Alumni im Portrait

Johannes Artmann

21.07.2020
Johannes Artmann

Studiengang: Berufsbegleitender Bachelor Systemtechnik
Arbeitgeber: SIEMENS AG, Smart Infrastructure, Regensburg
Position: Betriebsingenieur

1. Wenn Sie zurückblicken, wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben?
Der berufsbegleitende Bachelorstudiengang Systemtechnik war für mich eine persönliche und berufliche Bereicherung. Die Bedingungen in und um das Studium herum machten es mir einfach, mich in den komplexen Themenstrukturen von Mechanik und Elektrotechnik zurecht zu finden. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil des Studiums ist außerdem die individuelle Persönlichkeitsentwicklung, die jeder Teilnehmende automatisch in den einzelnen Semestern erfährt. Durch die angenehme Gruppengröße von weniger als 20 Personen, wächst man bereits nach wenigen Vorlesungen als eingeschworenes Team zusammen, das sich gegenseitig unterstützt und sich neue Impulse gibt.

2. Was waren die wichtigsten Stationen auf Ihrem beruflichen Weg?
Im Alter von 15 Jahren habe ich meine Ausbildung zum Industriemechaniker bei Siemens in Regensburg begonnen. Nach der abgeschlossenen Ausbildung wurde ich als Systembetreuer innerhalb der Kunststofftechnik bei Siemens eingesetzt. Parallel zu dieser beruflichen Tätigkeit habe ich mich, ebenfalls berufsbegleitend, zum Techniker in der Fachrichtung Maschinenbau und anschließend zum Technischen Betriebswirt weitergebildet. Diese beiden Ausbildungen ermöglichten es mir, mich als Konstrukteur bei Siemens weiterzuentwickeln. Nach Abschluss des berufsbegleitenden Bachelorstudiengangs Systemtechnik ergab sich die Möglichkeit, als Betriebsingenieur neue und innovative Technologien innerhalb der Kunststofftechnik einzuführen und zu betreuen.

3. Wie hat Ihr Studium Ihre jetzige berufliche Tätigkeit geprägt?
Das Studium Systemtechnik hat mir ermöglicht, auch bei alltäglichen beruflichen Situationen über den „berühmten Tellerrand“ hinauszublicken. Den Aspekt des „ewigen Lernens“ treffe ich auch heute fast täglich in der beruflichen Tätigkeit an. Man lernt tatsächlich nie aus! Dieses ständige Lernen und die Neugier dahinter haben mein Studium geprägt und ebenso meine jetzige berufliche Tätigkeit.

4. Was sind die wichtigsten drei Kompetenzen in Ihrem Arbeitsalltag?
Ich stehe in meinem Arbeitsalltag sehr oft vor komplexen Problemstellungen. Daher sehe ich das „methodische Problemlösen“ als eine der wichtigsten Kompetenzen in meinem Arbeitsalltag. Um die vielfältigen Arbeitsinhalte richtig einzuordnen und priorisieren zu können, ist ein gutes „Selbst- und Zeitmanagement“ ebenfalls von großer Bedeutung. Alleine lassen sich jedoch die wenigsten Projekte erfolgreich abschließen. Da in meinem Arbeitsalltag viele Themen in Teams aus verschiedenen Fachabteilungen gelöst werden, ist ein hohes Maß an „Teamfähigkeit“ für mich unabdingbar.

5. Wenn Sie mit dem Wissen und der Erfahrung von heute Ihrem Studierenden-ICH einen Tipp geben könnten, was würden Sie ihm raten?
Ein nicht zu unterschätzender Vorteil während des berufsbegleitenden Studiengangs war es, innerhalb der Gruppe ausschließlich auf gleichgesinnte Kommilitonen zu treffen. Jeder der Teilnehmer steht mit beiden Beinen voll im Leben, sowohl beruflich als auch privat. Man kann von jedem der Teilnehmer etwas lernen und etwas mitnehmen. Es ergeben sich innerhalb kürzester Zeit Lerngruppen und Freundschaften, die auch nach dem Abschluss weiterbestehen. Ich habe auch erlebt, dass unter den Studierenden auch Geschäftsideen entwickelt werden. Aus diesem Grund kann ich meinem Studierenden-ICH den Tipp geben, sofort nach Beginn des Studiums den Kontakt mit den Kommilitonen suchen. Es lohnt sich!

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