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Virtueller Vortrag: Was ist ein gutes Leben in der Krise? Die Corona-Pandemie aus Geschlechter- und Care-Perspektive

24.11.2020
Von: Stabsstelle Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Termin: Dienstag, 24. November 2020, 19:00 bis 20:30 Uhr

Referentinnen: Sozialwissenschaftlerinnen des Forschungsprojekts WellCare der Frauenakademie München und der OTH Regensburg

Veranstalter: Frauenzentrum Augsburg

Anmeldung bis einschließlich 22. November 2020 per E-Mail an fz-augsburg(at)gmx.de möglich

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Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt: Care/Sorgearbeit ist eine essentielle Säule unserer Gesellschaft. Einerseits wurden z. B. Altenpfleger*innen und Krankenhauspersonal als "Held*innen" beklatscht, andererseits fühlten sich viele Menschen massiv im Stich gelassen, wie z. B. Eltern oder pflegende Angehörige bei denen Unterstützungsstrukturen wegfielen. Gerade Frauen wurden in dieser Zeit überproportional zusätzlich belastet: als Erwerbstätige in "systemrelevanten" ("Frauen"-)Berufen, als Mütter und pflegende Angehörige. Manche beklagen daher Rückschritte in Sachen Gleichstellung und Geschlechterrollen.

Wir möchten in unserer Veranstaltung den gesellschaftlichen Umgang mit und die Auswirkungen von Corona mit Fokus auf Care und Geschlecht betrachten:

Welche (widersprüchlichen) Linien in Rollenerwartungen und Aufgabenteilungen zwischen den Geschlechtern zeigen sich? Welche Bilder von Familie und Lebensformen transportieren die Corona-Maßnahmen? Welche Sorgearbeit wird als "systemrelevant" gewertet, welche vergessen? Was haben und hatten die Kontaktbeschränkungen für Auswirkungen auf die Menschen? Und wie ist "gutes Leben" und "gutes Care" auch in Corona-Zeiten möglich?

Die COVID-19-Krise verstehen wir als Kristallisationspunkt gesellschaftlicher Entwicklungen, mit denen wir uns in diesem Workshop sozialwissenschaftlich auseinandersetzen und mit den Teilnehmer*innen ins Gespräch kommen möchten.

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