OTH Regensburg https://www.oth-regensburg.de Aktuelles von der OTH Regensburg en-gb Fri, 22 Oct 2021 21:15:53 +0200 Fri, 22 Oct 2021 21:15:53 +0200 TYPO3 EXT:news news-15820 Fri, 22 Oct 2021 08:43:00 +0200 Ein halbes Jahrhundert Innovation in Lehre, Forschung und Transfer https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/ein-halbes-jahrhundert-innovation-in-lehre-forschung-und-transfer.html Hochschule Bayern begeht mit Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft den Festakt zum 50-jährigen Gründungsjubiläum der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen. Mit der zentralen Veranstaltung in der Flugwerft Schleißheim bei München am gestrigen Mittwochabend erinnerten die heutigen bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) und Technische Hochschulen (TH) an die Gründung der ersten Fachhochschulen im Freistaat im Jahr 1971. Die rund 100 geladenen Gäste vor Ort und das Publikum des Live-Streams erwartete ein kurzweiliger Rückblick auf 50 Jahre Hochschulentwicklung in Bayern. Die bayerischen Hochschulen richteten aber auch den Blick nach vorne. Als Hochschulen der Zukunft positionieren sie sich als wissenschaftliche Kompetenzzentren für Lehre, Forschung und Transfer – und das an inzwischen 75 Standorten in Bayern.

Forschungsprojekt der OTH Regensburg

Als Festredner begrüßten die Hochschulen den Bayerischen Ministerpräsidenten, Dr. Markus Söder, und den Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler. Mit Herbert Schein, Vorstandsvorsitzender VARTA AG und Lena Ranneberg, Stipendiatin der Bayerischen EliteAkademie berichteten Alumni der Hochschulen aus zwei verschiedenen Generationen über ihre Erfahrungen. Zwei exemplarisch präsentierte Forschungsprojekte – darunter Prof. Dr. Christoph Palm und Doktorand Robert Mendel von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) und ihre KI-Software zur Erkennung von Speiseröhrenkrebs im Frühstadium – und drei Start-ups zeigten die Innovationskraft der Hochschulen in Forschung und Entwicklung sowie ihr Potential für das Gründergeschehen in Bayern. Moderiert wurde der Festakt von dem Wissenschafts- und Bildungsjournalisten Dr. Jan-Martin Wiarda.

Festreden von Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Minister Bernd Sibler

Ministerpräsident Dr. Markus Söder würdigte in seiner Ansprache die Leistung der Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen: „Technischer Fortschritt ist die einzig echte Zukunftsoption! Forschung, Wissenschaft und Bildung sichern Wohlstand und Arbeitsplätze. Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften mit ihrem hohen Praxisbezug sind ein Erfolgsmodell.“

Wissenschaftsminister Bernd Sibler betonte: „Unsere Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen schreiben über die letzten 50 Jahre eine echte Erfolgsgeschichte. Mit ihrem Konzept, anwendungsbezogene Forschung und Lehre in allen Regionen Bayerns zu betreiben, sind sie echte Innovationsmotoren und starke Partner für die regionale Wirtschaft. Sie schaffen vorbildlichen Wissenstransfer, bilden unsere akademischen Fachkräfte vor Ort in den Regionen aus und schaffen damit wertvolle Zukunftsperspektiven.“

Grußworte des Vorsitzenden Prof. Dr. Walter Schober

Prof. Dr. Walter Schober, Vorsitzender von Hochschule Bayern und Präsident der Technischen Hochschule Ingolstadt sagte: „Ein halbes Jahrhundert Hochschulen in Bayern – das sind neben 50 Jahren Erfolg durch kreative Schaffens- und Innovationskraft auch 50 Jahre voll kontinuierlicher Veränderungen. Die Hochschulen haben sich etwa beim starken Aufwuchs ihrer Studierenden oder in der Übernahme von Aufgaben in Forschung und Transfer immer wieder neuen Chancen und Herausforderungen gestellt. Serviceorientiert gegenüber dem Einzelnen und wertorientiert gegenüber den ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Aufgaben unserer Zeit gestalten die Hochschulen die nachhaltige Entwicklung des Freistaats Bayern.“  

Prof. Dr. Walter Schober dankte der Politik ergänzend für ein halbes Jahrhundert Vertrauen in den Leistungswillen und das Gestaltungsvermögen der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen. „Die Hochschulen nehmen diese Herausforderung zum Wohle des Freistaats Bayern an.“

Kontinuierliches Wachstum und Erweiterung des Aufgabenspektrums

Anfang der 1970er-Jahre mit 17.000 Studierenden gestartet, sind die 19 staatlichen und kirchlichen Hochschulen heute auf über 120.000 Studentinnen und Studenten angewachsen. 12.000 internationale Studierende zeugen von der starken internationalen Ausrichtung der HAW, die weltweit ein großes Netzwerk pflegen. Über 600 Studiengänge in vielfältigen Fachrichtungen bilden mittlerweile ein großes Fächerspektrum ab, auch in der Weiterbildung. Neue Studienfelder bereicherten kontinuierlich das Leistungsspektrum der HAW. Es umfasst Ingenieur- und Naturwissenschaften, Informatik und Multimedia, Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften, Architektur und Design, Lebens-, Umwelt und Gesundheitswissenschaften. Die Hochschulen prägen die weltweit anerkannte Marke des deutschen Ingenieurs. Aktuell schließen zwei Drittel der deutschen Ingenieure an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften oder Technischen Hochschule ab, darunter viele First-in-Family Studierende. Neben der Lehre hat sich das Aufgabenspektrum der Hochschulen kontinuierlich erweitert. Die angewandte Forschung sowie der Wissens- und Technologietransfer sind heute weitere starke Profilmerkmale der HAW.

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news-15811 Fri, 22 Oct 2021 07:43:00 +0200 Gründungsideen der OTH Regensburg begeistern den Lions Club Freyung-Grafenau https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/gruendungsideen-der-oth-regensburg-begeistern-den-lions-club-freyung-grafenau.html Auf Einladung des Lions Clubs Freyung-Grafenau am Nationalpark stellte Brigitte Kauer den Gründungsstandort Deutschland vor und informierte über die vielfältigen Aktivitäten des start-up centers der OTH Regensburg. Auch wenn derzeit Startups wie BioNTech eine große Öffentlichkeit haben und damit auch eine aktive Gründungsszene in Deutschland vermuten lassen, sieht die Realität anders aus: Nach dem aktuellen KfW Gründungsmonitor ist die Zahl der Existenzgründungen 2020 um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken, Gründungen mit Marktneuheiten sind in Deutschland selten wie nie zuvor. Auch im internationalen Vergleich steht Deutschland bei dieser Thematik nicht gut da: Laut dem Global Entrepreneurship Monitor liegt Deutschland von insgesamt 33 bewerteten Volkswirtschaften auf Rang 28 in Bezug auf die Gründungen. Brigitte Kauer wies auf die Gründungsoffensive GO! der Bundesregierung hin, die hier Abhilfe schaffen soll, und untermauerte das 10-Punkte-Programm mit entsprechenden Aktivitäten an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg).

Die Lions und anwesenden jungen Unternehmer*innen konnten sich auch einen Überblick über Fördermöglichkeiten verschaffen. Sie zeigten sich von den vorgestellten Start-ups der OTH Regensburg begeistert. Lions-Präsident Armin Schmatz regte an, dass Club-Mitglieder jungen Gründer*innen ihre vielfältigen Erfahrungen und Netzwerke künftig stärker offerieren, um das Gründungsgeschehen in der Region zu unterstützen.

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news-15808 Thu, 21 Oct 2021 10:02:00 +0200 Infoabend zum konsekutiven Masterstudiengang Advanced Nursing Practice https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/infoabend-zum-konsekutiven-masterstudiengang-advanced-nursing-practice.html Interessierte hatten Mitte Oktober 2021 die Möglichkeit, sich bei einem Online-Infoabend der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften über den konsekutiven Masterstudiengang Advanced Nursing Practice zu informieren. Durch den Infoabend führten gemeinsam Prof. Dr. Annette Meussling Sentpali von der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitsheitswissenschaften der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) und Prof. Dr. Susanne Schuster von der Evangelischen Hochschule Nürnberg (EVHN).

Der dreisemestrige Masterstudiengang Advanced Nursing Practice (ANP) mit den Schwerpunkten "Akutpflege" oder "Psychiatrische Pflege" wird kooperativ von der OTH Regensburg und der EVHN angeboten und schließt mit dem Master of Science ab. Aufbauend auf einen pflegewissenschaftlichen Bachelor ist der Masterstudiengang explizit für die pflegerische Praxis konzipiert und hat zum Ziel, die Absolvent*innen auf ein erweitertes Aufgabenspektrum und auf komplexe und anspruchsvolle Versorgungsbedürfnisse vorzubereiten. Wie andere Masterstudiengänge eröffnet er die Möglichkeit zur anschließenden Promotion.

Ein Studium, zwei Schwerpunkte

Bei der Bewerbung legen die angehenden Studierenden bereits fest, welchen Schwerpunkt ("Akutpflege" an der EVHN oder "Psychiatrischen Pflege" an der OTH Regensburg) sie studieren möchten. In jedem der drei Semester finden schwerpunktspezifische Module statt, sodass diese das ganze Studium begleiten. Der Schwerpunkt "Psychiatrische Pflege", vorgestellt von Studienfachberaterin Prof. Dr. Christa Mohr, beinhaltet neben psychiatrischer Krankheitslehre, die gemeinsam mit Medizinstudierenden in Kooperation mit der Universitätsklinik Regensburg gelehrt wird, auch rechtliche Rahmenbedingungen und grundlegende Konzepte. Außerdem finden Skills-Lab-Einheiten statt, etwa zum Thema "Therapeutische Basiskompetenzen", "Therapiemethoden", "Gruppentherapie" oder "Deeskalations- und Krisenmanagement". Beinhaltet ist auch ein Praxisprojekt an anderen, z. T. ausländischen Kliniken, wo bereits Pflegexperten ANP praktizieren.

Der Schwerpunkt "Akutpflege", vorgestellt von Prof. Dr. Susanne Schuster, Studiengangleitung und Leiterin des Schwerpunktes, bietet ein breites Spektrum an Inhalten: Aktuelle Leitlinien und Behandlungsstandards bei ausgewählten akutpflegerischen Handlungsbedarfen, Clinical Assessment, Selbstmanagementförderung und strategischer Umgang mit lebensbedrohlichen Erkrankungen werden behandelt und vom Skills-Training begleitet. Die Anwendung pflegewissenschaftlicher Inhalte erfolgt ebenfalls in einem Praxisprojekt im zweiten Semester und erlaubt über ein zweiwöchentliches Praktikum einen Einblick in ein ANP-Arbeitsfeld. Kennzeichnend für den Schwerpunkt "Akutpflege" ist die individuelle ANP-Rollenentwicklung aller Teilnehmenden über alle drei Semester hinweg, wobei eine fachliche Begleitung seitens der Hochschule mit Praxisbesuchen erfolgt. Das Studium eignet sich für Pflegepraktiker*innen mit Examen und Berufserlaubnis und einem vorausgegangenen Studium, das mindestens 180 ECTS und davon 30 ECTS in Pflegewissenschaften aufweist. Eine Teilzeitbeschäftigung in der Pflegepraxis ist mit dem Studium vereinbar und wird sogar gewünscht.

Die Lehrveranstaltungen finden blockweise und abwechselnd an der OTH Regensburg als auch an der EVHN statt und bieten einen intensiven Theorie-Praxis-Bezug, der die individuellen Praxiseinrichtungen und beruflichen Erfahrungen des Studierenden aufgreift und mit einbezieht. Überschaubare Gruppen ermöglichen eine individuelle Betreuung und angenehme Lernatmosphäre.

ANP-Absolvent*innen sind gefragt

Absolvent*innen erlangen mit dem Studiengang ANP-Kernkompetenzen und fachspezifisches Spezialwissen sowie vertiefte pflegepraktische Fertigkeiten in Pflegeentwicklung, -vertiefung und Forschung. In der Gesundheitsversorgung sind Qualitätssicherung und -verbesserung ein ständiges Ziel und der Bedarf nach akademisch qualifiziertem Personal wächst. „Es ist ein boomender Bereich, es wird gezielt nach ANP-Absolvent*innen gesucht“, so Prof. Dr. Schuster.

Abschließend stellten ehemalige und aktuelle Studierende ihre Erfahrungen dar. Die Entscheidung für den ANP-Studiengang fiel bei vielen aufgrund der Motivation, in der klinischen Praxis bleiben zu wollen. Eine ehemalige Studentin berichtet, ihr Berufsbild sei durch das Studium gestärkt und klarer geworden. Ihr ehemaliger Kommilitone bestärkt die Aussage und ergänzt: „Das Studium bringt einen auch persönlich extrem weiter“. Doch braucht es auch viel Pioniergeist, denn ein Verständnis hinsichtlich ANP-Rollen ist noch ausbaufähig und noch nicht in allen Einrichtungen etabliert. Hierzu werden die Absolvent*innen des Studiengangs befähigt und unterstützt.

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Nachrichten-Fakultät-Angewandte-Sozial-und-Gesundheitswissenschaften
news-15801 Wed, 20 Oct 2021 08:41:00 +0200 Energieeffizienz und Klimaschutz an Hochschulen für angewandte Wissenschaften https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/energieeffizienz-und-klimaschutz-an-hochschulen-fuer-angewandte-wissenschaften.html In einem neuen Forschungsvorhaben wollen sich neun Hochschulen für angewandte Wissenschaften, darunter auch die OTH Regensburg, den Herausforderungen des Klimaschutzes stellen und Beiträge zur Reduktion der Treibhausgase leisten. Im Verbund mit neun Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW), u. a. der Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg), wird das Forschungsvorhaben "Energieeffizienz und Klimaschutz an Hochschulen für angewandte Wissenschaften" im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) realisiert. Gesucht werden praxistaugliche Interventionsstrategien und Einzelmaßnahmen zur Energieeinsparung, die auf ihre Übertragbarkeit auf andere HAW geprüft werden.

Der Auftaktworkshop zu diesem Klimaschutzprojekt fand am 1. Oktober 2021 statt. Zu den beteiligten HAW gehören:

  • Technische Hochschule Deggendorf
  • Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
  • Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg)
  • Jade Hochschule
  • Hochschule Hannover
  • Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe
  • Hochschule Düsseldorf
  • Technische Hochschule Lübeck
  • Hochschule Magdeburg-Stendal

Der Auftaktworkshop demonstrierte die hohe Motivation und auch die Sinnhaftigkeit des Projektvorhabens. Der Wunsch, aktive Beiträge zur Klimaneutralität zu leisten, ist nicht nur vorhanden, sondern soll durch den Ausbau existierender Aktivitäten gestützt und durch den Aufbau neuer, kreativer Maßnahmen forciert werden. Dieses soll in eine Strategie eingebunden werden.

Wichtige Komponente des Projektdesigns ist das Lernen voneinander. Gerade diesbezüglich blicken die Teilnehmenden sehr gespannt auf den weiteren Projektverlauf. „Bei einem Zeitraum von fast drei Jahren existiert genug Zeit, hochschulindividuell Maßnahmen zu entwickeln und den Transfer von Erfahrung zu koordinieren“, stellt die Projektleiterin Karin Binnewies (HIS-Institut für Hochschulentwicklung e.V., kurz HIS-HE) fest. „Auf der anderen Seite haben wir auch einen sehr stringenten Projektfahrplan. Wir wollen ins Handeln und auch Messen von Effekten kommen.“

Der Anspruch aller Teilnehmenden lautet, Veränderungen einzuleiten und diesen Prozess an ihrer Hochschule zu verstetigen. Die Ergebnisse dieses Projektes werden in der Abschlussphase bundesweit Verbreitung finden.

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Nachrichten-Forschung
news-15804 Wed, 20 Oct 2021 08:41:00 +0200 Wiederaufnahme des regelmäßigen Erasmus+-Austauschs mit der Universität Prishtina https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/wiederaufnahme-des-regelmaessigen-erasmus-austauschs-mit-der-universitaet-prishtina.html Sechs kosovarische Studentinnen haben Anfang September 2021 als Erasmus+-Studierende an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften ihr Austauschsemester angetreten. Im August 2020 haben sich drei kosovarische Studentinnen, die im Rahmen des K107-Abkommens ein Semester an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften verbrachten, von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) verabschiedet. Ihr viermonatiger Aufenthalt war gezeichnet von der plötzlichen Beendigung der Praktikumseinsätze, der Umstellung auf virtuelle Lehrveranstaltungen und der Einschränkung von Sozialkontakten. Der Aufenthalt in Regensburg war für die Studierenden zwar lehrreich, wie sie es selbst beschrieben, eine maßgebliche Komponente, nämlich sich mit anderen Studierenden treffen zu können, ist jedoch wegen der Pandemie zu kurz gekommen.

Weil für die kosovarischen Sozialarbeitsstudierenden das einsemestrige Studium oder Praktikum in Deutschland sehr erstrebenswert ist, einigten sich die Universität Prishtina (UP) und die OTH Regensburg darauf, den Austausch im Wintersemester 2020/2021 und im Sommersemester 2021 zu unterbrechen.

Austausch wieder möglich

Prof. Dr. Njomza Llullaku, an der Fakultät Soziale Arbeit an der UP in die Auswahl der Studierenden involviert, freute sich sehr über den Aufruf für Bewerbungen zum Wintersemester 2021/2022. Und die Nervosität der Studierenden vor den virtuell veranstalteten Auswahlgesprächen war groß. Damit die vereinbarte Zahl innerhalb der Programmlaufzeit noch erreicht werden kann, einigte man sich, sechs Personen, statt der vorgesehenen drei, auszuwählen.

„Bereits kurz nach Ankunft an der OTH Regensburg Anfang September 2021 haben mir die Studentinnen berichtet, dass es der richtige Schritt war, sich zu beteiligen, obwohl es für manche der erste Auslandsaufenthalt ist“, so die Professorin an der Fakultät Soziale Arbeit an der UP. Die Studentinnen haben sich intensiv vorbereitet und sich impfen lassen, damit sie in Regensburg viel Bewegungsfreiheit haben. Seit Mitte September 2021 nehmen die Kosovarinnen an einem virtuellen Sprachkurs teil und haben auch schon den ersten Test hinter sich.

Vielfältiges Willkommensprogramm

Das Akademische Auslandsamt der OTH Regensburg, federführend Johanna Hofmann, hat die Ankunft und die ersten Schritte bestens vorbereitet. Zusammen mit den Programmverantwortlichen Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker und Prof. Dr. Ruth Seifert von der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften gab es sogar einen kleinen Einführungs-Workshop zum wechselseitigen Kennenlernen, mit einem Campus-Rundgang und vielen Informationen zum Start des Semesters. Auch vom Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Carl Heese, wurden sie in Empfang genommen und herzlich willkommen geheißen.

Die Studentinnen nehmen die vielfältigen Aktivitäten des Akademischen Auslandsamts sehr gerne wahr und erfreuen sich am Austausch mit anderen internationalen Studierenden in den Wohnheimen des Studentenwerks Niederbayern/Oberpfalz.

Noch im Wintersemester 2021/2022 werden Professorinnen der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften an die UP reisen, um an einer Konferenz teilzunehmen. Der Gegenbesuch einer Kollegin von der UP ist für Januar 2022, ein weiterer im März 2022 geplant. Damit kehrt die bewährte Regelmäßigkeit wieder zurück.

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Nachrichten-Akademisches Auslandsamt Nachrichten-Fakultät-Angewandte-Sozial-und-Gesundheitswissenschaften
news-15800 Fri, 15 Oct 2021 11:36:00 +0200 Prof. Dr. Birgit Rösel bleibt Vorsitzende des Senats der OTH Regensburg https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/prof-dr-birgit-roesel-bleibt-vorsitzende-des-senats-der-oth-regensburg.html Konstituierende Sitzung des Gremiums: Führungsduo im Amt bestätigt und Freude über wesentliche Fortschritte im Bereich der Gleichstellung. Großer Vertrauensbeweis für Prof. Dr. Birgit Rösel: Der Senat der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) wählte die Ingenieurin von der Fakultät Elektro- und Informationstechnik in seiner konstituierenden Sitzung erneut einstimmig zur Vorsitzenden. Auch ihr Stellvertreter, Prof. Dr. Christoph Palm (Fakultät Informatik und Mathematik), wurde einstimmig im Amt bestätigt.

Prof. Dr. Birgit Rösel steht bereits seit März 2018 an der Spitze des Senats. Sie betont, dass in dieser Zeit im Bereich der Gleichstellung wesentliche Fortschritte gemacht wurden: Sechs von elf aktuellen Mitgliedern des Gremiums sind Frauen, das ist ein neuer Höchststand. Rösel freut sich zudem, in einem für die OTH Regensburg besonderen Semester Verantwortung übernehmen zu dürfen: Noch in diesem Jahr wählt der Hochschulrat turnusgemäß eine neue Präsidentin oder einen neuen Präsidenten. Die Mitglieder des Senats sind zugleich auch Mitglieder des Hochschulrats.

Der Senat besteht aus zehn gewählten Mitgliedern – sechs Professor*innen, einem Vertreter oder einer Vertreterin des wissenschaftlichen Personals, einem Vertreter oder einer Vertreterin des sonstigen Personals, zwei Vertreter oder Vertreterinnen der Studierenden – sowie der Frauenbeauftragten. Das Gremium beschließt Rechtsvorschriften und in Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung für die Forschung. Es befasst sich zum Beispiel mit den Prüfungs- und Studienordnungen und gibt Stellungnahmen zu Berufungen ab.

Der aktuelle Senat der OTH Regensburg setzt sich wie folgt zusammen:

Professor*innen:
Prof. Dr. Birgit Rösel (Fakultät Elektro- und Informationstechnik)
Prof. Dr. Christoph Palm (Fakultät Informatik und Mathematik)
Prof. Dr. Markus Bresinsky (Fakultät Angewandte Natur- und Kulturwissenschaften)
Prof. Dr. Belal Dawoud (Fakultät Maschinenbau)
Prof. Dr. Sabine Jaritz    (Fakultät Betriebswirtschaft)
Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker (Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften)

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen:
Martin Zauner (Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften)

Sonstige Mitarbeiter*innen:
Sandra Schäffer (Fakultät Elektro- und Informationstechnik)

Studierendenvertreter*innen:
Regina Griesbeck (Fakultät Informatik und Mathematik)
Florian Hollweg (Fakultät Maschinenbau)

Frauenbeauftragte:
Prof. Dr. Christine Süß-Gebhard (Fakultät Informatik und Mathematik)

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news-15785 Fri, 15 Oct 2021 08:20:00 +0200 Dozierende aus vier Ländern zu Gast an der Fakultät Informatik und Mathematik https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/dozierende-aus-vier-laendern-zu-gast-an-der-fakultaet-informatik-und-mathematik.html Auch im Wintersemester 2021/2022 wird das internationale Gastdozierendenprogramm an der Fakultät Informatik und Mathematik weitergeführt. Dozierende aus Irland, Italien, Neuseeland und Singapur bieten Vorlesungen in der Fakultät an. --- ENGLISH VERSION BELOW ---

Internationalisierung und Digitalisierung gehen beim Gastdozierendenprogramm der Fakultät Informatik und Mathematik Hand in Hand: Die englischsprachigen Kurse werden entweder vollständig virtuell oder im Rahmen von Blended Learning angeboten. Teilweise sind sie auch für Studierende ausgewählter ausländischer Partner der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) im Rahmen des virtuellen Studierendenaustauschs geöffnet.

Istvan Lengyel (Eastern Institute of Technology, Neuseeland) lehrt einen Kurs "Applied Data Science with Python", der von den Studierenden stark nachgefragt wurde und deshalb dieses Semester erneut angeboten wurde. David Drohan (Waterford Institute of Technology) führt die Studierenden in Grundlagen der App-Programmierung mit Kotlin ein. Petteri Kaskenpalo bietet einen Kurs zu "Human-Computer-Interaction" an während Prof. Paolo Ceravolo (Uni Mailand) das Trendthema "Process Mining" beleuchtet. Amit Sarkar bietet im Rahmen der Regensburg School of Digital Sciences (RSDS) einen Kurs zu "E-Government und Smart Cities" an. Andreas Drechsler (Victoria University of Wellington) wiederum lehrt "IT-Controlling" im Master Informatik und Master Logistik.

Nähere Informationen zum "Computer Science Programme in English" können online entnommen werden.

„Wir sind sehr froh, unseren Studierenden ein so breites Spektrum an inhaltlich spannenden Vorlesungen auf Englisch bieten zu können. Gerade Themen wie Process Mining oder Datenanalyse mit Python sind im Kontext von KI, Industrie 4.0 und Internet-of-Things (IoT) hochaktuell. Darüber hinaus können wir damit unser englischsprachiges Kursangebot ausbauen und ein großes Vorlesungsportfolio auf Englisch anbieten“, sagt Prof. Dr. Christoph Skornia, Dekan der Fakultät Informatik und Mathematik.

„Durch das Gastdozierendenprogramm intensivieren wir die kollegialen Beziehungen zu den Gästen und ihren Heimathochschulen. Aus den Besuchen in den letzten Semestern, haben sich zahlreiche Austauschmöglichkeiten ergeben. Das Gastdozierendenprogramm wird von unseren Studierenden gut angenommen und geschätzt, was sich auch regelmäßig in Studierendenumfragen zeigt, in denen der Ausbau des englischsprachigen Kursangebots gewünscht wird. Darüber hinaus haben wir zahlreiche virtuelle Gasthörer aus aller Welt, die an diesen Vorlesungen teilnehmen“, ergänzt Prof. Dr. Markus Westner, Auslandsbeauftragter und Studiendekan der Fakultät, der das Programm initiiert hat.

 

--- ENGLISH VERSION ---

Lecturers from four countries visiting the Faculty of Computer Science and Mathematics

The international guest lecturer program at the Faculty of Computer Science and Mathematics will continue in the winter semester 2021/2021. Lecturers from Ireland, Italy, New Zealand and Singapore will offer lectures in the Faculty's Master's and Bachelor's programs.

Internationalization and digitization go hand in hand: the English-language courses are offered either completely virtually or as part of blended learning. Some of them are also open to students of selected foreign partners of OTH Regensburg through virtual student exchange.

Istvan Lengyel (Eastern Institute of Technology, New Zealand) teaches a course "Applied Data Science with Python", which was in high demand by students and therefore offered again this semester. David Drohan (Waterford Institute of Technology) introduces students to basics of app programming with Kotlin. Petteri Kaskenpalo offers a course on "Human-Computer-Interaction" while Prof. Paolo Ceravolo (University of Milan) highlights the trendy topic of "Process Mining". Amit Sarkar offers a course on "E-Government and Smart Cities" as part of the Regensburg School of Digital Sciences (RSDS). Andreas Drechsler (Victoria University of Wellington) teaches "IT-Controlling" in the Master of Computer Science and Master of Logistics.

More information about the "Computer Science Programme in English" can be found online.

„We are very happy to be able to offer our students such a wide range of exciting lectures in English. Especially topics like process mining or data analysis with Python are highly topical in the context of AI, Industry 4.0 and Internet-of-Things (IoT). In addition, it allows us to expand our English-language course offerings and offer a large lecture portfolio in English“, says Prof. Dr. Christoph Skornia, Dean of the Faculty.

„Through the guest lecturer program, we are intensifying faculty relationships with the guests and their home universities. From the visits in the last semesters, numerous exchange opportunities have arisen. The guest lecturer program is well received and appreciated by our students, which is also regularly reflected in student surveys in which the expansion of the English-language course offerings is desired. In addition, we have numerous virtual guest lecturers from all over the world who take part in these lectures“, adds Prof. Dr. Markus Westner, International Relations Officer and Dean of Studies at the Faculty, who initiated the program.

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Nachrichten-Akademisches Auslandsamt Nachrichten-Fakultät-Informatik-und-Mathematik
news-15789 Thu, 14 Oct 2021 09:14:46 +0200 Pommes und Kirschen – oder: Digitalisierung an der OTH Regensburg https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/pommes-und-kirschen-oder-digitalisierung-an-der-oth-regensburg.html Was eine Pommesbude mit Big Data zu tun hat und die Kirschenernte mit Robotik und höherer Mathematik, das erfuhren die Teilnehmenden beim ersten Vortrag der Reihe "OTH Regensburg STADTnah" bei MINT-Labs Regensburg e.V. im RUBINA. Der Auftakt zur Vortragsreihe "OTH Regensburg STADTnah" am 12. Oktober 2021, die die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens als Fachhochschule mit Unterstützung der Stadt Regensburg auf die Beine gestellt hat, war ein voller Erfolg. Auch Prof. Dr. Georg Stephan Barfuß von der Stadt Regensburg war davon mehr als angetan: „Sie sehen einen begeisterten, stolzen und glücklichen Wissenschaftsreferenten vor sich.“

Spannende Vorträge zu Big Data, Medizinische Bildverarbeitung und Robotik

„Möchten Sie vielleicht Pommes zu den Pommes?“ Dr. Johannes Schildgen, Professor für Datenbanken mit dem Schwerpunkt "Big Data" an der OTH Regensburg, erläuterte, wie das Empfehlungssystem von Amazon funktioniert und wie man dies auf eine Pommesbude übertragen kann. Volume, Velocity, Variety, Veracity: Schildgen zeigte, wie die Analyse von Big Data Muster, Trends, Zusammenhänge und Unregelmäßigkeiten sichtbar macht – und das auf äußerst unterhaltsame Art und Weise.

Damit alle Studierenden unabhängig von der Fachrichtung, die sie für ihr Studium gewählt haben, selbst mit Datenbanken arbeiten, programmieren und digitale Tools nutzen können, entwickelt die OTH Regensburg an ihrer Regensburg School of Digital Sciences (RSDS) ein Zusatzstudium über drei Semester. "Build digital competence and explore Digital Sciences" (BeDiSc) heißt das Forschungsprojekt. Im Zentrum steht eine Lernbox mit, so Prof. Dr. Schildgen, „lauter coolen Sachen“ wie Lego-Robotern oder einem Kit als erstem Zugang zum Internet der Dinge.

Weltweit führend ist die OTH Regensburg in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Augsburg, wenn es um den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin geht. Genauer: Um die Früherkennung von Barrett-Ösophagus, einer Entzündung der Schleimhaut der Speiseröhre, die nicht selten eine Vorstufe einer Krebserkrankung ist. Dr. Christoph Palm, Professor für Medizinische Bildverarbeitung, zeigte, wie er und sein Team aus Doktoranden und Studierenden am Labor Regensburg Medical Image Computing (ReMIC) mit der computergestützten Analyse von medizinischen Bilddaten arbeiten. Die in Regensburg entwickelte KI hilft, das Barrett-Syndrom oder ein Karzinom bei einer Endoskopie in Echtzeit zu erkennen und gibt Mediziner*innen für den Fall, dass eine Operation nötig ist, Tipps zur optimalen Durchführung. Klar ist für Prof. Dr. Palm dabei, dass die KI nur „ein kleiner Zusatzarzt“ ist, der etwa niedergelassenen Gastroenterolog*innen, die nur selten mit Barrett-Ösophagus konfrontiert werden, bei der Diagnose und den weiteren einzuleitenden Schritten eine Hilfe ist. Oder anders: Die Entscheidung, was genau zu tun ist, treffen Ärzt*innen, nicht die KI.

„Mit Mathematik sind alle Kirschen des Universums erreichbar.“

Vom OP-Saal ging es im Anschluss mit Dr. Martin Weiß in den heimischen Garten zur Kirschenernte. Dieses anschauliche Beispiel nutzte der Professor, um den Einsatz von Mathematik in der Robotik zu verdeutlichen. Ein Roboter, der in der Industrie an Flugzeugrümpfen Löcher bohren oder Nieten setzen muss, stehe im Endeffekt vor den gleichen Herausforderungen, wie ein Kleingärtner bei der Kirschenernte: Viele zu erledigende Aufgaben (jede Kirsche ist ebenso ein Prozesspunkt, wie jede Niete), hoher Kraftaufwand, gefährliche Tätigkeit, mechanische sowie situationsbedingte Einschränkungen und letztlich die Frage: Wo ist der ideale Standort für den Roboter in der Industrie – und für den Kleingärtner und seine Leiter am Kirschbaum? Klingt logisch, bringt tatsächlich aber Studierende im 6. Semester Mathematik an ihre Grenzen, wenn sie feststellen, das herkömmliche Berechnungsmethoden der Optimierung hier nicht greifen. Prof. Dr. Martin Weiß jedoch hat das mathematische Problem gelöst und kommt augenzwinkernd zum Fazit: „Mit Mathematik sind alle Kirschen des Universums erreichbar.“ Der Roboter dient ihm also als Beispiel dafür, was sehr theoretische Dinge aus der Mathematik und der Informatik in der realen Welt bedeuten.

Dekan Prof. Dr. Christoph Skornia hatte zuvor die Entwicklung der Fakultät Informatik und Mathematik an der OTH Regensburg skizziert, der ersten Fakultät einer Fachhochschule in Bayern, an der man bereits ab 1973 Informatik studieren konnte. Auszeichnungen, Rankings und nicht zuletzt die interdisziplinäre Bündelung von KI-Knowhow im Regensburg Center for Artificial Intelligence (RCAI): „Wir sind mit rund 1.900 Studierenden eine schöne, große und prosperierende Fakultät geworden“, sagte Skornia, und damit gut aufgestellt, die Zukunft der Digitalisierung in Regensburg und der Region mit zu gestalten.

"OTH Regensburg STADTnah": weitere Themen und Termine

Damit lag der Dekan auf einer Linie mit Prof. Dr. Wolfgang Baier. Der Präsident der OTH Regensburg machte deutlich, dass sich seine Hochschule in Lehre, Forschung und Transfer der Gesellschaft verpflichtet fühle. Das betreffe nicht nur den intensiven Austausch mit der Wirtschaft. Vielmehr wolle man die Bevölkerung anlässlich des Jubiläums teilhaben lassen an aktuellen Erkenntnissen und Errungenschaften. Prof. Baier dankte der Stadt Regensburg in Person von Prof. Dr. Georg Stephan Barfuß und von Wissenschaftsbeauftragter Dr. Nicole Litzel dafür, dass im Rahmen von "OTH Regensburg STADTnah" weitere spannende Vorträge an ebenso spannenden Orten folgen könnten.

Beantwortet werden dabei unter anderem folgende Fragen: Was können Bundesliga-Vereine von der Wirtschaft lernen? Wie wird Bayern klimaneutral? Was verraten Spuren der mittelalterlichen Bausubstanz des ehemaligen Stadtschreiberhauses? Ausführliche Informationen zu den Themen und Terminen gibt es auf unserer Website. Dort ist auch die Anmeldung zu den einzelnen Veranstaltungen möglich, die unter anderem pandemiebedingt zwingend erforderlich ist.

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Nachrichten-Fakultät-Informatik-und-Mathematik
news-15787 Thu, 14 Oct 2021 08:51:00 +0200 "Data Science aus dem Wald" setzt sich gegen internationale Konkurrenz durch https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/data-science-aus-dem-wald-setzt-sich-gegen-internationale-konkurrenz-durch.html Ein Informatik-Team der OTH Regensburg konnte sich bei der Data Science Challenge in Dresden den ersten Platz sichern. Das Thema der diesjährigen Challenge: Energiewende. „Data Science aus dem Wald“ klingt ein bisschen nach Understatement. Falls Michael Dinzinger, Lukas Gräf und Sebastian Strasser, Studierende des Masterstudiengangs Informatik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg), ihre Mitbewerber*innen damit ein wenig in Sicherheit wiegen wollten, so war diese Taktik von Erfolg gekrönt: Das Trio sicherte sich den ersten Platz und ein Preisgeld von 750 Euro bei der Data Science Challenge zum Thema "Energiewende" im Rahmen der 19. Fachtagung für Datenbanksysteme für Business, Technologie und Web (BTW21) in Dresden.

Bei der diesjährigen Data Science Challenge ging es um die Vorhersage von Leistungsdaten im Kontext der Halbleiterproduktion. Halbleiterhersteller gehören mit einem Energieverbrauch von rund 1,5 Terrawattstunden pro Jahr (maßgeblich Strom und Erdgas) zu den energieintensiven Unternehmen. „Um auf den Stromverbrauch positiv einwirken zu können, benötigen betroffene Unternehmen neben der Erkenntnis, wie viel Strom durch welche Verbraucher in welchen Bereichen genutzt wird, Kenntnisse hinsichtlich der Einflussfaktoren, wie z. B. den Einfluss spezifischer Produktionsparameter oder Komponenten (…) auf den Verbrauch“, heißt es in der Aufgabenstellung der Challenge.

„Eine besondere Herausforderung dabei war der Umgang mit Big Data. Den Studierenden wurden extrem große Datensätze mit Energie- und Prozessdaten bereitgestellt, die es zu analysieren galt. In diesen Daten waren teilweise sehr lange Zeiträume lückenhaft. Und für ebendiese Lücken sollten Vorhersagen berechnet werden“, sagt Prof. Dr. Johannes Schildgen von der Fakultät Informatik und Mathematik der OTH Regensburg, der das Team "Data Science aus dem Wald" bei dem Wettbewerb betreut hatte. „Michael Dinzinger, Lukas Gräf und Sebastian Strasser haben das richtig clever gemacht, indem sie die einzelnen Produktionsanlagen in Kategorien eingeteilt und sich dann für jede dieser Kategorien spezieller Methoden des maschinellen Lernens bedient haben", so Schildgen.

Die Jury unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Lehner von der Technischen Universität Dresden bewertete bei ihrer Auswahl der Preisträger die Genauigkeit des Vorhersage-Modells sowie Erklärbarkeit und Anwendbarkeit. Internationale Konkurrenz: Auf Platz zwei des Wettbewerbs landete Jonathan Gerber von der ZHAW Zürich.

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news-15775 Wed, 13 Oct 2021 07:49:00 +0200 Auslandspraktikum bei Tesla in Griechenland https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/auslandspraktikum-bei-tesla-in-griechenland.html Masterstudent Thomas Wenzl durfte ein freiwilliges Praktikum bei Tesla in Griechenland absolvieren und konnte trotz COVID-19 bedingter Einschränkungen wertvolle Erfahrungen für Beruf und Leben sammeln. Nach frühzeitiger Bewerbung und mehreren Auswahlverfahren war es endlich soweit: Thomas Wenzl hatte die Zusage für ein Praktikum bei Tesla in Griechenland. Der Student des Masterstudiengangs Elektromobilität und Energienetze freute sich sehr, dass er die Möglichkeit hatte, von Oktober 2020 bis März 2021, bei diesem renommierten Unternehmen im Bereich "Elektromotoren" als Praktikant tätig zu werden. Im folgenden Interview erzählt er von seinen Erfahrungen und gibt nützliche Tipps zum Auslandspraktikum.

Was hat Sie dazu motiviert, für ein Praktikum ins Ausland zu gehen?

Ich habe im Bachelorstudium bereits ein Praktikum in Deutschland gemacht und während des Masterstudiums als Werkstudent und als Masterand bei deutschen Firmen gearbeitet. Daher war es für mich ein Muss, ins Ausland zu gehen. Außerdem wollte ich den Auslandsaufenthalt fachlich kombinieren und direkt bei einer Firma hineinschnuppern. Für die Bewerbungen hatte ich mir Tesla in den USA als erste Option gesetzt und ich war dann auch sehr glücklich, dass es bei meiner Wunschfirma geklappt hat.

Wie kamen Sie zu Tesla? Was hat Sie an einer Tätigkeit bei dieser Firma gereizt?

In der Elektromobilität ist Tesla der Vorreiter und war auch während meines gesamten Studiums in aller Munde. Die Firma gilt auch besonders bei den elektrischen Maschinen, also beim Antrieb, als sehr gut aufgestellt. Bis ich die Zusage für mein Praktikum bei Tesla hatte, gab es einen längeren Bewerbungsprozess, der schon eine Herausforderung für mich war. Für die Abteilung selbst gab es keine festen, ausgeschriebenen Stellen und ich habe mich einfach initiativ beworben. Im Anschluss musste ich mehrere Video-Interviews und einen Test absolvieren. Die fachlichen Fragen waren nicht nur sehr anspruchsvoll, der Test war auch in der vorgegebenen Zeit von eineinhalb Stunden nicht zu schaffen. Ich habe die Fragen aber dann so gut es ging beantwortet und war am Ende erfolgreich. Vor allem nach dem Test habe ich mir gedacht, dass ich nicht bestanden hätte, weil ich nur gut die Hälfte der Fragen beantworten konnte. Hinzu kam, dass wegen der Coronalage zu der Zeit schon klar war, dass ich das Praktikum so in den USA nicht machen konnte. Ich hatte zwei Möglichkeiten: Entweder warte ich ein Jahr lang, ob sich die Situation verbessert oder ich frage in der Abteilung in Griechenland an, wo es von Deutschland aus keine Reisebeschränkungen gab. Ich habe mich dann für eine Tätigkeit in Griechenland entschieden, hatte mit der Abteilung dort ein weiteres Bewerbungsgespräch und dann hat alles seinen Gang genommen.

Hat COVID-19 Ihre Auslandspläne und das Auslandspraktikum bis auf die Wahl des Landes sonst noch beeinflusst?

Die Pandemie hat auch mein Leben in Athen stark beeinflusst. Im Oktober, als ich angekommen bin, war die Situation eigentlich noch entspannt, weil die Infektionszahlen relativ niedrig waren. Im Laufe des Oktobers hat sich die Lage immer mehr verschärft und ab 7. November kam dann der Lockdown. Dann durfte man fast nichts mehr und der Lockdown war noch ein bisschen strenger geregelt als in Deutschland. Man musste zum Beispiel per SMS an eine Nummer der Regierung ankündigen, wo man hingeht, warum man dahingeht und wie lange man unterwegs sein möchte. Das wurde auch kontrolliert. Nur aufgrund dessen, dass ich mein Praktikum bei Tesla gemacht habe und eine Ausnahmegenehmigung hatte, konnte ich mich relativ uneingeschränkt bewegen. Ich musste meine Genehmigung in Papierform aber immer mit mir führen. Wir hatten Büroarbeit und Laborarbeit gekoppelt und deshalb musste ich vor Ort arbeiten und war fast jeden Tag im Büro. Ich glaube, nur ca. eine Woche vom gesamten Praktikum war ich im Home Office. Reisen, Land und Leute kennenlernen waren durch den Lockdown leider nicht möglich. Was ich aber schon machen konnte war Zeit mit Leuten, die ich im Praktikum kennengelernt habe, und deren Bekannten und Familien zu verbringen. Soweit es innerhalb der Coronaeinschränkungen möglich war, konnte ich außerdem zumindest den Großraum Athen erkunden.

Was haben Sie bei Tesla gemacht? In welchem Bereich waren Sie tätig?

Das Büro in Athen ist eine reine Entwicklungsabteilung, also im Bereich "Research and Development". Als Praktikant dort durfte ich an der Motorentwicklung teilnehmen. Dabei haben mein Praktikantenkollege und ich Materialmessungen für die Motormaterialien gemacht. Zudem haben wir das Labor auch mit eingerichtet, da es die Abteilung an dem Standort erst ca. zwei Jahre gab und alles eher in den Startlöchern stand. Wir haben auch den Prozess für die Arbeit dort aufgebaut und definiert, wie man die Materialproben empfängt, wie sie vermessen werden und wie man die Ergebnisse weiterverarbeitet. Da mein Kollege und ich beide Masterstudenten kurz vor dem Abschluss und somit schon fast fertige Ingenieure waren, haben wir außerdem einiges an Forschungsarbeit selbst gemacht, das heißt Computermodelle erstellt, Paper gelesen, die Erkenntnisse der Paper in Simulationsmodellen angewendet und unsere Messergebnisse in die Simulationsmodelle eingespeist. Wir waren wirklich direkt an der Motorentwicklung beteiligt. Bei Tesla wird viel von den Praktikant*innen verlangt und es ist gefordert, dass man präsent ist, Leistung bringt und große Initiative zeigt. Wir hatten meist einen normalen Arbeitstag, aber sind aus Interesse auch oft länger im Büro geblieben.

Was nehmen Sie von Ihrer Auslandserfahrung mit?

Das Auslandspraktikum hat mir sehr viel gebracht, sowohl fachlich als auch persönlich. Fachlich war es wirklich top, vor allem, weil ich mich vorher noch nicht mit Materialforschung beschäftigt, sondern mich eher auf Motordesign spezialisiert hatte. Daher war ich in einem für mich neuen Feld tätig und konnte wertvolles Wissen und Erfahrung hinzugewinnen. Ich habe mich mit den Kollegen dort angefreundet, unterschiedliche Arbeitsweisen kennengelernt und meine eigene Arbeitsweise reflektiert. Ich denke, dass ich durch die Spontaneität und Improvisation in der Abteilung auch viel für die Art und Weise wie ich arbeite mitnehmen kann und auch in dieser Hinsicht positiv beeinflusst wurde. Vor meinem Auslandsaufenthalt hatte ich zudem relativ großen Respekt vor der Kommunikation mit den Kollegen auf Englisch und habe mich gefragt, ob und wie ich mich im Ausland zurechtfinde. Das Auslandspraktikum hat mir jegliche Angst vor dem Arbeiten im Ausland genommen, sodass ich mir auch zukünftig vorstellen kann, in einem anderen Land zu arbeiten.

Würden Sie Ihren Mitstudierenden einen Auslandsaufenthalt empfehlen?

Ich selbst war im Bachelor ein bisschen ängstlich, weil ich nicht genau wusste, ob ich mir die Credits oder ein Praktikum im Ausland anrechnen lassen kann. Ich wollte meinen Studienverlauf nicht gefährden, zumal ich auch ein Stipendium erhalten habe und dadurch etwas unter Leistungsdruck stand. Mein Auslandspraktikum war eine sehr schöne Erfahrung für mich und das würde ich jedem so früh wie möglich empfehlen. Am besten nicht bis zum Master warten, sondern, wenn möglich, die Chancen nutzen und im Bachelor und im Master ins Ausland gehen. In Coronazeiten sollte man natürlich vorsichtig planen, aber sich trotzdem nicht vor einem Auslandsaufenthalt scheuen. Ich habe mir auch am Anfang immer gedacht, dass es sehr aufwendig ist, aber wenn man ein bisschen Motivation mitbringt und dann mit einem Auslandsaufenthalt belohnt wird, ist es das auf jeden Fall wert.

Was würden Sie Ihren Mitstudierenden bezüglich eines Auslandsaufenthaltes raten? Irgendwelche Tipps?

Besonders in Hinblick auf Corona ist es auf jeden Fall sinnvoll, im Voraus gut zu planen. Grundsätzlich ist es auch gut, wenn man früh mit der Planung anfängt. Aber auch wenn es kurzfristig ist oder zu spät erscheint, lohnt es sich immer noch, etwas zu suchen und nicht deswegen vor einem Auslandspraktikum zurückzuschrecken. Auch wegen Corona sollte man sich von einem Praktikum außerhalb von Deutschland nicht abhalten lassen und trotzdem aktiv auf Firmen zugehen. Ansonsten sollte man sich auf jeden Fall an die Beratungsstellen der OTH Regensburg wenden. Das Akademische Auslandsamt hat mir sehr geholfen. Dort bekommt man alle Informationen, die man braucht. Ich war in der Planungsphase und auch für den Bewerbungsunterlagencheck sehr häufig in Kontakt mit Teresa Ehl vom Akademischen Auslandsamt. Dafür möchte ich auch noch einmal Danke sagen. Es hat sich sehr gelohnt! Auch ein großes Dankeschön an die Professor*innen, die mir Empfehlungsschreiben geschrieben haben. Die gesamte Unterstützung von der OTH Regensburg war super – besser hätte es nicht laufen können!

 

Auch Interesse an einem Auslandspraktikum? Bei den Informationsveranstaltungen des Akademischen Auslandsamts "Das Praktikum im Ausland – Mein Weg dorthin" (26. Oktober 2021, 17 Uhr) und "Das Praktikum im Ausland – Bewerben auf Englisch" (9. November 2021, 17 Uhr) erhalten Sie alle wichtigen Informationen zur Planung und Durchführung eines Auslandspraktikums.

Außerdem finden Sie auf den Seiten des Akademischen Auslandsamts nützliche Informationen zum Studium im Ausland, Praktikum im Ausland und zur Abschlussarbeit im Ausland. Gerne helfen Ihnen die Ansprechpartner*innen des Akademischen Auslandsamts bei der Planung weiter.

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