommen bei ihrem Spaziergang am Garten vorbei und ins Gespräch – mit dem einen oder anderen Tipp auf Lager –, Kinder können allerlei entdecken und selbst in der Erde wühlen und letztendlich dient die Gartenarbeit als Ausgleich für Studierende und Arbeitende nach einem langen und anstrengenden Tag.

Der Garten steht offen für alle interessierten Menschen, die sich gerne kurz- oder langfristig in das Projekt einbringen möchten – ob durch praktische Gartenarbeit, künstlerisch-kreative Aktionen oder zur Entspannung an einem Ort der Ruhe und des Austausches. So soll in den nächsten Wochen und Monaten noch bei den allmonatlichen Gartentreffen oder durch Eigeninitiative unter anderem das Wasserhäuschen bemalt werden und eine Kräuterschnecke entstehen.

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