Alumni im Portrait

Peter Aumer

18.06.2012
Peter Aumer

Studiengang: Betriebswirtschaftslehre (Abschluss 2002)
Position: Bundestagsabgeordneter

1. Wenn Sie zurückblicken, wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben?
Mein Studium an der OTH Regensburg hat mir viel mit auf den Weg gegeben. Fachlich konnte ich mir ein vertieftes Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge aneignen. Zudem wurde auch mein Interesse am Austausch unterschiedlicher Standpunkte und Meinungen sowie dem Kennenlernen neuer Perspektiven geweckt.

2. Was waren die wichtigsten Stationen auf Ihrem beruflichen Weg?
Nach dem Studium habe ich einige Jahre in der Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung sowie im elterlichen Unternehmen gearbeitet. Seit dieser Zeit habe ich mich auch politisch engagiert und bin der CSU sowie der JU beigetreten.
Das Interesse an anderen Meinungen, an der politischen Entscheidungsfindung und meine Erfahrungen aus Beruf und Studium konnte ich ab 2002 kommunalpolitisch über meine ehrenamtliche Tätigkeit als Marktrat in Regenstauf und als Kreisrat im Landkreis Regensburg einbringen. Vor allem der Beginn meiner politischen Tätigkeit auf kommunaler Ebene begleitet und prägt mich seither mein ganzes Berufsleben.
Die Erfahrungen der Kommunalpolitik – wie dem Amt des dritten Bürgermeisters in Regenstauf – und die Parteiarbeit waren wichtige Voraussetzungen für meine Nominierung bei den Bundestagswahlen. Hier konnte ich in meiner ersten Legislaturperiode im Deutschen Bundestag von 2009 bis 2013 über meine Ausschussmitgliedschaft im Finanzausschuss von meinen Erfahrungen und Kenntnissen aus dem Studium profitieren und diese gezielt in die Debatten im Bundestag, im Ausschuss und in meiner Fraktion einbringen.

3. Wie hat Ihr Studium Ihre jetzige berufliche Tätigkeit geprägt?
Im Studium habe ich auch gelernt, mir Probleme, Meinungen, Vorschläge und Anregungen anzuhören und eigene Positionen zu überdenken. Diese Fähigkeiten, zu zuhören und entsprechend zu handeln und anzupacken, sind für mich zentrale Kompetenzen meiner politischen Arbeit in Berlin und in Stadt und Landkreis Regensburg.
Persönlich habe ich zudem die Erfahrung gemacht, dass es als Politiker nie immer bergauf geht, sondern man lernen muss, auch mit Wahlniederlagen umzugehen und man für den politischen Erfolg bei Sachthemen und bei Wahlen einen langen Atem braucht. Dies gilt für mich in Zeiten zunehmender Polarisierung der politischen Debatten mit vermeintlich einfachen Lösungsangeboten umso mehr, da das bewusste Schüren von Unzufriedenheit nicht nur unseren sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährdet, sondern auch einer zunehmend komplexen und verzahnten Welt nicht gerecht wird.

4. Was sind die wichtigsten drei Kompetenzen in Ihrem Arbeitsalltag?
Zuhören, Anpacken, Durchhalten

5. Wenn Sie mit dem Wissen und der Erfahrung von heute Ihrem Studierenden-ICH einen Tipp geben könnten, was würden Sie ihm raten?
Habe eigene Positionen sowie Meinungen und bringe diese zum Ausdruck. Setze Dich aktiv für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Denn nur wer mehr tut als seine Pflicht, nur wer mehr sieht als seinen eigenen Vorteil, der wird unsere Gesellschaft verändern.

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