GreenOffice

Das GreenOffice ist die Anlaufstelle auf dem Campus der OTH Regensburg für alle nachhaltigkeitsbezogenen Anliegen der Hochschulangehörigen. Die Institution fungiert multiplikatorisch und impulsgebend für nachhaltige Initiativen und Vorhaben in allen Bereichen der Hochschule. Zusammen mit der Leitung des GreenOffice, Julia Poppe, widmen sich seit Dezember 2020 drei studentische Hilfskräfte dem Strategiethema "Gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit" und setzen sich für mehr Nachhaltigkeit an der OTH Regensburg ein. Außerdem unterstützen sie die Nachhaltigkeitsbeauftragten (Prof. Dr. Irmgard Schroll-DeckerProf. Dr. Sandra Hamella) in der Ausarbeitung und Umsetzung einer langfristigen, institutionell verankerten Nachhaltigkeitsstrategie der Hochschule.

Die Projekte des GreenOffice richten sich an alle Hochschulangehörigen. Für Fragen und Anregungen sowie Vorschläge für und Mitwirkung an den verschiedenen Projekten ist das Team des GreenOffice unter nachhaltigkeit(at)oth-regensburg.de erreichbar.


Nachhaltigkeit als Gegenstand der Zielvereinbarungen

Im Leitbild der OTH Regensburg ist das Thema "Nachhaltigkeit" unter dem Strategiethema "Gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit" verankert. Das Verständnis sowie die Aktivitäten zu diesem Thema können Hochschulangehörige im Intranet (Anmeldung erforderlich) nachlesen.


Vision

Wir als GreenOffice wollen eine nachhaltige Entwicklung an der OTH Regensburg katalysieren. Als Anlaufstelle für nachhaltige Anliegen an der Hochschule geben wir dem Thema durch verschiedene Formate eine Bühne.

Mission

Zur Umsetzung unserer Vision unterstützen wir die Zusammenarbeit zwischen allen wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen der OTH Regensburg und entwickeln eine langfristige Nachhaltigkeitsstrategie. Wir setzen uns insbesondere dafür ein, dass Nachhaltigkeit in den Bereichen Forschung, Lehre, Transfer, studentische Initiativen, Governance und Betrieb implementiert wird.


Aktuelle Projekte

Das GreenOffice ist in verschiedene Projekte im Bereich der Abfallvermeidung involviert.


Zero Waste-Aktionstag 2022

Im Sommersemester 2022 hat am 4. Mai der Zero Waste-Aktionstag stattgefunden. 

Von 10:00 bis 17:00 wurden vor und im Studierendenhaus der OTH Regensburg verschiedene Stände und Aktionen aufgebaut: so gab es neben einer Reparaturstation für Fahrräder außerdem eine Handysammelbox, in welcher ausgediente Handys abgegeben werden konnten, um diese zu recyclen. Gleichzeitig waren im Neubau Architektur der OTH Regensburg in einer Ausstellung studentische Entwürfe für einen Wertstoffhof in Regensburg zu sehen. Zusätzlich gab es Infostände zu verschiedenen Themen rund um Zero Waste, so unter anderem zur Mülltrennung am Campus Regensburg. Auch der Verein foodsharing e.V. war mit einem Stand vertreten, an welchem gerettete Lebensmittel verteilt wurden.

Neben einem Quiz, Informationsständen und -tafeln, den Angeboten für Fahrradreparatur und der Ausgabe von Start-Kits für Bioabfall, wartetn weitere Überraschungen auf die Besucher:innen des Aktionstages: Beispielsweise bot Transition Regensburg einen Workshop an, in welchem Bienenwachstücher hergestellt werden konnten.

Das detaillierte Programm kann auf dem Plakat zum Zero Waste-Aktionstag 2022 angesehen werden.

Am Abend wurde an dem Tag außerdem in einer gemeinsamen Clean Up-Aktion, welche die Grüne Hochschulgruppe organisierte, die Jahninsel aufgeräumt: Anschließend daran fand ein Picknick statt.

Hinter dem Zero Waste-Aktionstag steckt ein Organisationsteam bestehend aus der Studierendenvertretung und dem Green Office der OTH Regensburg, dem Green Office, dem Allgemeine Studierendenausschuss und dem Referat Umweltschutz und Logistik der Universität Regensburg, der Zero Waste Strategie der Stadt Regensburg, der Feine Räder GmbH, der Energieagentur Regensburg, der Grünen Hochschulgruppe Regensburg, dem Netzwerk Nachhaltigkeit, Foodsharing, Transition Regensburg, Clean Up Regensburg sowie dem Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz.

Der Zero Waste-Aktionstag fand im Rahmen der „Alternativen Erstitage“ statt, welche vom 25. April bis zum 6. Mai 2022 von verschiedenen Hochschulgruppen und studentischen Initiativen organisiert wurden. Das Programm und weitere Informationen dazu finden sich auf der Homepage des Netzwerk Nachhaltigkeit und auf dem Plakat zur Veranstaltungsreihe.

Auch die Stadt Regensburg hat sich mit ihrer „Zero Waste-Strategie“ dem Thema der Abfallvermeidung verschrieben. 2022 wird daher eine Reihe von Workshops durchgeführt, in denen gemeinsam erarbeitet werden soll, wie sich Abfall in verschiedenen Bereichen der Stadt einsparen lässt. Dazu zählen die Bereiche Tourismus, Gastgewerbe, Sport und Einzelhandel.

Der Workshop zu Zero Waste an der Hochschule fand im Rahmen des Zero Waste-Aktionstags am 4. Mai an der OTH Regensburg statt. Darin wurde über die Verankerung von Zero Waste am Campus diskutiert.

Weitere Informationen zu der Workshop-Reihe finden sich auf der Seite der Stadt Regensburg.


#ZEROWASTEART 2021

Auch in der Vergangenheit wurde sich an der OTH Regensburg bereits mit dem Thema Zero Waste auseinandergesetzt:

So gab es vom 23. November bis zum 19. Dezember 2021 eine Ausstellung des Kunstprojekts #ZEROWASTEART im Neubau Architektur der OTH Regensburg. Die Kunstwerke aus recyceltem Müll sollten auf unterschiedliche Art und Weise auf das immer drängendere Müllproblem unserer Welt aufmerksam machen und zum Nachdenken anregen. Die Ausstellung schlug den Bogen von den verheerenden Folgen extremer Müllmengen in unseren Meeren bis zu konkreten Lösungsansätzen für die alltägliche Müllvermeidung.

Zu sehen waren die Exponate von 20 Künstler*innen, die sich mit dem Konsum und der daraus entstehenden Belastung für die Umwelt sowie den Folgen für die Ökosysteme beschäftigt haben. Ob Plastikflaschen, alte Feuerzeuge, Sandförmchen oder Zahnpastatuben – die Kunstwerke bestanden ausschließlich aus Plastikmüll und vermittelten auf individuelle Art und Weise ihre eigene Botschaft.


Impressionen #ZEROWASTEART 2021

Fotos: Bilddokumentation Stadt Regensburg

Das GreenOffice veranstaltet jedes Semester ein Clean Up. Damit der Lebensraum von Vögeln, Insekten und Kaninchen nicht bedroht wird, soll der Campus bei den Clean Up-Aktionen von Müll, insbesondere Plastik, befreit werden.

Im Wintersemester 2021/2022 hat das Clean Up am 18. November stattgefunden. Das Organisationsteam - bestehend aus den beiden GreenOffices von OTH und Uni Regensburg sowie der Initiative Clean Up Regensburg - freute sich besonders, dass trotz des kalten Wetters einige motivierte Studierende zusammenkamen. Gemeinsam wurde einen Nachmittag lang der Campus aufgeräumt, Müll fachgerecht entsorgt und somit die lokale Kreislaufwirtschaft unterstützt. Anlass für die Aktion war die Europäische Woche der Abfallvermeidung vom 20. bis zum 28. November 2021.

Im Sommersemester 2022 fand das Clean Up nicht auf dem Campus, sondern stattdessen auf der Jahninsel statt. Dieses wurde im Rahmen des Zero Waste-Aktionstags am 4. Mai von der Grünen Hochschulgruppe organisiert. 


Impressionen Clean Up 2021

Fotos: Carolin Friedinger


Impressionen Clean Up 2019

Fotos 1-3: Maximilian Adrich
Fotos 4-5: Elisabeth Hockemeyer

Hintergründe

Seit dem Sommersemester 2021 ist das GreenOffice an der Umsetzung des Großprojekts "Ein Campus – Ein Buch" beteiligt. Das Projekt ist eine Kooperation, die unter der Leitung der Nachhaltigkeitsverantwortlichen und der Projektstelle für Gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit gemeinsam mit der studentischen Initiative Netzwerk Nachhaltigkeit durchgeführt wird.

Das Projekt wurde vom Stifterverband und der Klaus Tschira Stiftung in Kooperation mit dem ZEIT Verlag ursprünglich als „Eine Uni – Ein Buch“ ausgeschrieben. Im Rahmen dessen erhalten die Preisträger, zu der im Jahr 2021 neben der OTH Regensburg neun weitere deutsche Hochschulen zählen, eine (finanzielle) Förderung, um sich jeweils auf vielfältige und interdisziplinäre Weise mit einem ausgewählten Buch auseinanderzusetzen. In Regensburg wurde sich für die Grafiknovelle Sapiens. Der Aufstieg des Historikers und weltweit erfolgreichsten Sachbuchautors Yuval Noah Harari entschieden, welche eine bebilderte Variante seines Bestsellers Eine kurze Geschichte der Menschheit darstellt und sich den komplexen Themen mit Witz und Anschaulichkeit nähert.

Der Titel der Ausschreibung wurde zudem kurzerhand zu „Ein Campus - Ein Buch“ umbenannt, um das Projekt als campusübergreifende Möglichkeit zu begreifen und alle Beteiligten am Hochschul- und Universitätsleben zu einem Austausch einzuladen. Dieser Austausch basiert auf diversen interaktiven Formaten, bei denen ausgehend von Hararis Grafiknovelle gemeinsam Fragen des Menschseins, der Zukunft und unserer Verantwortung als Spezies erörtert werden.

Bei den Thesen des Autors geht es um globale Herausforderungen: Wer ist verantwortlich für das Artensterben? Was macht uns als Menschen überhaupt aus und sind wir tatsächlich in der Lage genetisch, biologisch und kognitiv mit globalen Krisen, wie COVID-19 oder der Klimakrise, fertig zu werden? Wie könnte eine Gesellschaft aussehen, die der menschlichen Natur entspricht?

Diese und weitere Fragen werden im Kontext des Projekts „Ein Campus – Ein Buch“ mit Mitarbeitenden, Dozierenden und Studierenden diskutiert und kritisch reflektiert.

Wie alle Projekte des GreenOffice richtet sich auch „Ein Campus - Ein Buch“ an sämtliche Hochschulangehörigen.

Im Wintersemester 2021/2022 fanden dazu bereits verschiedene Veranstaltungen statt, in denen sich mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Herausforderungen auseinandergesetzt wurde. In Vorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen wurde unter anderem über Bildung für nachhaltige Entwicklung nachgedacht, über das koloniale Erbe Europas diskutiert und untersucht, ob wir als Migrationsgesellschaft neue Narrative (etwa andere Geschichten über Geschichte) brauchen. 


Aktuelles

Das „Ein Campus - Ein Buch“-Programm für das Sommersemester 2022 findet sich auf dem Plakat zur Projektreihe.

Im Zentrum steht in diesem Semester der Podcast „Sapiens Kitchen“, welchen das Green Office zusammen mit dem Netzwerk Nachhaltigkeit produziert. In diesem unterhalten sich die zwei Hosts Kiki und Lenz zweimal im Monat mit einem interessanten Gast zu einem wichtigen Thema rund um die Grafiknovelle Sapiens. Der Aufstieg unterhalten. Die Gäste kommen vom Regensburger Campus und kennen sich mit dem jeweiligen Thema nicht nur fachlich aus, sondern haben damit auch persönliche Anknüpfungspunkte. 

Die erste Folge des Podcast wird am 13. Mai 2022 veröffentlicht und trägt den Titel "Mit Mord an die Spitze?". Darin sprechen Kiki und Lenz mit der Regensburger Umweltaktivistin Nani Stumm über Animismus.

Die Podcastfolgen können auf allen gängigen Podcastplattformen angehört werden. Weitere Infos dazu gibt es auf der Website des Netzwerk Nachhaltigkeit.  

Neben dem Podcastprojekt finden im Sommersemester verschiedene Veranstaltungen statt: So wurde am 2. Mai ein Workshop des AK Ökologie zum Thema Ernährung durchgeführt. Darin wurde Brot aus Urgetreide aus der Region gebacken und veganer Aufstrich aus saisonalem und regionalen Gemüse hergestellt. 
Weitere Informationen finden sich auf dem Veranstaltungsplakat zu dem Workshop

Auch die Veranstaltungsreihe movieLab der Kulturförderung des Studentenwerks Niederbayern/Oberpfalz (STWNO) ist Teil des Projekts "Ein Campus - Ein Buch". 
In dieser können Studierende einen eigenen Videobeitrag erarbeiten und dafür Räume, Equipment und individuelle Beratung im Medienstudio nutzen. Dabei sind ihnen keine Grenzen gesetzt: Ob Reportage, Animationsfilm, Kurzfilm, YouTube-Clip oder Musikvideo – alles ist möglich! 
Das movieLab dient der Förderung von Filmschaffenden am Campus Regensburg. Es richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen. Vorerfahrungen sind dabei nicht notwendig.

In der Auftaktveranstaltung am 10. Mai ab 16:00 Uhr im Theater an der Uni (Universität Regensburg) wird das Projekt vorgestellt. Die Teilnehmenden erhalten darin die Möglichkeit, erste Ideen zu entwickeln, sich miteinander auszutauschen, Projektgruppen zu bilden und das Medienstudio kennenzulernen. Um Anmeldung zum Kickoff-Event wird geben. 

Weitere Infos zu der Auftaktveranstaltung und dem movieLab allgemein finden sich auf dem Plakat zur Auftaktveranstaltung sowie auf der Website des STWNO


Veranstaltungsreihe "Wissenschaft - das muss man (nicht) glauben!?"

Im Sommersemester 2022 findet als Teil des Projekts „Ein Campus - Ein Buch“ außerdem die Veranstaltungsreihe "Wissenschaft - das muss man (nicht) glauben!?" statt, welche von Prof. Dr. Karsten Rincke (Universität Regensburg) organisiert wird.
 

„Künstliche Intelligenz und menschliche Kreativität: Reichweite und Grenzen maschineller Intelligenz am Beispiel der Musik"

In der ersten Veranstaltung „Künstliche Intelligenz und menschliche Kreativität: Reichweite und Grenzen maschineller Intelligenz am Beispiel der Musik" soll im Rahmen des Philosophischen Cafés von Prof. Dr. Thomas Kriza (Digitalisierung, Technologiefolgen und angewandte Ethik an der Fakultät für Angewandte Natur- und Kulturwissenschaften, OTH Regensburg) am 16. Mai ab 17:15 Uhr über künstliche Intelligenz im Bereich der Musik diskutiert werden: Wird KI auch menschliche Kreativität überbieten können? Was sind eigentlich Kunst und Musik und welche Bedeutung haben sie für den Menschen?

Die Pianistin Barbara Zeller wird dafür menschlich und maschinell komponierte Musikbeispiele auf dem Konzertflügel aufführen. Die Veranstaltung findet im Degginger statt. Weitere Informationen können der Website des Philosophischen Cafés entnommen werden.


„Eine Zeitreise über die Verwissenschaftlichung der Geburt“

In der zweiten Veranstaltung beschäftigt sich Prof. Dr. Barbara Fillenberg (Hebammenwissenschaften an der Fakultät für Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften, OTH Regensburg) unter dem Titel „Eine Zeitreise über die Verwissenschaftlichung der Geburt“ am Beispiel der Geburt mit der Entwicklung der noch jungen Hebammenwissenschaft und ihren Bezügen zu anderen Disziplinen:

In Deutschland werden die allermeisten Kinder in einer Klinik oder in einem Krankenhaus geboren, vergleichsweise wenig Kinder in Geburtshäusern oder im häuslichen Umfeld. Und fast keine werdende Mutter gebärt ihr Kind allein. Doch warum ist das so? Der aufmerksame Leser findet bei Harari eine eindrückliche Schilderung des Zusammenhangs zwischen der evolutionären Entwicklung des Menschen, dessen aufrechten Gang, der Größenzunahme des Gehirns und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Geburt. Dies wird in dem Vortrag näher beleuchtet. Gemeinsam soll außerdem ergründet werden, warum ein physiologischer Prozess wie die Geburt zunehmend ins Interesse der Wissenschaft rückte und warum auch die Kritik daran als ursächlich für die „Geburt“ einer weiteren Wissenschaft gesehen werden kann.

Der Vortrag findet am 30. Mai ab 15:30 Uhr im Schulgarten des Botanischen Garten an der Universität Regensburg statt.

Die Teilnehmer:innenzahl ist auf 20 Plätze begrenzt. Die Anmeldung erfolgt bis spätestens Freitag, 20.05.2022 per E-Mail an krystian.wawrejko@oth-regensburg.de. Der Vortrag richtet sich auch an Familien mit Kindern. Dafür bitte bereits bei der Anmeldung die Anzahl und das Alter der begleitenden Kinder angeben. Bei Starkregen kann die Veranstaltung leider nicht stattfinden.


„Worte, Wissen, Faktenchecks, Glaubwürdigkeit - Tipps aus Sprachwissenschaft und Universitätsbibliothek“

Wer sich mit Wissenschaften beschäftigt, muss lesen, zuhören, schreiben, fragen, diskutieren, vortragen. Ohne sprachliche Kommunikation gibt es keine Wissenschaft, ohne Bibliotheken keine Universitäten und Hochschulen.

Wie steht es mit der Glaubwürdigkeit dessen, was man wissenschaftlich liest und hört? Kann nicht alles, was kommuniziert wird, wahr oder nicht wahr sein? Erst recht stellt sich diese Frage, wenn es in der allgemeinen Öffentlichkeit um gesellschaftliche Handlungs- und Entscheidungsfelder geht.

Worauf kann man bei dem, was man liest und hört, achten?

In der Veranstaltung „Worte, Wissen, Faktenchecks, Glaubwürdigkeit - Tipps aus Sprachwissenschaft und Universitätsbibliothek“ möchten Prof. Dr. Christiane Thim-Mabrey (Deutsche Sprachwissenschaft an der Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften, Universität Regensburg) und Dr. Stefanie Aufschnaiter (Universitätsbibliothek) diese Fragen aus sprachwissenschaftlicher und bibliothekswissenschaftlicher Perspektive beantworten.

Der Vortrag findet am 8. Juni von 16:00 bis 17:00 Uhr auf der Präsentationsfläche im Infozentrum der Zentralbibliothek der Universität Regensburg statt.


„Machen Sie sich bitte frei - und diskutieren Sie mit: Die Wissenschaft und ihre Funktionäre - ihnen vertrauen oder misstrauen?“

Wissenschaft erzeugt und verbreitet keine Wahrheiten. Sie bringt, wenn es gut läuft, belastbare, wenn auch vorläufige Aussagen über uns und unsere Welt hervor. All dies geschieht in einem sozialen Kosmos, der stets vielstimmig ist und der einiges von seinen Akteur:innen verlangt: Bis ins Detail nachzuvollziehen was andere äußern oder einst geäußert haben; offen und interessiert zu sein für Argumente, diese aber nüchtern und erbarmungslos zu hinterfragen; der Phantasie Raum zu geben und sie gleichzeitig durch Rationalität einzuhegen, schließlich: In der Vielstimmigkeit das Ordnende zu erkennen.  

Prof. Dr. Ferdinand Evers (Theoretische Physik an der Fakultät für Physik, Universität Regensburg) und Prof. Dr. Karsten Rincke (Didaktik der Physik an der Fakultät für Physik, Universität Regensburg) möchten am 23. Juni ab 21:00 Uhr in der Taverne "Zur Geflickten Trommel" mit den Teilnehmenden diskutieren: Wie kann es gelingen, im Gewirr der vielen Stimmen diejenigen wissenschaftlichen Einsichten zu selektieren, denen wir vertrauen sollten, weil sie weiterhelfen? Und was sortieren wir besser aus, weil es in die Irre führt?

Hinweis: Der Veranstaltungsraum in der Taverne bietet Platz für etwa 25 Personen.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen der Reihe "Wissenschaft - das muss man (nicht) glauben!?" finden sich im Veranstaltungskalender.
 


Fotos: Antonia Pröls

Seit dem Sommersemester 2021 wird jedes Semester eine Vorlesungsreihe angeboten, in welcher das Thema „Nachhaltigkeit“ aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird.

Im Wintersemester 2021/2022 wurde sich in spannenden Vorträgen unter anderem mit der Frage „Wie kann Deutschland (und die Welt) klimaneutral werden? Die ökonomische Perspektive“ auseinandergesetzt (Prof. Dr. Matthias Weiss, OTH Regensburg). Den Höhepunkt der Ringvorlesung bildete die Podiumsdiskussion „Nachhaltige Wirtschaftsformen - Zukunft oder Utopie?“ am 22. Dezember 2021. In dieser diskutierten renommierte Expert*innen unter anderem über die Bedeutung von Wachstum und alternative Wirtschaftsmodelle.


Ringvorlesung im Sommersemester 2022

Auch im Sommersemester 2022 werden unter dem Motto „Interdisziplinäre Facetten der Nachhaltigkeit“ jeden Mittwoch von 17:15 bis 18:45 Uhr spannende Vorträge gehalten und Diskussionen angestoßen. Neben der naturwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Klimawandel geht es darin unter anderem um die Themen „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, „Dekolonialisierung der Klimabewegung“, „Sozial-ökologische Transformationsprozesse“, „Achtsamkeit“, „Zero Waste“, „Biodiversität“ sowie "die Frage nach dem guten Leben".

In der Auftaktveranstaltung der Ringvorlesung am 16. März befassten sich die Scientists for Future in ihrem Vortrag mit den naturwissenschaftlichen Aspekten zur Klimaerwärmung. Zu Beginn stellte Dr. Christine Rüth (Physikerin und Wissenschaftskommunikatorin) darin die Scientists for Future und die Fakten, auf die sich berufen, vor. Im Anschluss daran widmete sich Prof. Dr. Michael Sterner, welcher als Professor für Energiespeicher an der OTH Regensburg lehrt, den Beiträgen der erneuerbaren Energien zur Verringerung der globalen Erwärmung. 

Die Vorlesungsreihe wird gestaltet von Dozierenden und Studierenden von OTH Regensburg und Universität Regensburg sowie von externen Expert*innen und ist offen für alle Interessierten. Eine Übersicht über alle Vortragstitel findet sich auf dem Plakat zur Ringvorlesung

Im Sommersemester 2022 wird die Ringvorlesung überwiegend in Präsenz im Raum D001 der OTH Regensburg durchgeführt. Zusätzlich dazu wird gibt es eine virtuelle Übertragung via Zoom. Die Einwahldaten dafür können dem Veranstaltungskalender der OTH Regensburg entnommen werden. Darin finden sich zudem die genauen Beschreibungen der einzelnen Vorträge. 


Anmeldung

An den Veranstaltungen der Vorlesungsreihe können alle Interessierten teilnehmen, jedoch ist es nur einer begrenzten Anzahl Studierender möglich, sie sich als Kurs anrechnen zu lassen und entsprechend ECTS dafür zu erhalten. Sowohl für Studierende der OTH Regensburg als auch für Studierende der Uni Regensburg ist der Anmeldezeitraum bereits abgeschlossen. 

Anmeldung für Studierende der OTH Regensburg

Die Anmeldung für Studierende der OTH Regensburg erfolgt über den FW-Modulkatalog und war vom 28. Februar bis zum 7. März 2022 offen.

Aktuell können sich die Ringvorlesung nur Studierende der Fakultät „Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften“ (20 Plätze) sowie Studierende der Studiengänge "Betriebswirtschaft" (20 Plätze), "Europäische Betriebswirtschaft" (10 Plätze) und „International Relations and Management“ (10 Plätze) anrechnen lassen. Mittelfristig soll dies allerdings auch in anderen Studiengängen ermöglicht werden.

Anmeldung für Studierende der Universität Regensburg

Studierende der Universität Regensburg konnten sich bis zum 16. März 2022 anmelden. Die Anmeldung erfolgte dabei per Mail an nachhaltigkeit(at)oth-regensburg.de.

Für Studierende fast aller Fakultäten ist die Ringvorlesung anrechenbar. Lediglich den Studierenden der Wirtschaftswissenschaften ist dies bis dato nicht möglich.

Insgesamt stehen für Studierende der Universität Regensburg 20 Plätze zur Verfügung. 

Bei der Nachhaltigkeitswoche handelt es sich um eine Initiative zur Sensibilisierung für das Thema Nachhaltigkeit, welche ursprünglich vom hochschulübergreifenden Netzwerk Nachhaltigkeit ins Leben gerufen wurde und vor allem von studentischen Gruppen organisiert wurde.

Mittlerweile sind in ihre Durchführung zahlreiche Initiativen, auch über den Regensburger Campus hinaus, involviert: So wurden im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche 2021 vom 31. Mai bis zum 6. Juni rund 150 Veranstaltungen von 40 Gruppen angeboten.

Die Nachhaltigkeitswoche 2022 findet vom 27. Juni bis zum 3. Juli statt und wird von gemeinsam von der Stadt Regensburg, der Energieagentur Regensburg, dem Netzwerk Nachhaltigkeit und den GreenOffices der OTH Regensburg und der Universität Regensburg organisiert.

Unter dem Motto „17 Ziele. Unsere Zukunft“ orientiert sie sich wie schon im vergangenen Jahr an den Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030.

Das Organisationsteam ruft lokale Initiativen, Unternehmen und Vertreter:innen der Wissenschaft auf, sich an der Nachhaltigkeitswoche zu beteiligen.

Weitere Informationen zur Beteiligung an der diesjährigen Themenwoche finden sich auf der Homepage der Regensburger Nachhaltigkeitswoche.


Impressionen Nachhaltigkeitswoche 2021

Fotos 1-4: Antonia Pröls
Fotos 5-8: Julia Dragan


Impressionen Nachhaltigkeitswoche 2020

Fotos: Antonia Pröls


Impressionen Nachhaltigkeitswoche 2019

Fotos: Antonia Pröls

Zu Beginn jedes Semesters findet ein offenes Plenum mit dem GreenOffice der OTH Regensburg statt. Außerdem sind daran das GreenOffice der Universität Regensburg und Vertreter*innen des Referats Soziales und Nachhaltigkeit der Studierendenvertretung, der Studierendeninitiative Netzwerk Nachhaltigkeit sowie anderer studentischer Initiativen und Organisationen beteiligt.

Hier soll über nachhaltigkeitsbezogene Initiativen am Campus Regensburg informiert und aktuelle Projekte vorgestellt werden. Es gibt einen Einblick in laufende Prozesse, eine Übersicht, wo Unterstützung gebraucht wird und die Möglichkeit, sich locker auszutauschen und alle Fragen zu Nachhaltigkeit am Campus loszuwerden.

Der jeweilige Zeitpunkt des Austausches wird zu Beginn des Semesters sowohl hier als auch über den Veranstaltungskalender kommuniziert. Im Wintersemester 2021/2022 fand das Treffen am 28. Oktober statt.



Klimaneutralität an der OTH Regensburg

Wo und in welchen Situationen könnte an der OTH Regensburg Energie eingespart werden? Brennt nachts in irgendeinem Gebäudetrakt noch Licht, obwohl längst niemand mehr da ist? Laufen die automatischen Wasserhähne viel länger als nötig?

Dem GreenOffice ist es ein wichtiges Anliegen, unnötigen Energieverbrauch an der OTH Regensburg zu reduzieren. Bei Vorschlägen diesbezüglich ist das Team des GreenOffice daher unter nachhaltigkeit(at)oth-regensburg.de erreichbar und setzt sich anschließend mit der Abteilung Gebäude und Technik sowie der AG Nachhaltiger Betrieb in Kontakt.

Aus dem ursprünglichen Gedanken einer Baumanpflanzung zum 50-jährigen Jubiläum der OTH Regensburg, hat das GreenOffice einen langfristiger Anpflanzungsplan zur Campusbegrünung am Standort in Prüfening und in der Seybothstraße entwickelt.

Anfang November 2021 erfolgten dafür die ersten Maßnahmen, im Rahmen derer an den beiden Standorten insgesamt 18 Bäume neu angepflanzt wurden. Die ausgewählten Baumarten sind klimawandelresistent und stellen somit ein Arboretum der „Bäume der Zukunft“ dar.

Geplant ist eine weitere Begrünung des Campus, welche in den nächsten Jahren schrittweise erfolgen soll.

Um auf universitärer Ebene Schutzmaßnahmen gegen den Rückgang der biologischen Vielfalt in die Wege zu leiten, wurde an der Universität Regensburg die Hochschulinitiative Naturschutz & Nachhaltigkeit ins Leben gerufen. Diese stellt eine gemeinsame Kooperation zwischen Dozierenden, Studierenden und externen sowie internen Interessierten dar. Schwerpunkt der Initiative bildet dabei das Biodiversitätsmonitoring.

Am Regensburg Campus findet sich, bei genauem Hinsehen, eine reiche Natur mit floristischen und faunistischen Besonderheiten. Ziele der Hochschulinitiative sind unter anderem: 

  • neue Lebensräume schaffen.
  • den Ist-Zustand der faunistischen und floristischen Artenvielfalt erfassen (Brutvögel, Fledermäuse, Insekten, Flora).
  • Naturschutzmaßnahmen ausarbeiten.
  • Exkursionen z.B. Vogelstimmenwanderung, welche für den Naturschutz sensibilisieren und Grundkenntnisse liefern organisieren.
  • Artensteckbriefe vorzustellen, welche zu ausgewählten Arten informieren (siehe Tier und Pflanze des Monats). 
  • die Kooperation mit dem botanischen Garten und mit dem Citizen Science Projekt "Klimawandel im Dialog".

Alle Interessierten sind eingeladen, sich im Rahmen der Hochschulinitiative zu engagieren. Unterstützung erhalten sie dabei von erfahrenen Tutor:innen, die einen Einblick in die Vielfalt von Organismen bieten und bei Fragen jederzeit erreichbar sind. 

Studierende von Universität und OTH Regensburg schreiben sich für das Projekt in GRIPS ein. Dort werden alle Unterlagen hochgeladen.

Weitere Informationen zur Hochschulinitative Naturschutz & Nachhaltigkeit finden sich auf der Website des Green Office der Universität Regensburg und auf dem Flyer zum Projekt

Das Hörsaalgebäude am Forum hat 2021 auf der Westseite und der Südseite des sogenannten D-Trakts eine Photovoltaik-Fassade aus transparenten Glas-Glas-Modulen erhalten. Die ursprünglichen Glastafeln an der Außenfassade wurden abmontiert und nun im ersten und zweiten Obergeschoß durch Photovoltaikbänder ersetzt. Dadurch wird das zentrale Hörsaalgebäude mit einer energetisch wirksamen Fassadenkonstruktion ausgestattet, die, zusammen mit der zeitgleich entstehenden Dachanlage, eine Leistung von rund 67 kWp erbringen soll.

Finanziert wird die Maßnahme zur Umsetzung der Bayerischen Klimaschutzoffensive über das Sonderprogramm "Photovoltaikanlagen auf staatlichen Gebäuden". Die OTH Regensburg beteiligt sich an diesem Projekt mit einem Eigenanteil und übernimmt die Kosten für die Nachrüstung einer Verschattungsanlage.


PV-Fassade
Foto: OTH Regensburg/Peter Endres

Zur CO2-Reduktion bei Dienstfahrten wurde der Fuhrpark der OTH so weit wie möglich auf Fahrzeuge mit Elektro- oder Hybridantrieb umgestellt.

Bereits vor Jahren hat die Fakultät Elektro- und Informationstechnik einen Smart zum Elektroauto umgebaut. Auch der Postbus fährt elektrisch und der Dienstwagen ist ein Hybridfahrzeug. Insbesondere für die vielen kurzen Fahrten zwischen dem Standort Prüfening und dem Campus hat sich diese Antriebsart bewährt.

Lediglich der VW-Bus (nicht im Bild), welcher vor allem für längere Transportfahrten im Rahmen von Forschungsprojekten genutzt wird, fährt noch mit Verbrennungsmotor. Hier wird aktuell geprüft, ob eine Umstellung sinnvoll ist.


Foto: Michael Hitzek