OTH Regensburg https://www.oth-regensburg.de Aktuelles von der OTH Regensburg en-gb Fri, 19 Apr 2019 21:14:43 +0200 Fri, 19 Apr 2019 21:14:43 +0200 TYPO3 EXT:news news-12853 Thu, 18 Apr 2019 10:42:00 +0200 Konvent und Fachschaften spenden mit Party für guten Zweck https://www.oth-regensburg.de/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/konvent-und-fachschaften-spenden-mit-party-fuer-guten-zweck.html Am 19. März 2019 organisierte der studentische Konvent der OTH Regensburg zusammen mit den Fachschaften die traditionelle NEON-Party. Die Einnahmen in Höhe von 800 Euro gingen als Spende an Hydro Solution e. V. Wie jedes Semester fand auch zum Start des Sommersemesters 2019 die traditionelle "NEON-Party" statt, organisiert vom Konvent der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) sowie den Fachschaften Architektur, Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik, der Fachschaft Bau, den Fachschaften Betriebswirtschaft, Elektro- und Informationstechnik, Informatik und Mathematik sowie Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften.

Die traditionelle Party für die neuen Studierenden wurde, wie gewohnt, im Kulturzentrum "Alte Mälzerei", wenige Laufminuten vom Campus der OTH Regensburg entfernt, veranstaltet. Viel Leuchtfarbe und UV-Licht, gepaart mit ausgezeichneter Tanzmusik von "DJ Soul" sowie "Gretchen will Tanzen", lockten knapp 300 Gäste an, sodass der Club gut gefüllt war.

Durch die erzielten Einnahmen konnte somit eine stolze Summe von 800 Euro an den gemeinnützigen Verein Hydro Solution e. V. gespendet werden. Dieser Verein widmet sich der Entwicklung und Implementierung von Wasserfiltern für arme Regionen dieser Welt. So können mit den erzielten Partyeinnahmen mehrere Haushaltsfilter gebaut werden, welche bis zu an die 200 Personen mit sauberem Trinkwasser versorgen können.

Es ist nicht nur den zahlreichen Gästen zu verdanken, dass so eine hohe Spende geleistet werden konnte. Auch die Alte Mälzerei beteiligte sich an der Spende, indem sie die Raummiete erließ.

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news-12855 Tue, 16 Apr 2019 16:28:00 +0200 Neue Softwarelizenzen zur Programmierung eingeworben https://www.oth-regensburg.de/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/neue-softwarelizenzen-zur-programmierung-eingeworben.html Prof. Dr. Daniel Münch von der Fakultät Informatik und Mathematik hat Softwarelizenzen im Wert von 45.660 US-Dollar zur kostenlosen Nutzung für Forschung und Lehre eingeworben. Softwarelizenzen im Wert von 45.660 US-Dollar zur kostenlosen Nutzung für Forschung und Lehre konnte Prof. Dr. Daniel Münch von der Fakultät Informatik und Mathematik der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) einwerben. Insbesondere den Bereichen Embedded Systems und Cloud Computing steht damit neueste Technologie zur Verfügung. Bei den Lizenzen handelt es sich um spezielle Xilinx-Softwarelizenzen für die Entwicklung von FPGA-Technologie (Field Programmable Gate Array).

Damit können die bisher schon vorhandenen Angebote in den Fächern Angewandte FPGA Programmierung (DAFP) in Bachelorstudiengängen der Informatik als auch in Hardware-Software-Codesign (HSC) im Master Informatik weiter ausgebaut werden. Insbesondere das Entwickeln von Hardware-beschleunigten Funktionen für Embedded Systems als auch für Cloud Computing wird dadurch vertieft.

Typische Anwendungen für Embedded Systems sind unter anderem die (Echtzeit-)Datenverarbeitung für Funkkommunikation, Netzwerk und Video. Typische Anwendungen im Cloud Computing und Serverumfeld sind Security-Funktionen (Encryption/Decryption), Big Data-Funktionen (Compression) und Bilderkennung (Machine Learning).

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Nachrichten-Fakultät-Informatik-und-Mathematik
news-12854 Tue, 16 Apr 2019 13:30:00 +0200 Projekt „TheCoS – Thermoplastische Faserverbundstrukturen“ auf der Zielgerade https://www.oth-regensburg.de/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/projekt-thecos-thermoplastische-faserverbundstrukturen-auf-der-zielgerade.html Das internationale Forschungsprojekt „TheCoS – Thermoplastische Faserverbundstrukturen“ leistet einen großen Beitrag zur grenzüberschreitenden Vernetzung. Im April 2019 fand ein Projekttreffen an der OTH Regensburg statt. Am 3. April 2019 lud das Wissenschaftsteam der Labore Faserverbundtechnik unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Ingo Ehrlich und Laser-Materialbearbeitung unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Stefan Hierl die Projektpartner vom "New Technologies - Research Center" (NTC) der Westböhmischen Universität Pilsen (Tschechische Republik) zum großen Projekttreffen an die Fakultät Maschinenbau der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) ein, um über die geleisteten Fortschritte und die abschließenden Arbeitspunkte zu diskutieren.

Wichtiger Beitrag zur grenzüberschreitenden Vernetzung

Das Projekt „TheCoS – Thermoplastische Faserverbundstrukturen“ leistet einen wesentlichen Beitrag zur grenzüberschreitenden Vernetzung der Forschungseinrichtungen NTC und OTH Regensburg, wodurch die Forschung durch die Ergänzung der jeweiligen Kompetenzen an beiden Standorten gestärkt wird. Die erzielten Ergebnisse des Projekts bilden die Grundlage für die Entwicklung neuer Strukturelemente aus faserverstärkten Thermoplasten und deren Fügetechnologie mittels Laser-Durchstrahlschweißen für den Einsatz neuartiger Leichtbaustrukturbauteile beispielsweise für die Flugzeug- und Automobilindustrie.

Das dreijährige Projekt erhält im Rahmen des „INTERREG V-A“-Programms des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit des Freistaats Bayern und der Tschechischen Republik mit dem Ziel der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit (ETZ) von 2014 bis 2020 Fördermittel in Höhe von zirka 600.000 Euro (Anteil OTH Regensburg). Das gesamte Projektvolumen beträgt rund 1,1 Millionen Euro.

Geplant: Workshops für bayerische und tschechische Industrie

Da das EU-Forschungsprojekt zum 31.08.2019 endet, wurden nun die letzten zu leistenden Arbeitspakete für die Fachgruppen Materialwissenschaften sowie Laser- und Temperaturmesstechnik besprochen und Zuständigkeiten aufgeteilt. Als wichtiges, abschließendes Projektziel wurde bereits im Forschungsantrag eine Planung von grenzübergreifenden Workshops für interessierte Vertreterinnen und Vertreter aus der bayerischen und tschechischen Industrie zum Projektende bedacht. Dieser Wissens- und Technologietransfer mit dem Titel „Reinforced Thermoplastics in Lightweight Structures and their Welding“ wurde während des Treffens hinsichtlich Inhalt und den zu bedenkenden Rahmenbedingungen geplant. 

Ein erster vorläufiger Termin für den kostenlosen und auf Englisch geführten Workshop ist der 15. Mai 2019 in den Räumlichkeiten der OTH Regensburg. Alle Interessierten können sich dazu möglichst zeitnah beim zentralen Ansprechpartner des Projekts Marco Siegl, M.Sc. anmelden. Außerdem steht dieser für alle administrativen und fachlichen Fragestellung zur Verfügung.

Präsentation der Ergebnisse

Des Weiteren wurden letzte Ergebnisse im Bereich der kontaktlosen Temperaturmesstechnik während des Laser-Durchstrahlschweißprozesses am NTC durch Ing. Jirí Martan, Ph.D. präsentiert. Die Simulation des Laser-Durchschweißprozesses zur Berechnung der Temperaturfelder in Bauteilen wurde anschaulich von Johannes Käsbauer, M.Sc., dem Projektteam erläutert. Zudem demonstrierte Korbinian Schröcker, M.Eng., eine Methode zur Prozesskontrolle mittels pyrometrischer Temperaturüberwachung sowie die ersten Schweißversuche von eigens hergestellten, faserverstärkten Thermoplast-Probekörpern. Diese wurden vorab in der selbst entwickelten Wickelanlage hergestellt, deren prinzipieller Aufbau mit optimierten Imprägnierprozess von Marco Siegl erläutert wurde. 

Zur besseren Veranschaulichung begab sich das TheCoS-Team ins Labor, um sich die innovative Neuentwicklung vor Ort anzusehen. Dort stellte Masterand Sven Ladewig, B.Eng., das Wickelverfahren vor und beantwortete alle relevanten Fragen beispielsweise zur Temperaturregelung. Im Zuge dessen konnte Ing. Tomás Kovárík die vollzogenen Materialuntersuchungen zur Qualifizierung der Eigenfertigung vorstellen. Im Laufe der Optimierung der Imprägnier- und Wickeltechnik zeigte sich durch µCT-Untersuchungen der einzelnen Versuchsreihen ein deutlicher Anstieg des Faservolumengehalts, der homogenen Verteilung der Filamente und eine vollkommene Durchtränkung der Fasern mit Thermoplast. 

Diese Ergebnisse lassen sich ebenfalls durch Dynamisch-Mechanische Analysen (DMA) bestätigen. Hierbei ist ein Anstieg der Materialsteifigkeit festgestellt worden, wodurch nun eine stabile Prozessführung mit optimierten Einstellparametern wie beispielsweise der idealen Aufschmelztemperatur des Granulats beim Imprägnierprozess gewährleistet ist.

Erstellen eines Demonstrator als letzter Schritt

Ein letzter Schritt im Projekt ist nun die Erstellung eines Demonstrators, der einerseits die Realisierung einer funktionierenden Imprägniertechnik mit nachgeschaltetem Wickelprozess für faserverstärkte Thermoplaste widerspiegelt, sowie die Möglichkeit einer Schweißung mit einem anderen Kunststoff mittels Laser-Durchstrahlschweißen in Kombination mit geeigneter Temperaturüberwachung. Diese Verbindungsart zwischen einem endlosfaserverstärkten Bauteil und einem Kunststoff lässt zukunftsweisend neue Konstruktions- und Anbindungsmöglichkeiten mit Leichtbaupotenzial in vielen verschiedenen Branchen zu.

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Nachrichten-Akademisches Auslandsamt Nachrichten-Forschung Nachrichten-Fakultät-Maschinenbau
news-12849 Tue, 16 Apr 2019 09:06:54 +0200 Konstituierende Sitzung des Friedrich-Mielke-Instituts für Scalalogie https://www.oth-regensburg.de/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/konstituierende-sitzung-des-friedrich-mielke-instituts-fuer-scalalogie.html Mit der konstituierenden Sitzung des Friedrich-Mielke-Instituts für Scalalogie am 27. März 2019 ist die Einrichtung für Treppenforschung (Scalalogie) offiziell als eigenständige Forschungsstelle der OTH Regensburg verankert worden. Die Wissenschaftliche Leitung hat Prof. Dr.-phil. Ulrike Fauerbach inne. Seit 2012 übergab Professor Dr.-Ing. Friedrich Mielke schrittweise den überwiegenden Teil seiner umfangreichen wissenschaftlichen Sammlung als Vorlass an die damalige Hochschule Regensburg. Mit dem Tod des Begründers der Scalalogie im Jahr 2018 gingen weitere Inhalteder international einzigartigen Sammlung an die OTH Regensburg, darunter zahlreiche treppenkundliche Dossiers, zum Teil in Form von gehefteten Zettelsammlungen, 50 Treppenmodelle, Original-Treppenteile, Abbildungen von Treppen in Form von Dias und Fotos, eine rund 2000 Titel umfassende Fachbibliothek sowie die Korrespondenz von Friedrich Mielke.

Bisher waren Mitarbeiter der Fakultät Architektur mit der Sortierung und Bewertung des Archivs beschäftigt. So wurde eine Systematik entwickelt, es wurden Ausstellungen organisiert – herausragend war die Teilnahme an der Biennale 2014 in Venedig -, Seminare und Abschlussarbeiten im Bereich Treppenforschung haben stattgefunden und andere Hochschulen waren zur Besichtigung der Sammlung zu Besuch an der OTH Regensburg. 

Als eines der strategischen Ziele des Instituts gab Prof. Dr.-phil. Ulrike Fauerbach das „stärkere Hineinwirken der Treppenforschung in die Lehre in allen Studiengängen der Fakultät Architektur“ an. Außerdem solle noch 2019 die Nutzbarmachung des Archivs vorangetrieben werden, sowie die Website umstrukturiert werden. Für das kommende Jahr stehen eine Online-Neuausgabe des vergriffenen „Handbuchs der Treppenkunde“ und die Vorbereitung des 100. Geburtstags von Friedrich Mielke im September 2021 auf dem Programm.  
 

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Nachrichten-Fakultät-Architektur
news-12840 Mon, 15 Apr 2019 13:55:00 +0200 Nächtliche Entdeckertour durch die verschiedenen Disziplinen https://www.oth-regensburg.de/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/naechtliche-entdeckertour-durch-die-verschiedenen-disziplinen-1.html Unter dem Motto "Innovation erleben" kamen am Freitagabend, 12. April 2019, rund 2.000 Besucherinnen und Besucher zur fünften "Nacht.Schafft.Wissen" an den Campus in der Galgenbergstraße. [BILDERGALERIE | VIDEO]

Wenn im Hörsaal ein Internationaler Krisenstab im Einsatz simuliert wird und im Seminarraum mit Muskelkraft gesteuerte Roboter durch Pappkulissen fahren und im Playmobilmusterhaus gezeigt wird, wie Technik das Leben im Alter leichter machen kann, dann ist an der OTH Regensburg Wissenschaftsnacht. In den Laboren, bei Experimenten und in Vorträgen konnten die Besucherinnen und Besucher Neues aus der Welt der Wissenschaft und Forschung entdecken.

Vor allem in den frühen Abendstunden zog das abwechslungsreiche Kinderprogramm zahlreiche Familien an. An der vom Stadtmarketing im Auftrag der Stadt Regensburg organisierten Veranstaltung nahmen neben der OTH Regensburg fünfzehn in der Stadt angesiedelte Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen teil.

Laborführungen und Experimente

Ab 18 Uhr waren insbesondere die Infostände im Foyer des Maschinenbaugebäudes Dreh- und Angelpunkt. Hier starteten die Gäste zum Rundgang durch die Fakultäten mit ihren Lehr- und Forschungsthemen wie Straßenbau, Laserscanning, Deiche, Industrielle Elektrik und Implantante. Wer keinen Platz mehr in den anmeldepflichtigen Veranstaltungen bekommen hatte, konnte sich hier dennoch ausprobieren: Sei es bei der Lichtschnitzeljagd der Fakultät Elektro- und Informationstechnik oder den Geduldsspielen mit Schiebekästchen und Zauberwürfel der Fakultät Informatik und Mathematik.

Auch die Vorträge waren gut besucht: Wer wollte, konnte den Vortrag von Prof. Dr. Thomas Falter von der Fakultät Betriebswirtschaft zum Thema "Nature or Nurture: Wie bestimmen Gene unsere Persönlichkeit?" oder den Vortrag "Planet und Plastik" von Prof. Dr.-Ing. Otto Appel von der Fakultät Maschinenbau erleben. Die Architektinnen und Architekten zeigten am Stand den virtuellen Basar von Aleppo 3 D und die Fakultät Betriebswirtschaft bot ein Wirtschaftsquiz.

Die Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik bot zudem am Rasterelektronenmikroskop eine Reise in den Mikrokosmos an. Die "Medizintechnik zum Anfassen" der Fakultät Maschinenbau war vor allem bei den jüngsten Besuchern äußerst beliebt: Mit an den Unterarmen angebrachten Sensoren konnten die Kinder Roboterautos über Rampen und durch Pappkulissen steuern.

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news-12844 Mon, 15 Apr 2019 11:54:00 +0200 Maschinenbau-Studierende für Abschlussarbeiten in China https://www.oth-regensburg.de/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/maschinenbau-studierende-fuer-abschlussarbeiten-in-china.html Regensburger Pioniere in China: Drei Studierende der Fakultät Maschinenbau wagten das Abenteuer, im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten sechs Wochen an der Shenzhen Technology University in China zu forschen und zu arbeiten. Da die Shenzhen Technology University (SZTU) im Süden Chinas eine sehr junge Universität ist, die sich aktuell noch im Aufbau befindet, waren die drei jungen Maschinenbauer von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) gewissermaßen Vorreiter, denn sie waren dort die ersten internationalen Studierenden der OTH Regensburg.

An der OTH Regensburg hörten Oliver Grill (Bachelor Maschinenbau), Johannes Herrmann und Tobias Bohrer (beide Master Maschinenbau) während Praktika und Labortätigkeiten bei Siegfried Schrammel von der Möglichkeit, Abschlussarbeiten in China durchzuführen. Siegfried Schrammel war zuvor selbst schon zwei Mal an der SZTU und schuf damit die Basis für diesen Austausch: Bei seinem ersten Besuch baute er dort gemeinsam mit Ph.D. Wenjing Shen ein Braulabor auf und nahm eine 200-Liter-Brauanlage in Betrieb. Während seines zweiten Aufenthalts optimierte er die Anlage und bereitete den Besuch der drei Studierenden aus Regensburg vor. 

Von Mitte Oktober bis Ende November 2018 arbeiteten die drei Regensburger Studierenden an der SZTU im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten an konkreten Aufgabenstellungen, um die Brauanlage weiter zu verbessern. Prof. Dr. Gerhard Goldmann, Leiter des Labors Process Engineering an der OTH Regensburg, betreute die drei Studierenden und unterstützte sie auch bei der Bewerbung für Stipendien.

"Eine tolle und erfahrungsreiche Zeit"

Für die drei Studierenden war es ein Sprung ins kalte Wasser. China stand bei keinem der drei auf dem Plan. Das Interesse und die Neugier, eine komplett neue Kultur kennenzulernen, überwogen aber schließlich. „Es war eine tolle und erfahrungsreiche Zeit“, sind sich die drei einig, „und wir würden es auf jeden Fall wieder machen!“

„Klar hatten wir anfangs auch einen kleinen Kulturschock“, erzählt Johannes Herrmann. „Besonders die erste Autofahrt hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen: Der Straßenverkehr in China ist extrem und wir sind sehr froh, dass wir trotzdem immer gut angekommen sind.“ „Die Menschenmassen und der Mangel an Privatsphäre waren für mich anfangs auch herausfordernd“, meint Tobias Bohrer, „aber die Chinesen sind sehr freundlich und offen und ich konnte sogar Freundschaften knüpfen.“ 

Lachend berichten die drei auch von ihrem ersten Mensabesuch: Da dort kaum Gäste aus dem Westen waren, wurden sie von den chinesischen Mitstudierenden höchst interessiert beobachtet, zum Teil auch fotografiert. Das war ihnen gerade beim Essen etwas unangenehm, da ihnen in der ersten Zeit der Umgang mit den Stäbchen nicht ganz so leicht fiel.

Hervorragende Betreuung vor Ort

„Die Betreuung vor Ort war super. Frau Shen war immer für uns erreichbar, wenn Fragen waren, und hat an einem der Wochenenden sogar eine Wanderung mit uns unternommen“, erzählt Oliver Grill. „Zudem konnten wir an Exkursionen, wie zum Beipiel zur Firma Han’s Laser, teilnehmen oder Vorträge von internationalen Gastprofessoren besuchen.“  Auch fachlich und persönlich war der Aufenthalt eine wertvolle Erfahrung. Die drei Pioniere aus Deutschland konnten mit ihren positiven Erfahrungen in Regensburg schnell Kommilitoninnen und Kommilitonen begeistern und motivieren: Es gibt bereits Gespräche mit weiteren Studierenden, die Interesse an Praktika und Abschlussarbeiten an der SZTU haben.

INTERVIEW
Im Interview haben uns Oliver Grill, Johannes Herrmann und Tobias Bohrer ein paar Fragen beantwortet.

Wie war der Alltag in Shenzhen und was habt ihr in eurer Freizeit gemacht?

Da wir wie alle chinesischen Studenten auf dem Campus gelebt haben, war der Alltag sehr geregelt: Tagsüber haben wir im Labor gearbeitet; mittags und abends waren wir meist in der Mensa essen oder haben uns in einem kleinen Shop auf dem Campus etwas geholt. In der Freizeit waren wir beim Sport oder haben uns im französischen Café auf dem Campus getroffen. Mittags machen die Chinesen immer ein kleines Nickerchen – auch das haben wir uns angewöhnt.

Da der Campus etwas außerhalb des Stadtzentrums liegt, haben wir meist die Wochenenden genutzt, um ins Zentrum von Shenzhen zu fahren oder Ausflüge ans Meer zu machen. Shenzhen ist eine sehr junge, moderne und technologisch zukunftsorientierte Stadt mit ausgezeichneten Restaurants und einem sehenswerten Künstlerviertel. Eines der Highlights war der Besuch der Bar im „Kingkey 100“, einem der höchsten Gebäude der Stadt.

Was habt ihr genau gemacht während eurer Labortätigkeit im Braulabor der SZTU?

Oliver Grill: Der Hauptbestandteil meiner Bachelorarbeit war die Verbindung der SPS der Brauanlage mit LabVIEW durch OPC. Dadurch konnte die Anlage teilautomatisiert über den Computer gesteuert werden.

Tobias Bohrer: Ziel meiner Masterarbeit war die Implementierung einer Temperaturregelung des Maischetanks. Hierfür musste zunächst das Verhalten des Tanks experimentell bestimmt werden. Die erhaltenen Daten konnten genutzt werden, um eine Simulation der Regelung in LabVIEW mittels PID- und Fuzzy-Regler aufzubauen.

Johannes Herrmann: Ich habe vor allem die verfügbaren Daten der Anlage gesammelt und durch Experimente diverse fehlende Parameter der Brauanlage und vor allem der einzelnen Komponenten der Brauanlage ermittelt. In China habe ich begonnen, eine Simulation der Anlage mittels Aspen Hysys aufzubauen. Die Simulation soll ermöglichen, den Brauprozess quasi virtuell durchzuführen und diverse Voraussagen treffen zu können.

Was waren die Herausforderungen?

Die größte Herausforderung war sicher die Sprachbarriere. Mit Professoren und Studierenden war der Austausch auf Englisch gut möglich. Außerhalb der Uni war es aber oft schwierig, sich zu verständigen, zum Beispiel mit Taxifahrern oder in Geschäften. Da ist es sehr hilfreich, sich vorab schon Übersetzungs-Apps herunterzuladen. Da in China Services wie Google nicht verfügbar sind, war dies vor Ort in China zum Teil nicht möglich. Auch die Recherchearbeit war manchmal eine Herausforderung, weil man auf gewohnte Quellen nicht zugreifen konnte. 

Welche positiven Erfahrungen konntet ihr sammeln und was könnt ihr Studierenden mitgeben, die nach China gehen möchten?

Es war eine rundum positive Erfahrung. Die Menschen waren überaus freundlich und offen, sodass wir schnell Kontakte knüpfen konnten. Eine neue und so andere Kultur kennenzulernen, war für uns sehr bereichernd. Essenstechnisch waren wir auch positiv überrascht. Besonders beeindruckend waren die Ausflüge ins Zentrum von Shenzhen, ans Meer und, am Ende unseres Aufenthalts, nach Hong Kong – nicht vergleichbar mit dem Besuch einer europäischen Stadt.

Studierenden, die vorhaben, nach China zu gehen, können wir nur darin bestärken, den Sprung ins Ungewisse zu wagen. Wichtig ist es, frühzeitig mit dem Planen zu beginnen, da die Beantragung des Visums einige Wochen in Anspruch nehmen kann.

Bei Interesse an Praktika oder Abschlussarbeiten an der SZTU im Süden von China wenden Sie sich bitte an Elisabeth Schmid im Akademischen Auslandsamt. Zukünftig sind auch Austauschstudiensemester an der SZTU möglich. Diesbezüglich wenden Sie sich bitte an Janina Scheidl.

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Nachrichten-Akademisches Auslandsamt Nachrichten-Fakultät-Maschinenbau
news-12832 Fri, 12 Apr 2019 14:47:00 +0200 Juristische Grundlagen „wissenschaftlich, verständlich und humorvoll“ vermitteln https://www.oth-regensburg.de/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/juristische-grundlagen-wissenschaftlich-verstaendlich-und-humorvoll-vermitteln.html Prof. Dr. Christoph Knödler, Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften an der OTH Regensburg, sieht es als Gewinn, dass sich die Lehre seit seiner Studienzeit grundlegend geändert hat. Unter dem Titel „Serie: Lehre“ stellen wir ausgewählte Beispiele aus den acht Fakultäten vor, die einen Einblick in die Vielfalt der Lehre geben. „Ich bin dankbar, lehren zu dürfen. Studierende sind uns anvertraut, und ich möchte Studierende nicht als Kunden betrachten.“ Dr. Christoph Knödler ist Professor an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) und lehrt im Fach „Recht in der Sozialen Arbeit“.

Für den ehemaligen Richter am Verwaltungsgericht Regensburg ist der Weg an die Hochschule eine wirkliche Berufung: „Mein Großvater und mein Vater waren Schulleiter und die Frage nach gutem Unterricht war von klein auf Thema in unserer Familie. Ich hatte das Glück, bereits in jungen Jahren unterrichten zu dürfen, und es war von Anfang an so, als wäre ich zu Hause angekommen.“ 

Bewusst gewählt: der Blockunterricht

Das Regensburger Hochschulmagazin „OTH Regensburg aktuell” besuchte Prof. Dr. Knödler an einem Samstag im Blockseminar „Recht: Grundlagen der Methodik“, für das die Erstsemester gleich zu Beginn ihres Studiums anderthalb Tage aufbringen müssen. Den Blockunterricht, der eine Ausnahme darstellt, hat Prof. Dr. Knödler für diese Thematik bewusst gewählt: „Ich habe festgestellt, dass die Studierenden den Stoff in dieser Form besser einprägen und verinnerlichen können.“ 

Bereits nach der ersten Einheit dieses Samstagvormittags drängen die Studierenden diskutierend über das soeben Gehörte in die 15-minütige Pause. Mit PowerPoint-Präsentation, Tafelanschrieb, Videosequenzen, Arbeitsblättern, Gruppenarbeit und vor allem mit seinem Vortrag erklärt Prof. Dr. Knödler in anderthalb Tagen Grundlegendes rund um die Fallbearbeitung. Das Zitieren von Paragrafen aus dem „Bürgerlichen Gesetzbuch“ (BGB) gehört genauso dazu wie die Einordnung von Fällen in die spätere Berufspraxis, beispielsweise als Mitarbeitender in der Sozialberatung. 

Eine Atmosphäre der neugierigen Aufmerksamkeit

Die an sich trockene Materie versuche er „wissenschaftlich, verständlich und humorvoll“ zu vermitteln. Der Wechsel zwischen Teamwork in Zweiergruppen, Frontalunterricht und Diskussion ist schnell, eine Atmosphäre der neugierigen Aufmerksamkeit breitet sich unter den rund 50 Studierenden aus. Prof. Dr. Knödler geht durch die Reihen, fragt nach, geht auf Probleme ein. Das Gros der Studierenden kann er dabei mit Namen ansprechen. „Studierende sind keine anonymen Nummern“, sagt Prof. Dr. Knödler.

Neben der Vermittlung der fachlichen Grundlagen kommt es ihm vor allem darauf an, die Studierenden zu eigenständigem Denken zu motivieren und solches einzufordern. Dass die Lehre sich seit seiner eigenen Studienzeit grundlegend geändert hat, betrachtet er als Gewinn: „Statt dem eineinhalbstündigen Monolog, der keine Nach- und Anfragen zulässt, ist der konstruktive Dialog und fachliche Austausch, angereichert mit verschiedenen Methodenwechseln, Standard geworden“, ist Prof. Dr. Knödler überzeugt.

Auf seine Lehrveranstaltungen im kommenden Semester freue er sich bereits, ganz unabhängig vom Thema: „Im Wechsel der Materie liegt ein besonderer Reiz und Reichtum der Lehre.“

Dieser Beitrag erschien auf Seite 3 der Ausgabe 01/2019 von „OTH Regensburg aktuell“.

 

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Nachrichten-Fakultät-Angewandte-Sozial-und-Gesundheitswissenschaften
news-12831 Thu, 11 Apr 2019 17:05:00 +0200 Einbruchsicherheit für die vernetzte Zukunft https://www.oth-regensburg.de/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/einbruchsicherheit-fuer-die-vernetzte-zukunft.html Im Rahmen der deutschlandweit zweitgrößten Security-Konferenz „Troopers“ im März 2019 in Heidelberg präsentierten drei Doktoranden der OTH Regensburg Tools zur Sicherheitsanalyse von Embedded Systems. Bereits zum zwölften Mal trafen sich vom 18. bis 22. März 2019 in Heidelberg 500 Expertinnen und Experten aus 25 Ländern zur deutschlandweit zweitgrößten Security-Konferenz „Troopers“. Drei Doktoranden von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg), Enrico Pozzobon, Sebastian Renner und Nils Weiß, vertraten die Hochschule mit drei Vorträgen zu ihren Forschungsthemen. 

Die Nachwuchsforscher Weiß und Pozzobon arbeiten unter der Leitung von Prof. Dr. Rudolf Hackenberg im Förderprojekt „Penetration Test-Driven Safety and Security System Improvements for Cyber-Critical Systems” (PetS3), Sebastian Renner arbeitet unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Jürgen Mottok im Förderprojekt „Energy Safe and Secure System Module“ (ES3M) im Laboratory for Safe and Secure Systems (LaS3). Prof. Dr. Jürgen Mottok hat eine Forschungsprofessur des „Zentrums Digitalisierung.Bayern“ (ZD.B) inne.

Die Troopers-Konferenz ist vor allem anwendungsorientiert. Daher bot sie den perfekten Schauplatz, um Teilprojekte aus PetS3 und ES3M einer breiten Fachöffentlichkeit vorzustellen. Enrico Pozzobon, Nils Weiß und Sebastian Renner forschen an der Entwicklung von Methoden und Werkzeugen, um die Fahrzeuge und Netzwerke der Zukunft abzusichern. Im Rahmen von PetS3 entwickelten Pozzobon und Weiß ein Open-Source-Software-Werkzeug für Penetration-Tests weiter, um damit Untersuchungen auch an Fahrzeugen zu ermöglichen. Ausgangspunkt war die Software „Scapy“, geschrieben von Philippe Biondi in Python.

Beide stellten ihre Modifikationen in einem der drei Beiträge vor. Im Zentrum standen verschiedene Protokolle, die bei der internen Kommunikation im Fahrzeug eingesetzt werden. Hinzu trat eine Software-Erweiterung für Scapy. Diese implementiert Penetrationstests beispielsweise gegen die Protokolle ISOTP, GMLAN, DoIP und andere. Der Quellcode der Software wurde gemäß Open-Source-Lizenz veröffentlicht.

Das Ziel: Sicherheitslücken schließen

Im zweiten Beitrag, ebenfalls von Pozzobon und Weiß, wurde ein Angriff auf ein Fahrzeug über einen GSM-OBD-Dongle gezeigt. Diese Geräte können von Fahrzeughalterinnen und Fahrzeughaltern gekauft und anschließend an die Diagnoseschnittstelle des Autos angeschlossen werden. Das Gerät verfügt wie jedes Smartphone über eine SIM-Karte und ein Modem. Damit öffnet es einen Zugang zum Mobilfunknetz. Das bietet Nutzerinnen und Nutzern den Vorteil, ausgelesene Diagnosedaten online zu speichern. Diese Daten (Fehlerspeicher, Spritverbrauch) können dann vom Fahrenden über eine App abgerufen und analysiert werden. 

Der Vortrag beschrieb einen Hackerangriff auf den Dongle in der Praxis. Ein derartiges Vorgehen birgt enormes Gefahrenpotenzial. Denn es führt außerhalb des geschützten akademischen Raums dazu, dass ein Angreifender über die OBD-Schnittstelle Zugriff auf sicherheitsrelevante Funktionen des Fahrzeugs erlangen könnte. Durch die Erkenntnisse der Regensburger Forscher lassen sich Verfahren finden, um derartige Sicherheitslücken zu schließen.

Tool für SIM-Karten-Simulation für weitere Tests

Der dritte Vortrag, gehalten von Sebastian Renner und Enrico Pozzobon, präsentierte ein Tool, das die Simulation einer SIM-Karte durch einen Standard-Mikrocontroller ermöglicht. Mit diesem Täuschungsmanöver kann die Authentifizierung des 3G-Mobilfunkstandards seitens der SIM-Karte umgangen werden. Tritt zusätzliche Hardware hinzu, die eine 3G-Basisstation vortäuscht, lässt sich eine Man-in-the-Middle-Attacke im 3G-Netz durchführen.

In diesem Szenario ist es möglich, die sensiblen Kommunikationsdaten, also den gesamten Datenverkehr beispielsweise zwischen einem Pkw und den Backend-Servern des Herstellers, auszulesen und zu untersuchen. Zudem eignet sich das Tool zum Pentesten von Modems oder SIM- beziehungsweise Smartcard-Applikationen. Der komplette Aufbau des sogenannten SIMulators ist als Open-Source-Software frei verfügbar und auf GitHub abrufbar.

Für Nils Weiß war die Veranstaltung eine Bereicherung: „Wir konnten viele Kontakte knüpfen und neue Untersuchungsfelder im Bereich Seitenkanal-Attacken erfahren.“ Sebastian Renner zieht gleichfalls ein positives Fazit von der „Troopers19“: „Das Feedback war zu allen Vorträgen sehr gut. Die Konferenzteilnehmer haben immer wieder Fragen zu unseren Tools und Vorträgen gestellt und es bestand Interesse an der veröffentlichten Software. Wir konnten einige auch internationale Kontakte knüpfen und eventuell besuchen uns bald ein paar von den Kollegen.“

Die Troopers-Konferenz

Die Troopers-Konferenz wird jährlich von der Firma ERNW mit internationalem Fokus als Konferenz für IT-Sicherheit ausgerichtet. Das Zentrum des Interesses liegt auf Vorträgen zu neuartigen Angriffsmethoden, Tools, Sicherheitslücken und ethischen Fragestellungen beim Hacking.

Alle Vorträge wurden im YouTube-Channel der Konferenz veröffentlicht:

1) Automotive Penetration Testing with Scapy (Nils Weiß, Enrico Pozzobon)

2) IoT backdoors in cars (Enrico Pozzobon, Nils Weiß)

3) SIM SIMulator (Sebastian Renner, Enrico Pozzobon)

Weitere Infos gibt es im Channel oder auf der Website zur Konferenz.

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Nachrichten-Fakultät-Elektro-Informationstechnik
news-12800 Thu, 11 Apr 2019 16:58:00 +0200 Nützliches Wirtschaftswissen für den beruflichen und privaten Kontext https://www.oth-regensburg.de/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/nuetzliches-wirtschaftswissen-fuer-den-beruflichen-und-privaten-kontext.html Gute Lehre ist für Prof. Dr. Hößl von der Fakultät Betriebswirtschaft anspruchsvoll, verständlich, interaktiv und unterhaltsam. – Unter dem Titel „Serie: Lehre“ stellen wir ausgewählten Beispiele aus den acht Fakultäten der OTH Regensburg vor, die einen Einblick in die Vielfalt der Lehre geben. Dr. Wolfgang Hößl ist Professor für Internationale Finanzmärkte und Asset Management an der Fakultät Betriebswirtschaft. Zur Lehre verspürt er eine „intrinsische Neigung“ und hat sich vieles daraus autodidaktisch angeeignet. „Die Lehre macht einen großen Teil meines Berufs aus – und sie macht mir außerordentlich viel Spaß“, sagt er. 

„OTH Regensburg aktuell“ hat Prof. Dr. Hößl in seiner Vorlesung „Investitionswirtschaft“ besucht. Sie ist Teil des Moduls „Finanzierung und Investitionswirtschaft“, das er sich mit einem Kollegen aus der Fakultät aufgeteilt hat. 

Im Fokus: die Fertigkeit wissenschaftlich-kritischer Bewertung

Für Studierende des Bachelorstudiengangs Betriebswirtschaft ist das Modul verpflichtend. Es wird in der Regel im dritten Semester absolviert. „Die Studierenden sollen nützliches Wissen für den beruflichen und privaten Kontext aus der Veranstaltung mitnehmen. Und vor allem die Fertigkeit zur wissenschaftlich-kritischen Bewertung, um sich darauf basierend eine eigene Meinung bilden zu können.“

Auf der Tagesordnung steht an diesem Morgen die Ermittlung der Effektivverzinsung einer Bundesanleihe. Mittels Power-Point-Präsentation und Tafelanschrieb werden Berechnungen zur Bestimmung dieser Größe durchgeführt. Aktuelle Parameter wie das derzeitige Niedrigzinsumfeld und dessen Auswirkungen werden dabei angesprochen. Anschließend geht es um die Gegenüberstellung von Kostenvergleichsrechnung und Gewinnvergleichsrechnung. Mit Beispielen aus der Praxis werden in Stillarbeit zu diesen neu erlernten Verfahren Aufgaben erledigt und sodann im Plenum besprochen. 

Das Erlernte später auch privat nutzen können

Prof. Dr. Hößls Konzept sieht vor, dass die Studierenden insbesondere durch die Praxisbeispiele erkennen, dass sie das Erlernte auch im späteren Privatleben gebrauchen können. Trotz der vielen Teilnehmenden und des großen Hörsals spricht Prof. Dr. Hößl die Studierenden persönlich an und versucht, sie zur aktiven Mitarbeit zu bewegen. Er begrüßt es, dass die Zeiten des starren Frontalunterrichts vorbei sind und die Interaktion deutlich zugenommen hat. 

In diesem Sinne freut er sich im Sommersemester 2019 insbesondere auf die Veranstaltungen im Schwerpunkt Finanzen und im Master Betriebswirtschaft im Schwerpunkt Finance, Accounting, Controlling and Taxation, in denen er ein Börsenspiel veranstalten wird. „Das wurde von den Studierenden bisher immer sehr positiv aufgenommen, da sie es als sehr lehrreich empfanden.“

Dieser Beitrag erschien auf Seite 3 der Ausgabe 01/2019 von „OTH Regensburg aktuell“.

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Nachrichten-Fakultät-Betriebswirtschaft
news-12798 Wed, 10 Apr 2019 12:21:00 +0200 Live-Schaltung in den Landtag https://www.oth-regensburg.de/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/live-schaltung-in-den-landtag.html Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Politikwissenschaftliche Grundlagen“ im Studiengang Soziale Arbeit konnten die Studierenden bei einer Live-Schaltung in den Landtag ihre Fragen mit einem Mitarbeiter von MdL Florian Ritter (SPD) besprechen. Welche Aufgaben haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Abgeordneten im bayerischen Landtag? Und wie gestaltet sich die Positionierung in Fragestellungen der Sozialen Arbeit? Diese und andere Fragen konnten die Studierenden des Studiengangs Soziale Arbeit einem Mitarbeiter eines Landtagsabgeordneten in einer Live-Übertragung selbst stellen.

Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Politikwissenschaftliche Grundlagen“, die für die Studierenden des Studiengangs Soziale Arbeit im zweiten Semester verpflichtend ist, organisierte Prof. Dr. Martina Ortner am 27. März 2019 eine Videokonferenz mit Daniel Jazdzewski, Mitarbeiter von MdL Florian Ritter (SPD). „Die Studierenden haben ja bekanntermaßen einen sehr eng getakteten Stundenplan, daher dachten wir uns, wir holen uns unsere Gäste einfach in den Hörsaal“, so Prof. Dr. Ortner.

20 Minuten Interview für die Fragen der Studierenden

In Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Servicestelle Lehre und Didaktik und deren Mitarbeiterin Marie Giese konnte Daniel Jazdzewski für etwa 20 Minuten von den rund 40 angehenden Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern interviewt werden. Die Besonderheit dieser Live-Übertragung über ein Add-In der Online-Plattform GRIPS besteht darin, dass das Konferenzsystem nicht über ausländische Server läuft, sondern über eine deutsche Forschungsseite.

Einführend berichtete Daniel Jazdzewski von seinen Aufgaben als Abgeordnetenmitarbeiter. Er selbst stellt Anfragen an die Staatsregierung und beantwortet solche der Bürgerinnen und Bürger. Er betont das besondere Vertrauensverhältnis, durch das sich sein beruflicher Alltag deutlich von dem in einer größeren Firma unterscheidet.

Nah dran an den Herausforderungen für die Soziale Arbeit

Die Studierenden zeigten sich aus aktuellem Anlass vor allem interessiert daran, wie sich das Team um MdL Florian Ritter in Bezug auf das neue Polizeiaufgabengesetz aufgestellt und Einfluss genommen hat. „Die Meinungsfindung geschieht eher auf Fraktionsebene“, so Jazdzewski. Dennoch ist er froh, innerhalb seines Teams „relativ meinungsgleich“ sein zu können.

MdL Ritter habe sich selbst gegen das Gesetz ausgesprochen. Als Vorstand der Hans-Weinberger-Akademie der AWO e. V., die unter anderem in den Bereichen Pflege, Physiotherapie und Erziehung ausbildet, sei MdL Ritter selbst „nah dran“ an den Fragestellungen und Herausforderungen für die Soziale Arbeit. „Er würde sofort merken, wenn hier etwas falsch läuft“, so Jazdzewski.

Berufliche Praxis direkt in die Hörsäle bringen

Das Angebot des „Online-Interviews“ wurde von den Studierenden positiv aufgenommen und tatkräftig genutzt. Es stellt eine Abwechslung in der hochschulischen Lehre dar und bringt die berufliche Praxis direkt in die Hörsäle. Durch das Konferenzsystem besteht auch die Möglichkeit, eine virtuelle Sprechstunde anzubieten, was Lehrende der Fakultät, besonders in Bezug auf den berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Soziale Arbeit, bereits intensiv nutzen.

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