Archiv Alumni-Nachrichten

Alumni-Stammtisch der HS.R zu Gast bei Micro-Epsilon Messtechnik

15.04.2012
Von: Dipl.-Soz.Päd. (FH) Katja Meier

Karl Wißpeintner absolvierte ein Studium an der - damals noch -Fachhochschule Regensburg. Anderen Ehemaligen der Hochschule Regensburg (HS.R) präsentierte er jetzt sein Unternehmen in Ortenburg.

Bei Micro-Epsilon Messtechnik in Ortenburg: Die Alumni der HS.R erhalten von Dr. Thomas Wißpeintner (rechts), Sohn des Gastgebers und Abteilungsleiter, interessante Einblicke in das Unternehmen. Foto: Meier

Die Alumni und Freunde der HS.R sind am 27. März 2012 der Einladung des Alumnus Karl Wißpeintners gefolgt und besuchten Micro-Epsilon Messtechnik in Ortenburg. Karl Wißpeintner, der Ende 2011 in den wohlverdienten Ruhestand wechselte, hieß die Alumni in seinem  „Lebenswerk" willkommen. Die Vorstellung des Unternehmens begann der ehemalige Geschäftsführer mit der eindrucksvollen Darstellung seines persönlichen Werdegangs.

Als Sohn eines Fassbinders absolvierte Karl Wißpeintner nach Abschluss der Mittleren Reife eine Lehre als Radio- und Fernsehtechniker in Passau und eröffnete seine eigene Reparaturwerkstatt. Seine Faszination für Technik und die Begegnung mit einem Ingenieur stärken in ihm den Entschluss, Elektrotechnik zu studieren. Die Unterstützung von Prof. Hanns-Georg Hofhansel ermöglichte ihm schließlich trotz der fehlenden Vorbildung in Mathematik und Physik die Aufnahme dieses Studiums. Nach Abschluss des Studiums an der, damals noch Fachhochschule Regensburg wechselte Karl Wißpeintner an die TU Berlin. Er lernte seine Frau kennen und gründete eine Familie. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich in dieser Zeit mit Fernsehreparaturen.

1976 stieg der Diplomingenieur als dritter Mann in das Unternehmen von Franz Frischen in Ortenburg ein. In einem 16 Quadratmeter großen Keller begann die Erfolgsgeschichte von Micro-Epsilon. Heute beschäftigt Micro-Epsilon Messtechnik in Ortenburg 205 Mitarbeiter und kann seit 37 Jahren ein durchschnittliches Wachstum von 15 Prozent jährlich verzeichnen. Heute ist es ein Unternehmen mit Weltmarktstellung in der Sensorik-Branche. Das Erfolgsrezept heißt für Karl Wißpeintner „Wissenskumulierung“, denn: „Lean können die Chinesen auch, wir müssen komplex sein.“

Mess-Systeme, die das Graswachstum eines Tages erfassen können und Wirbelstromsensoren, die bei Airbus zum Einsatz kommen, bilden nur einen kleinen Teil der neuesten Entwicklungen und weltweiten Projekte die Dr. Thomas Wißpeintner, Sohn des Gastgebers und Abteilungsleiter, bei seiner Führung durch die Entwicklung Sensorik präsentierte. Last but not least durften die Alumni eine Roboterstraße für BMW zur Feststellung minimalster Lackschäden an Autos bewundern.

Karl Wißpeintner lud im Anschluss in sein Stammrestaurant „Beim Hammel“ ein. Bei ausgezeichnetem Essen blieb genügend Zeit für interessante Gespräche und um das Gehörte auf sich wirken zu lassen.

Zurück