Alumni im Portrait

Stefan W. Bächer

27.10.2011
Stefan W. Bächer

Studiengang: Nachrichtentechnik, Abschluss 1998
Arbeitgeber: digitalDefense Information Systems GmbH
Position: Gründer & Visionär

1. Wenn Sie zurückblicken, wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben?
Meine Arbeiten im Hochfrequenzlabor in Verbindung mit den Satellitenaktivitäten der damaligen Amateurfunkgruppe waren eine große Motivation, mich in Spezialthemen zu vertiefen. Die Themen der digitalen Übertragungsarten über Funk bekamen in dieser Zeit zunehmend an Bedeutung. Zusammenfassend kann ich sagen: Alles war wichtig. Man braucht alles irgendwann.

2. Was waren die wichtigsten Stationen auf Ihrem beruflichen Weg?
Mit der Vernetzung rückten in meinen Projekten die Themen um die IT Sicherheit immer mehr in den Vordergrund. Durch das Coaching und Sensibilisierungsaktivitäten zum Thema Datensicherheit entstand im Laufe der Zeit ein spezielles Analyse-Know-how. Es folgten Hochsicherheitsprojekte bei der Viag Interkom, Banken, Versicherungen und Botschaften. Sowie Publikationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Ruf zum Aufbau der Integralis Schweiz in Zürich brachte einen über zweijährigen Aufenthalt in Zürich mit sich. Diese Station betrachte ich wohl auch als die wichtigste auf meinem beruflichen Weg. Nicht nur das Kennenlernen kultureller Unterschiede, sondern das Leben und Erfahren von unterschiedlichen Kulturen im Alltag war wichtig. 2008/2009 war eine dynamische Zeit im Bereich der IT: Viele Konsolidierungen, Merger Aquisitions im Markt und der Beginn der Wirtschaftskrise zeichneten sich ab. Ich sah meine Chancen.

Es folgten

  • 2009 Gründung der Infrasec AG
  • 2011 Gründung der digitalDefense
  • 2014 Weiterentwicklung zu digitalDefense Information Systems GmbH
  • 2018 Eröffnung von Projektbüros in Berlin und Innsbruck

Heute sichere ich mit meinem Unternehmen digitalDefense Information Systems GmbH Infrastrukturen und damit Unternehmenswerte: Wir sichern Rohstoff Geist. Damit Informationen von Unternehmensdaten nicht abfließen und sensible Informationen wie Entwicklungsdaten nicht zu Plagiaten werden.

3. Wie hat Ihr Studium Ihre jetzige berufliche Tätigkeit geprägt?
Sehr. Ohne fundiertem Studium wäre das, was ich heute mache, nicht möglich gewesen. Die praktischen Vertiefungen im Funk und Fernseh-Labor. Der Abgleich von Theorie und Praxis.

Ferner war das Studium sicherlich Grundstock für die "Freisetzung der Energie" zu den Gründeraktivitäten. Und die damit verbundene Disziplin, sich schnell in neue Themen zu vertiefen. Outsourcing Themen, die Mobilität und Cloud Computing, bringen neue Sicherheitsprobleme mit sich. Die Idee, in Verbindung mit der Selbständigkeit neue Wege zu gehen, war auch die Entwicklung "loszulassen" und selber etwas gestalten und bewegen zu wollen. Und die Idee, die ansonsten "vorgezeichneten" Wege selbst zu gestalten. Ich empfinde Problemstellungen als Herausforderung. Es gilt, Problemstellungen anzunehmen, deren Chancen und Risiken zu erkennen und diese mit Engagement weiter zu entwickeln.

4. Was sind die wichtigsten drei Kompetenzen in Ihrem Arbeitsalltag?

  • Schnelles Aufnehmen von Konstellationen
  • Das Ausloten, mit welcher Strategie die Aufgabenstellungen umgesetzt werden.
  • Gesteckte Ziele verfolgen

5. Wenn Sie mit dem Wissen und der Erfahrung von heute Ihrem Studierenden-ICH einen Tipp geben könnten, was würden Sie ihm raten?
Nehme fächerübergreifende Disziplinen mit und bewahre Dir die Neugierde! Mein Tipp an alle, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen: Lassen Sie sich von Rückschlägen nicht entmutigen. Jeder Rückschlag hat eine Lektion, die sensibel und stark macht für zukünftige Situationen.

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