Alumni im Portrait

Marc Daferner

25.10.2011
Marc Daferner

Studiengang: Europäische Betriebswirtschaft (Abschluss 1998)
Derzeitiger Arbeitgeber: Fintegral Deutschland AG
Derzeitige Position: Director, Vorstandsmitglied

1. Wenn Sie zurückblicken, wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben?
Es war der damals noch junge, inzwischen etablierte Studiengang Europäische Betriebswirtschaft (EBS), der mich nach Regensburg gelockt hatte. Die Hochschule in Regensburg, die Partnerhochschule in Oxford sowie meine Auslandspraktika in London und Singapur haben mir ein äußerst abwechslungsreiches, praxisorientiertes und vielfältiges Studium geboten. 1999 habe ich, gefördert durch das Haniel-Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes, meine erworbenen Kenntnisse in Finanzierung an der University of Manchester mit einem Masterprogramm abgerundet.

2. Was waren die wichtigsten Stationen auf Ihrem beruflichen Weg?
Dem quantitativen Schwerpunkt meines Studiums und der Bankenbranche - ich bin ausgebildeter Bankkaufmann - bin ich auch nach dem Studium treu geblieben und habe vier Jahre lang bei Ernst & Young in der Unternehmensberatung gearbeitet.

Aber meine Lust und Neugierde, Neues auszuprobieren, konnte ich hier auf Dauer nicht leben. So entstand 2003 mit damals fünf Kollegen die Idee, eine eigene Beratungsgesellschaft zu gründen. Nach der Fusion mit einer Schweizer Beratungsgesellschaft beschäftigt sich die Fintegral AG in Beratungsprojekten auf Riskomanagement-Themen in der Finanzdienstleistungsbranche an den Standorten Frankfurt, Zürich, London und New York mit etwa 60 Beratern.

3. Wie hat Ihr Studium Ihre jetzige berufliche Tätigkeit geprägt?
Mein Studium ist lange her: Ich habe durch die Auslandsaufenthalte und Praktika viel gelernt - Flexibilität, Sich-Bewegen in anderen Kulturen, Neugierig-Sein. Beruflich ist mir aus dem Studium außerdem die Freude an wechselnden Aufgaben geblieben.

4. Was sind die wichtigsten drei Kompetenzen in Ihrem Arbeitsalltag?
Flexibilität, Neugierde, interkulturelle Kompetenz.

5. Wenn Sie mit dem Wissen und der Erfahrung von heute Ihrem Studierenden-ICH einen Tipp geben könnten, was würden Sie ihm raten?
Aus den Bewerbungen, die ich von Absolventinnen und Absolventen bekomme, sehe ich, dass (ich verallgemeinere jetzt!) mehr Wert auf ein zügiges Studium gelegt wird, als auf den Erwerb von langfristig einsetzbaren Fähigkeiten und Kenntnissen. Mein Tipp: Lassen Sie sich mehr Zeit! Ich war 27 bei meinem ersten Job - wenn wir Berufsanfänger einstellen sind die gerade mal 21-22. Es fehlt ihnen nicht an fachlichen Kenntnissen, aber gerade Soft-Skills entwickeln sich mit der Zeit und wachsen mit zunehmender Lebenserfahrung.

Der OTH Regensburg und dem Studiengang Europäische Betriebswirtschaft bin ich nach wie vor verbunden: Die Einladungen des Fördervereins EBS (FEB e.V.), Studierenden im Rahmen von Vorlesungen und Veranstaltungen über meine berufliche Laufbahn und meine Erfahrungen als Unternehmensgründer zu berichten, nehme ich immer gerne an.

Zurück