OTH Regensburg https://www.oth-regensburg.de Aktuelles von der OTH Regensburg en-gb Thu, 15 Apr 2021 15:51:32 +0200 Thu, 15 Apr 2021 15:51:32 +0200 TYPO3 EXT:news news-15186 Thu, 15 Apr 2021 13:34:21 +0200 Wissenschaftliche Mitarbeiterin Hanna Brandt erhält Promotionsstipendium https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/wissenschaftliche-mitarbeiterin-hanna-brandt-erhaelt-promotionsstipendium.html Die LaKoF Bayern vergibt auch 2021 wieder Stipendien an Frauen mit Promotionsvorhaben. Eine der diesjährigen Stipendiatinnen ist Hanna Brandt vom Regensburg Center of Health Sciences and Technology. Hanna Brandt ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Physiotherapie an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) und wird zukünftig von der Landeskonferenz der Frauen und Gleichstellungsbeauftragten an bayerischen Hochschulen (LaKoF Bayern) mit einem Promotionsstipendium für Frauen mit einschlägiger Berufspraxis und Hochschulabschluss auf ihrem Weg zur Promotion unterstützt. An der OTH Regensburg werden diesjährig, neben Hanna Brandt, noch weitere Stipendiatinnen von der LaKoF Bayern/ gefördert.

„Die Zusage als Stipendiatin aufgenommen und für mein Vorhaben gefördert zu werden, bedeutet mir sehr viel. Das Stipendium gibt mir zum einen die Chance mich auf meine Dissertation zu konzentrieren und zum anderen eine Anerkennung meiner bisherigen Leistungen. Gerade das Stipendium der LaKoF und dem damit verbundenen Netzwerk und Austausch mit Frauen motiviert mich auf meinem Weg zur erfolgreichen Promotion, um berufungsfähig zu sein“, so Hanna Brandt.

Nach mehrjähriger Tätigkeit als Physiotherapeutin absolvierte Hanna Brandt zunächst den Bachelor in Physiotherapie an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim (HaWK) und anschließend den Master in Gesundheitswissenschaften an der medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Anschließend sammelte sie als Therapeutin und Referentin im Bereich Prothetik und Orthetik bei dem internationalen Medizintechnikhersteller Ottobock SE & Co. KGaA weitere Berufserfahrung. Zur Zeit arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Regensburg Center of Health Sciences and Technology (RCHST).

 

Über die LaKoF Bayern

Die Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an bayerischen Hochschulen (LaKoF Bayern) vertritt die Interessen von Wissenschaftlerinnen, Studentinnen und Frauen des wissenschaftsstützenden Personals auf Landesebene. Sie nimmt durch Stellungnahmen, Empfehlungen und Konzepte Einfluss auf die gleichstellungspolitische Diskussion an Hochschulen und in der Hochschulpolitik in Bayern.

Die Frauenbeauftragten der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (LaKoF Bayern/HAW) haben verschiedene Förderprogramme aufgesetzt, um Frauen den Weg zu einer HAW-Professur zu ermöglichen und sie dafür zu qualifizieren: durch Promotionsstipendien oder Lehraufträge.

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Nachrichten-Fakultät-Angewandte-Sozial-und-Gesundheitswissenschaften
news-15184 Wed, 14 Apr 2021 16:13:50 +0200 Bund fördert Gewinnung und Entwicklung von Professor*innen der OTH Regensburg https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/bund-foerdert-gewinnung-und-entwicklung-von-professorinnen-der-oth-regensburg.html Mehr als vier Millionen Euro erhält die OTH Regensburg vom Bundesministerium für Bildung und Forschung für das Projekt "Zukunft akademisches Personal OTH Regensburg". Künftig sind zahlreiche Nachbesetzungen an der Hochschule geplant. Die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) soll als attraktive Arbeitgeberin noch bekannter werden: Mit mehr als vier Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) von Juli 2021 bis Juni 2027 über das Programm "FH Personal" das Projekt "Zukunft akademisches Personal OTH Regensburg" zur Gewinnung und Entwicklung des professoralen Personals der OTH Regensburg.

„Gerade für Hochschulen für angewandte Wissenschaften ist die Einstellung von professoralem Personal eine große Herausforderung: Alle unsere Professorinnen und Professoren müssen Praxiserfahrung nachweisen, wir müssen diese also aus der Privatwirtschaft für die Hochschule gewinnen und stehen damit immer in Konkurrenz zu den Unternehmen. Zudem sind die Karrieremöglichkeiten an Hochschulen für angewandte Wissenschaften oft wenig bekannt“, erklärt Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg, und ergänzt: „Vor diesem Hintergrund freuen wir uns sehr, dass wir das Thema durch die Förderung nun gezielt angehen können.“

In den nächsten Jahren besteht an der OTH Regensburg ein hoher Bedarf an neuen Professor*innen. Die Hochschule entwickelt sich sehr erfolgreich und kann dank der Hightech Agenda des Freistaats Bayern zusätzliche Stellen besetzen. Zudem steht in fast allen Fakultäten ein Generationenwechsel an, wodurch es zu vielen Nachbesetzungen kommen wird.

Damit diese Stellen mit hochqualifizierten Persönlichkeiten besetzt werden können, sollen neue Konzepte zur Gewinnung und Weiterentwicklung von Professor*innen erprobt werden. Diese basieren auf einer ebenfalls durch das BMBF geförderten Analysephase, die dem jetzigen Projekt voranging, und thematisieren mehrere Aspekte: Die OTH Regensburg soll als attraktive Arbeitgeberin noch bekannter werden. Es wird Angebote zur Weiterbildung und Karrierebegleitung von professoralem Personal geben. In Planung sind Maßnahmen zur Nachwuchsbindung und Nachwuchsförderung. Zusätzlich wird aktives Recruitment über Foren und Netzwerke betrieben. Ebenso ist eine regionale Vernetzung mit Unternehmen und Schaffung von Übergängen, z. B. durch Teilzeitprofessuren, beabsichtigt. Neuen Professor*innen wird der Einstieg an der Hochschule durch zielgerichtetes Onboarding erleichtert. Zukünftig soll es ihnen auch möglich sein, durch Schwerpunktprofessuren zu ihrer Profilentwicklung beizutragen, z. B. soll die Einrichtung von Forschungsprofessuren, die mit einer geringeren Lehrverpflichtung ausgestattet sind, mehr Zeit für Durchführung von Forschungsprojekten ermöglichen.

Durch das Projekt können die einzelnen Maßnahmen und ihre Wirksamkeit als Pilotprojekte getestet und evaluiert werden. Neue Erkenntnisse für die Entwicklung und Umsetzung von Personalentwicklungsmaßnahmen werden auch durch die Untersuchung von Karriereverläufen an der OTH Regensburg erwartet.

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news-15173 Tue, 13 Apr 2021 08:27:00 +0200 Internationale Online-Kurse zu Betriebswirtschaftslehre "sehr gut" https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/internationale-online-kurse-zu-betriebswirtschaftslehre-sehr-gut.html Die seit 2018/2019 bei der Virtuellen Hochschule Bayern angebotenen Online-Kurse "Fundamentals of Business Administration 1" und "Fundamentals of Business Administration 2" wurden bei der letzten Begutachtung mit der Bestnote "A" ausgezeichnet. Seit dem Wintersemester 2018/2019 bietet die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) über die Virtuelle Hochschule Bayern (vhb) zwei englischsprachige Grundlagenkurse zur Betriebswirtschaftslehre für Studierende der Ingenieurswissenschaften und der Informatik an. Die Kurse behandeln in einem integrierten und konsequent anwendungsorientierten Ansatz die wesentlichen Aspekte des Betriebsaufbaus, der Betriebsführung und der betrieblichen Kernfunktionen.

Jeder Online-Kurs bei der vhb wird regelmäßig von externen Fachgutachtern evaluiert. Bei der letzten Evaluation wurden die Kurse inhaltlich jeweils mit der Bestnote "A" bewertet. Die Gutachter*innen lobten u. a. den klaren und strukturierten Aufbau des Kurses. Die Kurse wurden im Verbund mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden (OTH Amberg-Weiden) und der Hochschule Coburg entwickelt, um die strategischen Leitthemen "Internationalisierung", "Digitalisierung in der Lehre" und "Interdisziplinarität" der OTH Regensburg zu adressieren. Die Kurse können im Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik angerechnet werden. Darüber hinaus finden die Kurse auch bayernweit großen Zuspruch und werden von zahlreichen Hochschulen den Studierenden zur Belegung angeboten.

„vhb-Kurse sind vor allem während der Pandemiesemester stark nachgefragt gewesen. Darüber hinaus sind sie ein Baustein, um der steigenden Diversität der Studierendenschaft gerecht zu werden: Vollzeitstudierende können zum Beispiel Vorlesungen asynchron verfolgen, die sie eventuell durch Krankheit oder familiäre Gründe verpasst haben. Ausländische Gaststudierende wiederum profitieren durch ein vergrößertes englischsprachiges Angebot“, freut sich Prof. Dr. Markus Westner, der die Kurse entwickelt hat.

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Nachrichten-Fakultät-Informatik-und-Mathematik
news-15164 Thu, 08 Apr 2021 16:27:05 +0200 Kooperationsvereinbarung mit japanischer University of Aizu https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/kooperationsvereinbarung-mit-japanischer-university-of-aizu.html Die OTH Regensburg und die University of Aizu wollen in Zukunft den Studierenden- und Dozierendenaustausch fördern sowie gemeinsame Projekte und Forschungsvorhaben durchführen. --- English version below ---

­Die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) hat eine Kooperationsvereinbarung mit der University of Aizu (UoA) in Japan unterzeichnet. Bei einer virtuellen Zeremonie kamen Vertreter*innen beider Hochschulen am 8. April 2021 zusammen, um die zukünftige Zusammenarbeit offiziell zu beginnen. Für die OTH Regensburg ist die Kooperation eine große Bereicherung, denn zum einen bietet die UoA viele Veranstaltungen auf Englisch an; zum anderen ist Japan ein beliebtes Land für ein Auslandssemester bei den Studierenden.

Tatsuki Kawaguchi, Professor und Leiter des Strategiebüros der Internationalen Programme an der UoA, sagte, die Pandemie verhindere derzeit noch den persönlichen Austausch. „Aber wir sind sicher, dass wir viel aus dieser Krise lernen können, was langfristig von Bedeutung sein wird.“

Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg, und Prof. Dr. Oliver Steffens, Vizepräsident für Forschung und Internationalisierung, freuen sich, dass mit der UoA bereits die dritte Partnerschaft mit einer japanischen Hochschule abgeschlossen wurde. Es bestehen bereits Kooperationen mit der Tokyo University of Science und der Iwate Prefectural University. „Die University of Aizu ist bekannt für ihren hervorragenden Informatikschwerpunkt und es ist uns daher eine große Ehre, dass wir mit Ihnen heute eine Kooperationsvereinbarung abschließen dürfen“, freute sich Präsident Prof. Dr. Baier und betonte dabei das große englischsprachige Studienangebot der University of Aizu: „Das ist eine optimale Voraussetzung für einen erfolgreichen Studierendenaustausch“. „Die herausragende Expertise der University of Aizu in allen Bereichen der Informatik verbindet sich perfekt mit dem aktiven Entwicklungsprozess in den Bereichen IT und Künstliche Intelligenz an der OTH Regensburg – das betrifft sowohl den Studierendenaustausch als auch die Forschungskooperation“, ergänzte Prof. Dr. Steffens.

Auch der Präsident der UoA, Prof. Dr. Toshiaki Miyazaki ist sich sicher, dass beide Seiten von dem Austausch profitieren werden. Er bezeichnete die Unterzeichnung des Memorandum of Understanding als Meilenstein. Prof. Dr. Miyazaki sagte, er freue sich darauf, Forschungs- und Bildungskooperationen zwischen beiden Universitäten zu implementieren.

Prof. Dr. Markus Westner, Professor für Wirtschaftsinformatik, der die Kooperation auf Regensburger Seite federführend in die Wege geleitet hat, betonte: „Die University of Aizu ist eine der größten und internationalsten Universitäten für Informatik in Japan und passt ideal zur Größe und internationalen Ausrichtung der OTH Regensburg und auch der Fakultät Informatik und Mathematik.“ Dr. Ian Wilson, Professor und Leiter des Zentrums für Globalisierung und des Zentrums für Sprachforschung, stellte die internationale Ausrichtung der University of Aizu und die fachlichen Überschneidungen beider Institutionen in den Forschungsbereichen der Künstlichen Intelligenz und der Medizintechnik heraus. Zudem dankte er der OTH Regensburg, „dass sie virtuelle Online-Kurse anbietet, an denen bereits einige unserer Studierenden teilgenommen haben“.

Eine weitere gemeinsame Aktivität ist bereits geplant: Ende April wird ein Studierender aus dem Masterstudiengang Informatik der OTH Regensburg einen virtuellen Gastvortrag an der UoA halten.

 

--- English version ---

Cooperation agreement with Japanese University of Aizu

In the future, the OTH Regensburg and the University of Aizu want to promote student and faculty exchange as well as carry out joint research and other projects.

Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) has signed a cooperation agreement with the University of Aizu (UoA) in Japan. At a virtual ceremony, representatives of both universities came together on April 8, 2021 to officially start the future cooperation. For OTH Regensburg, the cooperation is a great enrichment because on the one hand, the UoA offers many classes in English; on the other hand, Japan is a popular country for students to spend a semester abroad. Tatsuki Kawaguchi, Associate Professor and Director of the Office for Strategy of International Programs at the UoA, welcomed the participants: “Welcome to the signing ceremony between Aizu University and OTH Regensburg. We usually visit our partner universities to enhance our research and cooperation, but during this pandemic situation, this is very challenging. But we are sure that much we can learn from this crisis will stay with us and will be essential in the long term.”

Prof. Dr. Wolfgang Baier, President of OTH Regensburg, and Prof. Dr. Oliver Steffens, Vice President for Research and Internationalization, are happy that the cooperation with the University of Aizu is already the third partnership with a Japanese university besides the already existing cooperations with the Tokyo University of Science and the Iwate Prefectural University. “The University of Aizu is known for its excellent computer science focus and it is therefore a great honour for us to be able to sign a cooperation agreement with you today,” President Prof. Dr. Baier was pleased to say, emphasizing the large English-language course offerings at the University of Aizu: “This is an outstanding prerequisite for a successful student exchange.”

„The outstanding expertise of the University of Aizu in all fields of computer sciences combine perfectly with the active development process in the fields of IT and artificial intelligence at OTH Regensburg – which concerns both student exchange and research cooperation”, added Prof. Dr. Steffens.

Prof. Dr. Toshiaki Miyazaki, President of the UoA, is also sure that both sides will benefit from the exchange: “It’s my pleasure and honour to be here today on this important day to make a new milestone in the relationship between OTH, one of the prime education institutes in the area of engineering in Germany and the University of Aizu, one of the greatest universities for computer science and engineering in Japan. With this memorandum of understanding between OTH and the University of Aizu, I look forward to implementing both research and education collaborations between our two universities and I also hope that faculty members and the students from the various exchange programmes will be a bridge between the two countries of Germany and Japan and become stronger during the long future years of our friendly cooperation.”

Dr. Markus Westner, Professor of General Management and IT-Performance-Management, who was in charge, on the part of OTH Regensburg, of initiating the cooperation, emphasized: “The University of Aizu is one of the largest and most international universities for computer science in Japan and is an ideal fit for the size and international orientation of OTH Regensburg and also the Faculty of Computer Science and Mathematics.” In his presentation of the University of Aizu, Dr. Ian Wilson, Professor and Director of the Center for Globalization and the Center for Language Research, emphasised in particular the international outlook of the Japanese university as well as the professional overlaps of both institutions in the research areas of artificial intelligence and medical technology. “I want to thank OTH for offering virtual online courses that some of our students have participated in already”, he added. Prof. Dr. Qiangfu Zhao, Vice President of the UoA, who was initially communicated with Dr. Westner, mentioned: “This MoU signing ceremony is the first step to move forward to the next chapter, and UoA promote the research clusters such as AI, Robotics, and very advanced research topics. We hope after the pandemic, we can mutually meet together to implement the student and faculty exchange and make a good research and result that contribute to the world.”

The two universities already planned another joint activity: at the end of April, a student from the Master’s degree programme Computer Science of OTH Regensburg will give a virtual presentation at the UoA.

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Nachrichten-Akademisches Auslandsamt
news-15152 Wed, 07 Apr 2021 10:00:00 +0200 Politikbezogene Ansätze der nachhaltigen Ökonomie https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/politikbezogene-ansaetze-der-nachhaltigen-oekonomie.html Prof. Dr. Matthias Weiss von der Fakultät Betriebswirtschaft hat im Rahmen einer interdisziplinären Ringvorlesung einen Vortrag zum Thema „Ökonomische Nachhaltigkeit und Klimawandel“ gehalten. Der gute Wille ist da, aber die Umsetzung fällt schwer: auch wenn man sich fest vornimmt, klimagerecht zu leben, ist der Einkauf im Supermarkt mit dem Auto oftmals bequemer als der Gang zum Unverpacktladen. Eigentlich müsse man es besser wissen, doch viele Menschen seien mit der Situation „moralisch und kognitiv überfordert“, brachte Dr. Matthias Weiss, Professor für Volkswirtschaftslehre, Statistik, European Economic Policy und Nachhaltigkeit an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) dieses Dilemma in einem Vortrag auf den Punkt. Der Vortrag mit dem Titel „Ökonomische Nachhaltigkeit und Klimawandel”, der am 24. März 2021 stattfand, ist Teil der interdisziplinären Ringvorlesung „Interdisziplinäre Facetten der Nachhaltigkeit” und führte den Zuhörer*innen die Brisanz der aktuellen Umweltsituation vor Augen.

Der einzelne Mensch entscheide sich häufig aus Bequemlichkeit gegen die umweltfreundliche Alternative. Gefragt sei deshalb die Politik, die finanzielle Anreize für klimaverträgliches Verhalten schaffen muss, so Prof. Weiss. Er führte zwei mögliche Instrumente auf, um den Klimaschutz politisch zu steuern: Das erste effektive Instrument, um dem derzeitigen Marktversagen in Bezug auf den Klimaschutz entgegenzuwirken, sei die CO2-Steuer. Diese verfolgt das Ziel, CO2-Emissionen in der Höhe des verursachten Schadens zu besteuern. Der Staat legt eine anfängliche Besteuerungshöhe fest, die daraufhin langsam gesteigert wird, um die Wirtschaft nicht zu überfordern. Dementsprechend werden die Produkte teurer, deren Herstellung viel CO2 benötigt, wohingegen CO2-neutrale Produkte nicht besteuert werden und somit keine Preissteigerung erfahren. Ein zweites Instrument sei der Emissionsrechtehandel. Dabei wird die Menge an CO2 berechnet, bei der die 1,5 Grad-Grenze der Erderwärmung erreicht wird. Die Menge, die unter dieser Grenze liegt, wird in Form von Rechten versteigert. Somit ist der Preis variabel, die Gesamtmenge der Emissionen jedoch festgelegt. Prof. Weiss wies darauf hin, dass der Vergleich der beiden Instrumente deutlich mache, dass die CO2-Steuer einfacher und risikoärmer für die Wirtschaft umzusetzen wäre. Allerdings sei die Wahrscheinlichkeit, dass die Klimaziele erreicht werden, beim Emissionshandel höher.


Mit diesen Überlegungen käme zudem die Frage auf, ob dieses System sozial sein würde. Eine Möglichkeit, die Emissionsziele zu erreichen, seien strikte Konsumvorgaben: beispielsweise Mengenangaben pro Haushalt wie 50 Liter Benzin sowie 50 Liter Heizöl pro Jahr, 50 Gramm Fleisch pro Woche etc. Das sei einerseits zwar sozial, da die Richtlinie sowohl für ärmere als auch für wohlhabendere Menschen im selben Maße gelten würde; andererseits wäre diese Lösung jedoch auch anti-liberal und ineffizient, da die Anreize für weitere Einsparungen fehlen würden. Eine andere Herangehensweise sei es, eine hohe CO2-Steuer anzusetzen, sodass die Emissionen entsprechend zurückgehen und die dadurch entstehenden Einnahmen im Nachhinein erstattet werden könnten. So wäre ein freiheitlicher, sozialer und effizienter Weg gewählt.
Essenziell sei, dass die Politik in Deutschland nicht auf andere Staaten warten, sondern die genannten Instrumente bereits jetzt im Alltag umsetzen würde. Obwohl die Auswirkungen des Klimawandels bisher noch weit weg zu spüren seien – vor allem im globalen Süden, „brauchen wir eine Politik, die CO2-Emissionen einen Preis gibt und damit Eigeninteresse und Gesellschaftsinteresse in Einklang bringt“, so Prof. Weiss. Sein Plädoyer zum Abschluss lautet „Aktion statt Resignation“, sowohl für die Bevölkerung beim Einkaufen als auch für die Politik.


Weitere Vorträge, die im Rahmen der Vortragsreihe im Sommersemester 2021 immer mittwochs von 17.15 Uhr bis 18.45 Uhr via Zoom stattfinden, sind auf dem Plakat der Ringvorlesung „Interdisziplinäre Facetten der Nachhaltigkeit” zu finden.

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Nachrichten-Fakultät-Betriebswirtschaft
news-15144 Wed, 31 Mar 2021 08:00:00 +0200 Zukunftsfaktor Vielfalt https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/zukunftsfaktor-vielfalt.html Corina Christen, stellvertretende Geschäftsführerin der Charta der Vielfalt e.V., referierte zum Thema "Für Diversity in der Arbeitswelt" an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften. Corina Christen von der Charta der Vielfalt e.V. hielt am 27. März 2021 auf Einladung von Prof. Dr. Martina Ortner in der Lehrveranstaltung "Gender und Diversity" des berufsbegleitenden Studiengangs Soziale Arbeit einen Gastvortrag, an dem auch Studierende des Zusatzstudiums Genderkompetenz teilnehmen. Die Referentin betonte vor allem die Vorteile der Vielfalt in der Arbeitswelt und beschrieb diese als Zukunftsfaktor.

Blick auf die Gemeinsamkeiten

„Es geht um Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in die Unternehmenskultur“ sagte Corina Christen. Dabei komme es nicht darauf an, ob diese Prinzipien in einem Großunternehmen oder in einer Zahnarztpraxis gelebt werden. „Es geht um einen Blick auf die Gemeinsamkeiten – nicht auf die Unterschiede“, so die Geschäftsführerin der Charta der Vielfalt e.V. Unternehmen und Institutionen profitieren von Diversity Management. Dieses "Management der Vielfalt" stellt die Offenheit und Lernfähigkeit einer Organisation sicher; Innovationen und Kreativität werden durch Vielfalt gefördert. Dies zeigen auch die aktuellen Ergebnisse der Diversity Studie 2020, bei der deutschlandweit 510 Führungskräfte und Personalmanager*innen befragt wurden. 

Flexibilität ist nicht mehr wegzudenken

Diversity Management ist ein Zukunftsfaktor. Die Diversity Studie 2020 untersuchte daher auch die aktuellen Herausforderungen an das Personalmanagement in Pandemie-Zeiten. „Flexibilität ist nicht mehr wegzudenken“, betonte Corina Christen. Die flexible Wahl von Arbeitszeit und Arbeitsort sei insbesondere für Menschen mit Familienaufgaben ein entscheidender Faktor. „Ein ganzheitliches Managementkonzept nimmt auch diese Aufgabe in den Blick“.

Mit Diversity Management reagieren Organisationen auf aktuelle gesellschaftliche Veränderungen. Dies zeigt sich unter anderem am Erfolg der Diversity Challenge, die sich explizit an junge Beschäftigte richtet. Der Wettbewerb zum aktuellen Thema "Vielfaltgesellschaft am Arbeitsplatz" startete erfolgreich 2018 und wird von jungen Beschäftigte im Alter zwischen 16 und 27 Jahren „voller Engagement vorangetrieben“, so Corina Christen.

In der anschließenden Diskussion stellten die Studierende kritische Nachfragen über die mögliche Nutzung der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt lediglich für die Öffentlichkeitsarbeit und wollten wissen, wie Veränderungen in der Organisation geprüft werden könnten. Frau Christen ging dabei sehr auf die Motivation der Mitarbeitenden ein, die durchaus auch Motor der Veränderung sein kann.

 

Über die Charta der Vielfalt e.V.

Die 2006 gegründete Initiative setzt sich für die Verankerung von Vielfalt in Wirtschaft und Gesellschaft ein. Mit der Unterzeichnung der Charta verpflichten sich Unternehmen und Institutionen, alle Mitarbeiter*innen gleichermaßen zu respektieren – unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft und Nationalität, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung und sozialer Herkunft. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hatte bereits 2006 die Schirmherrschaft übernommen. Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz unterstützt die Initiative. Bis heute haben rund 3.800 Organisationen mit insgesamt rund 14 Millionen Beschäftigten die Charta der Vielfalt unterzeichnet.

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Nachrichten-Fakultät-Angewandte-Sozial-und-Gesundheitswissenschaften
news-15138 Tue, 30 Mar 2021 07:58:00 +0200 Ausbildung und Studium im Doppelpack https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/ausbildung-und-studium-im-doppelpack.html Die ersten Absolventinnen des ausbildungsintegrierenden Bachelorstudiengangs Logopädie an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften erhielten ihre Abschlusszeugnisse. Studiengangleiterin Prof. Dr. Norina Lauer gratulierte im März den ersten Absolventinnen aus der "ersten Kohorte" des im Wintersemester 2016/2017 gestarteten Bachelorstudiengangs Logopädie. Theresia Schneider und Daniela Uschold schildern, dass sie sich ihrer Rolle als "Pionierinnen" durchaus bewusst waren. Für die ersten Studierenden gab es noch etliche offene Punkte, „aber dadurch wurden unsere Meinungen bei der Weiterentwicklung der Studieninhalte stets respektiert und aufgenommen“ sagt Theresia Schneider. Daniela Uschold ergänzt: „Ich bin froh mich vor neun Semestern für das ausbildungsintegrierende Studium entschieden zu haben. Im Nachhinein wären die Inhalte, welche ich aus dem Studium mitgenommen habe, nicht mehr wegzudenken. Auch wenn es hin und wieder Überwindung gekostet hat, den doppelten Aufwand auf sich zu nehmen, hat es sich rückblickend gelohnt.“

Evidenzbasierte Sicht auf die praktische Arbeit

Als größte Herausforderung schildern beide Absolventinnen der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften die Doppelbelastung Ausbildung und Studium. Sie betonen aber auch die Vorteile des ausbildungsintegrierenden Studiengangs. „Bereits während der Ausbildung regten mich die Studieninhalte zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den theoretischen und praktischen logopädischen Inhalten der Ausbildung an. Unter anderem half mir also das Studium eine kritischere und evidenzbasierte Sichtweise zu entwickeln, die mir jetzt in meiner praktischen Tätigkeit als Logopädin vermehrt weiterhilft. Im Nachhinein kann ich bestätigen, dass die Ausbildung keineswegs unter dem Studium gelitten hat. Das war zu Beginn meine größte Sorge“ erläutert Theresia Schneider. Daniela Uschold betont: „Vor allem habe ich durch das Studium die Fähigkeit erlernt, wissenschaftlich zu arbeiten und Literatur sowie Therapieansätze kritisch zu hinterfragen. Bereits in den ersten Semestern wurde mir bewusst, dass dies eine Grundlage für die therapeutische Arbeit darstellt und in den weiteren Semestern wurde diese Fähigkeit erweitert und vertieft. Somit habe ich einen anderen Blick auf die Therapien gewonnen, welcher meine Arbeit als Therapeutin positiv beeinflusst. Interessant fand ich außerdem den Austausch mit Studierenden aus der Physiotherapie und der Sozialen Arbeit. Auch hierdurch konnten neue Blickwinkel hinzugewonnen werden.“

Ausbildungsintegrierend studieren

Der Bachelorstudiengang Logopädie kombiniert die Logopädie-Berufsausbildung mit einem Studium. In den ersten drei Jahren sind die Studierenden an der Berufsfachschule und in der Praxis. Diese Ausbildungsphase wird durch Blockveranstaltungen an der Hochschule ergänzt. Von den Ausbildungsinhalten der kooperierenden und qualitativ geprüften Berufsfachschulen werden systematisch 45 Credits auf das Studium angerechnet.

Nach erfolgreich abgelegter staatlicher Prüfung treten die Studierenden in die zweite Studienphase ein, die ausschließlich an der Hochschule stattfindet. Hier erfolgt eine Intensivierung der fachwissenschaftlichen Inhalte in Form von Modulen, in denen wissenschaftliche Methoden, Konzepte und Arbeitsweisen angewandt und reflektiert sowie spezifisch bezugswissenschaftliche Inhalte behandelt werden. Am Ende dieser Studienphase steht die Erarbeitung der Bachelorarbeit.

Akademisierung

„Unsere ersten Absolventinnen sind auch Pionierinnen in Zusammenhang mit der Akademisierung der Logopädie“ stellt Prof. Dr. Lauer, die auch Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie ist, fest. „Deutschland ist in Bezug auf die Vollakademisierung der Logopädie Schlusslicht in Europa!“, so die Studiengangleiterin. In allen europäischen Ländern sei die hochschulische Ausbildung mit mindestens einem berufsqualifizierenden Bachelor selbstverständlich. Deutschland dagegen sei in Europa das einzige Land mit einer berufsfachschulischen Ausbildung und hinke damit der professionellen Weiterentwicklung seit Jahrzehnten hinterher.

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Nachrichten-Fakultät-Angewandte-Sozial-und-Gesundheitswissenschaften
news-15135 Mon, 29 Mar 2021 09:07:00 +0200 Von der Idee zum Prototypen https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/von-der-idee-zum-prototypen.html Dirk Sindersberger ist seit dem Wintersemester 2019/2020 Dozent für den Kurs "Digital Product Development Lab" und vermittelt darin Methoden zur Entwicklung eines testfähigen Prototypen. Als Physiker hat Dirk Sindersberger die Kenntnisse aus der Physik auf die Anwendung von Smart Materials übertragen. Mit Hilfe von intelligenten Materialien entwickelt er neue flexible und anpassungsfähige Greiftechniken und Endeffektoren für Roboter im Bereich der Soft Robotik, die sich stark an den Mechanismen von lebenden Organismen orientiert. Im Verlauf seiner Promotion an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) wurden von ihm verschiedene Erweiterungen des 3D-Drucks entwickelt, wodurch der Druck magnetisch aktiver Polymere und Thermoplasten möglich wurde. In der Grundlagenforschung an feldgesteuerten Polymeren konnte er auf verschiedenen nationalen und internationalen Tagungen die OTH Regensburg vertreten.
 
Im Kurs "Digital Product Development Lab", der im Masterstudiengang Digital Entrepreneurship angeboten wird, vermittelt Dirk Sindersberger die emphatische Entwicklung eines Prototypen in digitaler und in realer Form und dessen Test an Nutzer*innen. So können von einer App bis hin zum 3D-Druck real entstandene Ideen umgesetzt werden. Mit seiner Unterstützung können Studierende aus verschiedenen Disziplinen die digitale Entwicklung erlernen und selbst umsetzen. Die Bandbreite des Kurses reicht von der einfachen Programmierung einer Homepage über die Konstruktion von mechanischen Bauteilen bis hin zur Entwicklung von Microcontroller gesteuerten Schaltungen. Ziel ist es jedoch immer, eine Idee bis zum Prototypen zu entwickeln und diesen in einem Szenario durch Nutzer*innen bewerten zu lassen. Hervorgehend aus der Beurteilung können die Studierenden erste Eindrücke gewinnen, was die Zielgruppe ihres Projektes tatsächlich fordert und lernen dabei nicht nur die Methoden zur Herstellung, sondern auch den Rollenwechsel vom Developer zum User.

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Nachrichten-Fakultät-Betriebswirtschaft
news-15121 Fri, 26 Mar 2021 08:07:00 +0100 Runder Tisch mit Studierenden der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/runder-tisch-mit-studierenden-der-fakultaet-angewandte-sozial-und-gesundheitswissenschaften.html Studiendekanin Prof. Renate Kühnel besprach mit Studierenden der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften den kontinuierlichen Verbesserungsprozess in der Online-Lehre. Zum inzwischen zweiten Mal luden Fakultätsleitung und Studiengangleitungen am 11. März 2021 Studierende der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften zum "Runden Tisch" ein. Studiendekanin Prof. Renate Kühnel stellte die aktuellen Evaluationsergebnisse vom Wintersemester 2020/2021 vor und diskutierte Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Online-Lehre.

Neue Kommunikationskanäle

In den beiden letzten Online-Semestern wurde von den Studierenden immer wieder der Wunsch nach mehr Kontaktmöglichkeiten geäußert. Ohne Präsenz würden wesentliche Kommunikationskanäle wie "Tür-und-Angel-Gespräche" verloren gehen. Von Seiten der Fakultät wurden und werden deshalb unter anderem zusätzliche Infoveranstaltungen, beispielsweise zum Thema Abschlussarbeiten oder auch zusätzliche Sprechstunden angeboten. Es gibt eine Peer-to-Peer-Beratung, die von der Fachstudienberaterin organisiert wird und Angebote der Fachschaft Sozial- und Gesundheitswissenschaften (FSG) wie beispielsweise eine offene Fachschaftsitzung oder ein "Ersti-Spiele-Abend". Für alle Studiengänge der Fakultät soll es im Sommersemester 2021 Vollversammlungen geben, Studierende des Bachelorstudiengangs Musik- und bewegungsorientierte Soziale Arbeit organisieren ein virtuelles "Speed-Dating". Außerdem werden in einigen Lehrveranstaltungen die "Tür-und-Angel-Gespräche" wieder belebt und den Studierenden im Nachgang einer Zoom-Sitzung die Möglichkeit zum informellen Austausch gegeben.

Verbesserungen in der Online-Lehre

Die Dozierenden der Fakultät haben ihr Online-Lehrangebot in den letzten Monaten kontinuierlich verbessert und erweitert. In sehr vielen Kursen hat sich eine Mischung aus synchroner und asynchroner Lehre etabliert und bewährt. Es finden in den Online-Meetings mehr Breakout-Sessions statt und es werden mehr interaktive Methoden der Online-Lehre genutzt; es gibt konkrete Arbeitsaufträge auf Moodle und es werden mehr Lehrvideos zur Verfügung gestellt.

Die Lehre findet zunehmend als "Inverted Classroom" statt: Die Studierenden eignen sich die digital zur Verfügung gestellten Inhalte in Eigenarbeit an; in den Zoom-Meetings werden die Lehrinhalte diskutiert und vertieft. „Wir lernen alle jeden Tag dazu“, betonte Prof. Kühnel. „Das Online-Lehrangebot wird kontinuierlich besser, auch wenn uns allen die Präsenzlehrveranstaltungen sehr fehlen“.

Evaluationsergebnisse

Die Ergebnisse der Lehrevaluation des Wintersemesters 2020/2021, bei der 80 Lehrveranstaltungen evaluiert wurden, zeigen überwiegend eine große Zufriedenheit mit den Lehrangeboten der Fakultät.

Ganz oben steht die Zufriedenheit mit dem kooperativen und wertschätzenden Umgang der Dozierenden mit den Studierenden: 81 Prozent kreuzten hier "trifft voll zu" an; nur 4 Prozent "trifft eher nicht zu" und 0 Prozent "trifft nicht zu". Auch die Betreuung bei den Online-Aktivitäten wurde sehr gut bewertet (88 Prozent "trifft voll" / "trifft eher zu"). Besonders relevant ist für die Fakultät die Rückmeldung zu den Inhalten der Lehrveranstaltung: 92 Prozent der befragten Studierenden konnten die Inhalte sehr gut oder gut nachvollziehen.

Sehr erfreut waren Studiendekanin Prof. Kühnel und Dekan Prof. Dr. Carl Heese auch über die Rückmeldung der Studierenden auf die Frage "Die Teilnahme an den synchronen Anteilen der Online-Lehre (z. B. Zoom) war für mich prinzipiell möglich (z. B. durch stabiles Internet, räumliches Umfeld…)". Hier hatten lediglich 5 Prozent einige Probleme, die Teilnahme war aber auch diesen Studierenden möglich. Die Fachschaftsvertreter*innen beim "Runden Tisch" betonten in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass hier auch das Angebot von Lernarbeitsplätzen an der Fakultät sehr hilfreich gewesen war. Prof. Dr. Heese versprach, dass es dieses Angebot auch im Sommersemester 2021 wieder geben wird – ab dem Zeitpunkt, ab dem es keine Einschränkungen beim Betreten der Hochschule mehr gibt.

Auch andere, bewährte Unterstützungsangebote der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften werden weiterhin aufrecht erhalten. So gibt es auch im Sommersemester 2021 wieder die "Akademische Schreibberatung" - Workshops zum Akademischen Schreiben (über Zoom).

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Nachrichten-Fakultät-Angewandte-Sozial-und-Gesundheitswissenschaften
news-15118 Thu, 25 Mar 2021 08:13:00 +0100 Startschuss für interdisziplinäre Ringvorlesung zum Thema Nachhaltigkeit https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/startschuss-fuer-interdisziplinaere-ringvorlesung-zum-thema-nachhaltigkeit.html Prof. Dr. Wolfram Backert von der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften hielt am 17. März 2021 den Eröffnungsvortrag zur Ringvorlesung "Interdisziplinäre Facetten der Nachhaltigkeit". Im ersten Vortrag der Ringvorlesung "Interdisziplinäre Facetten der Nachhaltigkeit" thematisierte Prof. Dr. Wolfram Backert die "Soziale Nachhaltigkeit – die Frage nach dem Guten Leben". Die interdisziplinäre Ringvorlesung richtet sich an Studierende und Mitarbeiter*innen der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) und der Universität Regensburg sowie an die interessierte Öffentlichkeit. Idee der Veranstaltung ist es, das Thema Nachhaltigkeit in den (Hochschul-)Alltag zu bringen und zur Diskussion, zum Nachdenken und zum Handeln anzuregen. Die Ringvorlesung bietet Einblicke aus Hochschule und Praxis und stellt das Thema Nachhaltigkeit mit allen seinen Facetten und Zielkonflikten vor. Die Veranstaltung findet als virtuelles Format immer mittwochs von 17:15 bis 18:45 Uhr statt.

Neben der Corona-Pandemie ist Nachhaltigkeit eines der Themen, das die Gesellschaft derzeit beschäftigt. Nachhaltigkeit ist meistens eingebettet in den Kontext des menschengemachten Klimawandels und den entsprechenden Folgen. „Als globale und als nationale Gesellschaft stehen wir vor der Herausforderung, uns diesem Megatrend zu stellen“, so Prof. Dr. Backert. Der Begriff Nachhaltigkeit wird allerdings in der öffentlichen Wahrnehmung oft auf diese eine Dimension verengt: auf die Dimension der ökologischen Nachhaltigkeit. Prof. Dr. Backert präsentierte in seinem Vortrag das Thema Nachhaltigkeit als mehrdimensionales Querschnittsthema: „Nachhaltigkeit endet nicht an den Grenzen der Ökologie.“

Am Problem der Ungleichheit zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden illustrierte Prof. Dr. Backert die Wichtigkeit der Dimension der sozialen Nachhaltigkeit. So sind nach aktuellen Studien praktisch alle Einkommensgruppen der europäischen Länder dem reichsten Zehntel der Weltbevölkerung zuzurechnen. Wichtige Handlungsebenen der sozialen Nachhaltigkeit sind im globalen Kontext die Reduktion von Ungleichheit und Armut, die Realisierung einer inklusiven Gesellschaft, Diversität und Überwindung von Diskriminierung.

Wie aber kann man aber nun ein Leben gestalten, das den Prinzipien der drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Ökonomie, Ökologie und Soziales – gerecht wird und gleichzeitig ein "gutes Leben" darstellt? Die Antwort hierauf gibt Herr Rossi. Herr Rossi und sein Hund Gastone – zwei Comicfiguren aus den sechziger und siebziger Jahren – sind ständig auf der Suche nach dem Glück, finden es aber nie, da das Erreichte leider nie genug ist – ein Dilemma.

Am Ende seines Vortrags gab Prof. Dr. Backert den Teilnehmer*innen einige Impulse, was der Beitrag der OTH Regensburg für mehr soziale Nachhaltigkeit sein sollte. Als Hochschule ist es die Aufgabe der OTH Regensburg, Chancengleichheit, Diversity, Inklusion und Barrierefreiheit in allen Bereichen zu gewährleisten, psychosoziale und soziale Beratung anzubieten, die OTH noch weiter für Weiterbildung und lebenslanges Lernen zu öffnen und Nachhaltigkeit als zentrales Element der "Third Mission" zu verankern.

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