OTH Regensburg https://www.oth-regensburg.de Aktuelles von der OTH Regensburg en-gb Thu, 29 Jul 2021 20:24:08 +0200 Thu, 29 Jul 2021 20:24:08 +0200 TYPO3 EXT:news news-15531 Thu, 29 Jul 2021 07:27:00 +0200 Festakt zum 50-jährigen Bestehen als Fachhochschule https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/festakt-zum-50-jaehrigen-bestehen-als-fachhochschule.html Heute ab 14 Uhr im Live-Stream: Der Festakt an der OTH Regensburg mit Wissenschaftsminister Bernd Sibler, einer Podiumsdiskussion zum Thema "Menschen bilden. Neues erforschen. Zukunft gestalten." und einem deutlichen Beleg dafür, dass die dynamische Entwicklung der Hochschule weitergeht. "Menschen bilden. Neues erforschen. Zukunft gestalten.": Unter diesem Motto steht heute, 29. Juli 2021, ab 14 Uhr der Festakt an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) anlässlich der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen als Fachhochschule. Die Festrede hält Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst. Moderator der Veranstaltung, die live übertragen wird, ist Tilmann Schöberl, bekannt aus dem Bayerischen Fernsehen und Alumnus der OTH Regensburg.

Eine verlässliche Partnerin der Region

"Menschen bilden. Neues erforschen. Zukunft gestalten.": „Wir wollen beim Festakt zeigen, dass unsere Hochschule eine verlässliche Partnerin für die Menschen in der Region ist, für Studierende, für die Wirtschaft, für Kultur und Gesellschaft. Und wir wollen zeigen, dass wir mit innovativer Forschungsarbeit und nachhaltigen Lösungsansätzen mithelfen wollen und können, die Herausforderungen der Zukunft aktiv anzugehen“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg.

Dr. Johann Vielberth fördert großzügig das Johannes-Kepler-House of International Services

Das dynamische Wachstum der Hochschule und die rege Bautätigkeit auf dem Campus setzen sich fort: Mit dem Neubau des Johannes-Kepler-House of International Services soll auf Initiative und mit enormer finanzieller Unterstützung von Dr. Johann Vielberth im Herzen des Campus ein Zentrum entstehen, in dem die OTH Regensburg ausländischen Partner*innen und Gäst*innen umfassende Beratungs- und Betreuungsangebote bieten und zugleich die Digitalisierung der Kommunikationsformen und des Lehraustausches mit ausländischen Partnern weiter intensivieren will. Beim heutigen Festakt wird dieses Projekt erstmals in öffentlichem Rahmen vorgestellt. Die OTH Regensburg unterhält Partnerschaften mit etwa 220 ausländischen Hochschulen in 62 Ländern und nimmt unter den bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften einen Spitzenplatz bei der internationalen Studierendenmobilität ein.

Tilmann Schöberl moderiert Podiumsdiskussion

"Menschen bilden. Neues erforschen. Zukunft gestalten.": Unter diesem Motto steht auch die von Tilmann Schöberl moderierte Podiumsdiskussion, an der Wissenschaftsminister Bernd Sibler, Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Bezirkstagspräsident Franz Löffler, Dr. Georg Haber, Vorsitzender des Hochschulrats und Präsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Regina Griesbeck von der Studierendenvertretung sowie Prof. Dr. Baier teilnehmen.

Wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie kann der Festakt im Hörsaal S 054 (Seybothstraße 2) leider nur im kleinen Kreis stattfinden, nicht wie ursprünglich geplant als große Veranstaltung für die gesamte Hochschulfamilie und die Öffentlichkeit. Stattdessen haben Interessierte nun die Möglichkeit, die Veranstaltung im Live-Stream zu verfolgen.

Über die OTH Regensburg

Dynamisch wachsend, technisch fokussiert und qualitativ exzellent – die OTH Regensburg ist ein herausgehobener Standort für Lehre, Forschung und Weiterbildung. Mit mehr als 11.000 Studierenden, knapp 230 Professor*innen sowie rund 680 Mitarbeiter*innen ist sie eine der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern. In ca. 120 Laboren und verschiedenen Forschungsclustern werden Innovationen auf den Weg gebracht. Die OTH Regensburg bietet ihren Studierenden ein breites Fächerspektrum aus den Bereichen Technik und Wirtschaft, Informatik und Mathematik, Soziales und Gesundheit, Architektur und Design. Der besondere Fokus liegt auf technischen Studienangeboten – knapp 70 Prozent der Studierenden sind in mathematischen, naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Fächern immatrikuliert.

Zugleich spielen wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fachbereiche eine tragende Rolle für das Selbstverständnis der Technischen Hochschule. Das so entstehende interdisziplinäre, vielfältige Studienangebot wird ergänzt durch ein breites Spektrum von Zusatzstudien und Wahlangeboten, die Orientierungswissen und interkulturelle Kompetenzen vermitteln. Neben einem umfassenden Studienangebot aus derzeit 32 Bachelor- und 25 Masterstudiengängen, stellt die OTH Regensburg ihren Studierenden moderne Serviceeinrichtungen – unter anderem das Familienbüro mit einem attraktiven Betreuungs- und Beratungsangebot – sowie eine preisgekrönte Bibliothek zur Verfügung.

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news-15527 Thu, 29 Jul 2021 07:22:00 +0200 13. Ausgabe des E-Journals AKWI erschienen https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/13-ausgabe-des-e-journals-akwi-erschienen.html Maßgeblich verantwortet durch die OTH Regensburg, in Person des Chefredakteurs Prof. Dr. Frank Herrmann, konnte kürzlich die 13. Ausgabe des E-Journals "Anwendungen und Konzepte in der Wirtschaftsinformatik" publiziert werden. Die aktuelle Ausgabe der "Anwendungen und Konzepte in der Wirtschaftsinformatik" (AKWI) besteht aus 17 Artikeln, die vorwiegend dem Geschäftsprozessmanagement, dem Data-Science sowie dem SAP-System zugeordnet werden können.

Schwerpunkt: Geschäftsprozessmanagement

Im Bereich des Geschäftsprozessmanagements spiegelt sich die gestiegene Relevanz des Themas der "Robotic Process Automation" (RPA) diesmal stark in der Präsenz bei den vorliegenden Beiträgen dieses Bereichs wider. Einer der Artikel befasst sicht mit der Anwendung der RPA im Bereich der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Kombination mit einem ERP-System , während ein weiterer Artikel neben der RPA-Komponente zusätzliche Prozessautomatisierungskomponenten hinzunimmt. Ergänzt wird dieser Themenbereich um einen Artikel zur Entwicklung eines RPA-Frameworks, welches das Ziel hat, eine Grundlage zur Anwendung von RPA in Unternehmen zu schaffen. Im Bereich des Prozessmanagements behandelt ein Artikel die Implementierung operativer Exzellenz, bei dem auch das Thema der Prozesssimulation eine Rolle spielt.

Schwerpunkt: Data-Science

Im Bereich des Data-Science findet sich unter den Beiträgen ein Artikel zum Anwendungsbereich des Wertpapierhandels sowie einen zur Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI)/ Big Data im Bereich der technischen Sauberkeit. Letzteres ist im Umfeld einer industriellen Fertigung eine wichtige Unterstützungsfunktion zur Prozessautomatisierung. Abgerundet wird dieser Themenbereich mit einem Artikel zu KI-Anwendungen sowie einem Artikel zum Thema der Simulation im Logistikumfeld. Hier wird dargestellt, wie die Auswirkungen eines wesentlichen Eingriffs in die Produktionsstrategie durch ein Simulationsmodell prognostiziert werden können. Ein weiterer Artikel thematisiert KI im Vertrieb und die intensivere Nutzung von Chatbots, was ein entsprechender zur Verbesserung der Zugänglichkeit komplexer Dokumente belegt.

Neben diesen beiden Bereichen beinhaltet die aktuelle Ausgabe der AKWI noch drei Artikel aus dem Bereich der betrieblichen Anwendungen, wobei in einem Artikel ein Web-Portal die Abläufe in einem ERP-System verbessert, ein anderer Artikel den Einsatz von Apps zur Verbesserung der Logistik beschreibt und ein dritter Artikel ein Ereignisverarbeitungssystem bei der DB Fernverkehr AG erläutert.

Schwerpunkt: SAP-System

Schließlich gibt es drei Artikel über das SAP-System: zur Transformation von SAP GUI zu SAP Fiori im Einkaufsumfeld, zur vergleichenden Bewertung zwischen SAP BW/4HANA und einem SAP HANA SQL Data Warehouse und zur Visualisierung von analytischen Business-Intelligence-Ergebnissen mit SAP auf verschiedenen Endgeräten.

Dieses breite Spektrum an Themen, vor allem aus der industriellen Praxis, belegt, dass Wirtschaftsinformatiker*innen einen signifikanten Beitrag in vielen Unternehmensbereichen leisten.

Die dreizehnte Ausgabe der AKWI ist online verfügbar.

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news-15530 Wed, 28 Jul 2021 08:34:00 +0200 Infoabend zum ausbildungsintegrierenden Studiengang Logopädie https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/infoabend-zum-ausbildungsintegrierenden-studiengang-logopaedie.html Ende Juni 2021 fand der jährliche Infoabend zum ausbildungsintegrierenden Bachelorstudiengang Logopädie statt, durchgeführt von Prof. Dr. Norina Lauer als Studiengangleitung. Der Studiengang Logopädie mit Start im Wintersemester ist ein ausbildungsintegrierendes Studium, das mit dem Bachelor of Science abschließt. Neben der Ausbildung an einer der kooperierenden Berufsfachschulen in Regensburg, München, Augsburg und Ingolstadt besuchen die Studierenden in den ersten sechs Semestern blockweise Lehrveranstaltungen an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) und besuchen so Lehrveranstaltungen wie "Empirisch-wissenschaftliches Arbeiten" oder "Forschungsmethoden". Nach Abschluss der Ausbildung schließen sich drei Vollzeitsemester an, in denen das bisher praktisch und theoretisch Gelernte weiter vertieft wird.

Ziel des ausbildungsintegrierenden Studiums ist es, Reflective Practitioner auszubilden, die in der therapeutischen Versorgung von Patient*innen in der Lage sind, wissenschaftlich fundiert zu handeln und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in das berufliche Handeln zu integrieren. Dies umfasst zum einen wissenschaftliche Recherche und Wissensmanagement, aber auch evidenzbasiertes Arbeiten und wissenschaftliche Reflexion. Während des Studiums erlernen die Studierenden zudem Gesprächs- und Führungskompetenzen, sodass sie fähig sind, interdisziplinär zu arbeiten und die Leitung eines Teams in einer Klinik oder Praxis zu übernehmen.

In der Gesundheitsversorgung sind Qualitätssicherung und -verbesserung ein ständiges Ziel und der Bedarf nach akademisch qualifiziertem Personal wächst. Im internationalen Kontext ist ein akademischer Abschluss in der Logopädie schon lange üblich, so dass der Abschluss dieses Studiums internationale Karrierewege ermöglicht. Aufbauend auf dem Bachelorabschluss kann zudem ein weiterführendes Masterstudium absolviert werden. Ebenso ist eine fachliche Spezialisierung möglich sowie der Eintritt in Lehre und Forschung, was zur Professionalisierungsentwicklung der Logopädie beiträgt.

Die virtuell anwesenden Interessierten hatten etliche Fragen. Besonders beschäftigte sie die aktuelle Situation in der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf Lehrformen und -angebote. Viele Lehrangebote werden zunächst auch weiterhin virtuell angeboten werden, mit einzelnen Angeboten in Präsenzform. Viele Studierende höherer Semester bieten hier anderen Studierenden Übernachtungsmöglichkeiten für die Blockveranstaltungen an – aufgrund der relativ kleinen Semestergruppen sind die Logopädie-Studierenden gut vernetzt.

Der nächste Infoabend findet am 31. Mai 2022 um 17 Uhr statt.

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Nachrichten-Fakultät-Angewandte-Sozial-und-Gesundheitswissenschaften
news-15526 Tue, 27 Jul 2021 07:54:00 +0200 Lebendiges Netzwerk der LaKoF-Geförderten https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/lebendiges-netzwerk-der-lakof-gefoerderten.html Mehr als 40 Frauen folgten Mitte Juli 2021 der Einladung der LaKoF Bayern/HAW zu einem zweiten Alumnitreffen. Den heterogenen Teilnehmerinnenkreis aus aktuellen und ehemaligen Stipendiatinnen und Seminarteilnehmerinnen der Seminare "Berufsziel Professorin an einer Hochschule" eint eins: die Qualifikation für eine akademische Laufbahn. Die Programme der Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Bayerischen Hochschulen (LaKoF Bayern/HAW) unterstützen und begleiten qualifizierte Frauen auf diesem Karriereweg.

Zum anderen sollen die Frauen in diesen Programmen auch Kontakte knüpfen und einen intensiven Austausch pflegen. Daher wurde bereits 2018 ein erstes und sehr erfolgreiches Alumni-Treffen ins Leben gerufen. Dass das zweite Treffen dieses Mal nur virtuell stattfand, tat dem regen Austausch untereinander keinen Abbruch. Am Nachmittag wurde in Kleingruppen zu verschiedenen Themen wie die Endphase der Promotion oder Alltag als Professorin diskutiert, Erfahrungen weitergegeben und Fragen beantwortet. „Wir sind immer wieder positiv überrascht, wie offen und ehrlich die Atmosphäre bei diesen Treffen ist. Für uns ist das eine Bestätigung, dass das Angebot eine sinnvolle Ergänzung ist.“ resümiert Frau Prof. Dr. Süß-Gebhard. Besonders bereichernd sei es, dass sich auch die bereits berufenen Frauen einbrächten und bereit sind, ihren Wissensvorsprung mit denen zu teilen, die auf dem Karriereweg noch nicht so weit sind.

Neben dem Austausch stand aber auch ein Input zu "Erfahrungen und Perspektiven aus den Corona-Semestern" auf der Agenda. Drei Professorinnen der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg), Prof. Dr. Katherine Gürtler, Prof. Dr. Sabine Jaritz und Prof. Dr. Birgit Rösel, berichteten über ihre ganz persönlichen Vorgehensweisen in den letzten Semestern und diskutierten in einem Podiumsgespräch über das, was sie auch künftig in ihrer Präsenzlehre implementieren möchten.

Am Ende des Tages waren sich alle einig, es muss bald ein drittes Treffen dieser Art geben.

 

Über die LaKoF Bayern

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten aller bayerischen Hochschulen, d.h. der Universitäten sowie der Hochschulen für angewandte Wissenschaften und der Kunst- und Musikhochschulen, koordinieren ihre Tätigkeit auf Landesebene in der Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Bayerischen Hochschulen (LaKoF Bayern). Die LaKoF Bayern vertritt die Interessen von Wissenschaftlerinnen, Studentinnen und Frauen des wissenschaftsstützenden Personals. Sie nimmt durch Stellungnahmen, Empfehlungen und Vorstellung von Konzepten Einfluss auf die gleichstellungspolitische Diskussion, auf Entscheidungen des Ministeriums im Bereich der Hochschulen in Bayern und darüber hinaus. Die Landeskonferenz findet in der Regel ein- bis zweimal im Jahr statt.

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news-15528 Tue, 27 Jul 2021 07:39:00 +0200 Der Dirigent als CEO eines Orchesters https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/der-dirigent-als-ceo-eines-orchesters.html Dirigent Michael Balke sprach bei den "Lectures in Leadership" über Führungsarbeit im Musikbetrieb. Motivation, Vertrauen, Wertschätzung, Respekt: Für den international gefragten Dirigenten Michael Balke sind das entscheidende Elemente erfolgreicher Führungsarbeit. Über Parallelen der Arbeit von Führungskräften in Wirtschaft und Musikbetrieb sprach der 42-Jährige in der Vortragsreihe "Lectures in Leadership" von Universität Regensburg und Ostbayerischer Technischer Hochschule Regensburg (OTH Regensburg).

Gemeinsamkeiten zwischen Musikbetrieb und Wirtschaft

Führung findet nicht nur in Wirtschaftsunternehmen statt, sondern auch in anderem Kontext. „Der Leadership Group ist es ein Anliegen, Vielfalt in der Führungsaufgabe und von Führungspersonen zu zeigen“, sagte Prof. Dr. Susanne Nonnast von der Fakultät Betriebswirtschaft an der OTH Regensburg und bezeichnete den Dirigenten als „CEO eines Orchesters“. Normalerweise dirigiert Michael Balke in der Elbphilharmonie Hamburg, an der Semperoper in Dresden oder in der Tchaikovsky Concert Hall in Moskau. Für die "Lectures in Leadership" jedoch nahm er sich Zeit, Professor*innen, Studierenden und Alumni beider Regensburger Hochschulen spannende Einblicke in die Arbeit in und mit einem Orchester zu gewähren.

So sei der Aufbau eines Orchesters „starr und strikt wie in vielen Unternehmen“. Hierarchien und Zuständigkeiten sind klar geregelt. Etwa, wenn es darum geht, freie Stellen in einem Orchester neu zu besetzten. Der Dirigent hat dabei ebenso wenig das Sagen, wie das Management. Vielmehr entscheiden die Musiker*innen in einem speziellen Auswahlverfahren selbst, mit wem sie nicht selten in den nächsten 30 Jahren zusammenspielen wollen. Denn Orchestermusiker*innen werden in der Regel auf Lebenszeit bestellt, da muss die Chemie untereinander stimmen. Dieses weitgehende Selbstbestimmungsrecht des Orchesters in Personalfragen ist für Balke ein Element der Motivation der Gruppe. „Ein Dirigent hält sich da besser raus, wenn er clever ist.“

Vertrauen ist die Grundlage

Interessant: Ein Dirigent könne nicht sagen „heute spielt jemand anderes das Solo, weil du es gestern schlecht gespielt hast“. Vielmehr sei es Aufgabe des Dirigenten, den Musiker*innen „eine klare Vision zu geben“. Balkes Ziel: „Dem Willen des Komponisten so nah wie möglich kommen.“ Und: Nach Abschluss der Probenarbeit sollten alle Mitglieder des Orchesters wissen, „was, wie, warum zu tun ist“. Im Idealfall sollen die Musiker*innen nach gelungener Aufführung „das Gefühl haben, es war ihrs, sie machten es nicht mir zuliebe“.

Der Weg dorthin beschreitet Michael Balke in der Überzeugung „Vertrauen in beide Richtungen“, also zwischen Dirigent und Orchester, „kann unglaublich viel bewirken“. Ein klares Nein gab’s für das Mikromanagement: „Es bringt nichts, einzelne Stellen eines Stücks häufig zu wiederholen. Es wird nicht besser.“ Stattdessen wechselten die Musiker*innen irgendwann in den „Dienst nach Vorschrift“.

Balke ist überzeugt, eine Führungskraft müsse ihr eigenes Ego hintanstellen, nicht immer leiten, sondern ein Orchester „auch mal laufen lassen“ – eben: ihm Vertrauen schenken. Wertschätzung und Respekt für die Kolleg*innen seien „wahnsinnig wichtig“ – „klingt banal, ist aber nicht selbstverständlich“. Ein guter Dirigent baue ein Netzwerk, zeige den Bläser*innen, dass sie leiser spielen sollten, damit die Geigen besser hörbar sind. „Sie tun es also für ihre Kollegen, nicht für mich.“

Freilich ließ Michael Balke keinen Zweifel daran, dass am Ende des Tages der*der Dirigent*in die Verantwortung trage für Erfolg oder Misserfolg, insbesondere in den Augen des Publikums und der Presse. Daher sei klar: „Den großen Fahrplan gebe ich vor.“

„...keine Lecture mehr, sondern ein Dialog“

Fazit von Prof. Dr. Susanne Nonnast: „Michael Balke ist es gelungen, durch seinen inspirierenden Vortrag und die eingespielten Videos ein Gänsehautgefühl im virtuellen Raum auszulösen und die Zuhörer*innen zum Nachfragen und Reflektieren anzuregen. Am Ende war die Veranstaltung keine Lecture mehr, sondern ein Dialog.“ Und auch der Dirigent sagte: „Ich habe den Abend sehr genossen.“ Die vielen Fragen und Kommentare zeigten immer wieder, „wie viele Parallelen es doch zwischen unseren Welten gibt und wie beide Seiten vom Blickwinkel des anderen profitieren können“.

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Nachrichten-Fakultät-Betriebswirtschaft
news-15524 Mon, 26 Jul 2021 07:48:00 +0200 O/HUB zu Gast im Landratsamt Regensburg https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/ohub-zu-gast-im-landratsamt-regensburg.html Landrätin Tanja Schweiger lobte beim Besuch des O/HUB-Teams der OTH Regensburg im Landratsamt Regensburg dessen erfolgreiche Kooperation mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises. Das Team des Oberpfalz Start-Up HUB (O/HUB) der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) war zu Gast im Landratsamt Regensburg. Landrätin Tanja Schweiger begrüßte zum Workshop mit der Wirtschaftsförderung, an dem auch die Regionalmanagerin Magdalena Meyerweißflog teilnahm. Dabei bedankte sich die Landrätin für die bisherige, sehr gute Zusammenarbeit der OTH Regensburg mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises. Sie stellte die Wichtigkeit einer guten Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft heraus, um die Region langfristig voranzubringen im Sinne Schaffung von Arbeitsplätzen und wirtschaftlicher Prosperität. „Der Landkreis Regensburg soll nicht nur die Region sein, in der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wohnen, sondern auch ein gefragter Standort für innovative Unternehmen sein.“, sagte die Landrätin.

Aus dem Gespräch ergaben sich neue Ansätze für eine weitere enge Zusammenarbeit für den O/HUB und den Landkreis Regensburg als enge Netzwerkpartner.

 

Über O/HUB

Der O/HUB ist ein Verbundprojekt der Oberpfälzer Hochschulen OTH Regensburg, Universität Regensburg und OTH Amberg-Weiden und wird von Prof. Dr. Sean Patrick Saßmannshausen koordiniert. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Programms "EXIST – Existenzgründungen aus der Wissenschaft" gefördert und hat das Ziel, als zentrale Drehscheibe die Gründungskultur in der Oberpfalz nachhaltig voranzutreiben. Ständig aktuelle Informationen gibt es auf der Website von O/HUB.

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news-15525 Fri, 23 Jul 2021 10:39:40 +0200 Bessere Unterstützung für pflegende Angehörige https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/bessere-unterstuetzung-fuer-pflegende-angehoerige.html Im Auftrag der Staatsregierung haben Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker und Prof. Dr. Annette Meussling-Sentpali von der OTH Regensburg einen Leitfaden für Fachstellen für pflegende Angehörige angefertigt. Mit rund 110 Fachstellen für pflegende Angehörige hat Bayern ein gutes Beratungsnetz. Allerdings steigt der Beratungsbedarf, Technik und neue Medien werden verstärkt genutzt, Angehörige zu pflegender Menschen leben nicht immer in unmittelbarer Nähe. „Abläufe in den Beratungsstellen müssen daher neu justiert werden“, sagen Dr. Irmgard Schroll-Decker und Dr. Annette Meussling-Sentpali. Die beiden Professorinnen der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) haben im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege die Broschüre "Empfehlungen zur konzeptionellen Ausrichtung der Fachstellen für pflegende Angehörige" erstellt.

Laut aktueller Pflegestatistik werden von den über 490.000 Pflegebedürftigen in Bayern mehr als drei Viertel ausschließlich durch Angehörige betreut und gepflegt. In Bayern gibt es rund 110 Fachstellen für pflegende Angehörige, die durch Angebote der psychosozialen Beratung, der begleitenden Unterstützung und der Entlastung dafür sorgen wollen, dass die pflegenden Angehörigen während der oft lang andauernden Pflege eines nahestehenden Menschen selbst nicht erkranken.

Die Staatsregierung fördert das gut etablierte und in Deutschland einzigartige Netz der Fachstellen für pflegende Angehörige im "Bayerischen Netzwerk Pflege". Seit Beginn der Arbeit dieser Fachstellen im Jahr 1998 haben sich die Beratungs- und Unterstützungsstrukturen für Menschen mit Pflegebedarf und ihre Angehörigen kontinuierlich weiterentwickelt. Eine passgenaue Beratung und die verstärkte Vernetzung und Abstimmung der bestehenden und neuen Beratungsstellen werden immer wichtiger.

Beratungsstellenstruktur im Wandel

Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker und Prof. Dr. Annette Meussling-Sentpali von der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften an der OTH Regensburg erhielten vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege den Auftrag, eine Handreichung zu erstellen. Diese zeigt auf, wie sich die Fachstellen für pflegende Angehörige in den mehr als 20 Jahren seit ihrer Einführung verändert haben. Zugleich liegt ein besonderer Fokus auf der künftigen Ausrichtung ihrer Aufgaben, insbesondere in der Kooperation mit anderen Akteuren vor Ort, etwa den mehr als 50 Pflegestützpunkten, die derzeit in Bayern entstehen oder bereits entstanden sind.

 „Die Veränderung der Beratungsstellenstruktur wird zunächst eine Neujustierung von Abläufen bedeuten. Aufgrund des hohen Anfalls an Informations-, Beratungs- und Unterstützungsbedarf und der vorhandenen Expertise wird sich daraus die erwartete, vor allem lokale, Ergänzung einstellen“, sind sich Prof. Dr. Schroll-Decker und Prof. Dr. Meussling-Sentpali sicher. Neue Herausforderungen seien etwa die Unterstützung für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen, die Beratung von Menschen mit Migrationshintergrund und die Hilfe für sogenannte "young carers", das sind Minderjährige, die Angehörige pflegen.

Gelungene Zusammenarbeit

Lob für die entstandene Handreichung gab’s von Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek. Die beiden Professorinnen selbst sprechen von einer gelungenen Zusammenarbeit über die Grenzen von Fachbereichen hinweg. Prof. Dr. Meussling-Sentpali lehrt und forscht in Pflegewissenschaften, Prof. Dr. Schroll-Decker in Sozialmanagement und Bildungsarbeit. Der Ansatz ist typisch für die OTH Regensburg, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, in Forschung und Lehre alle gesellschaftlich relevanten Themen aufzugreifen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten. Im konkreten Fall seien die beiden Perspektiven unter anderem bei der Erstellung des Leitfadens für Interviews „sehr hilfreich“ gewesen.

Die Ergebnisse der Befragung und erste Hinweise wurden bei der Online-Fachtagung "Pflegestützpunkte" der Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern präsentiert. Die Broschüre wurde unter Mitwirkung von Catrin Krauß erstellt und steht im Publikationsshop der Bayerischen Staatsregierung kostenlos zum Download bereit.

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Nachrichten-Fakultät-Angewandte-Sozial-und-Gesundheitswissenschaften
news-15511 Fri, 23 Jul 2021 09:01:00 +0200 Prof. Dr. Christoph Palm ist neues Mitglied des Editorial Boards von "Diagnostics" https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/prof-dr-christoph-palm-ist-neues-mitglied-des-editorial-boards-von-diagnostics.html Der Leiter des Labors Regensburg Medical Image Computing und Mitglied des Regensburg Center of Biomedical Engineering sowie Regensburg Center of Health Sciences and Technology wurde als neues Mitglied in das Editorial Board der Zeitschrift "Diagnostics" berufen. Die Zeitschrift "Diagnostics" (Impact Factor 3.7), eine internationale open access Zeitschrift des Schweizer Wissenschaftsverlags MDPI, hat Prof. Dr. Christoph Palm, Leiter des Labors Regensburg Medical Image Computing (ReMIC) und Mitglied des Regensburg Center of Biomedical Engineering (RCBE) und Regensburg Center of Health Sciences and Technolgy (RCHST), ins Editorial Board aufgenommen.

Als Teil der Sektion "Machine Learning and Artificial Intelligence in Diagnostics" wird er sich mit weiteren internationalen Fachleuten um die Qualitätssicherung der Einreichungen zur Medizinischen Diagnostik mit Hilfe von Deep Learning und Künstlicher Intelligenz kümmern.

MDPI betreibt nach eigenen Angaben „ein strenges und transparentes Peer-Review-Verfahren, das auf maximale Qualität abzielt. Das Peer-Review-Verfahren wird von der wissenschaftlichen Community durchgeführt.“

Prof. Dr. Christoph Palm sagte, er freue sich über die Berufung in das Editorial Board von "Diagnostics", weil sie zeige, dass die Forschungserfolge und die einschlägigen Fachpublikationen des ReMIC-Labors auch international gewürdigt werden.

 

Über das Regensburg Center of Health Sciences and Technolgy (RCHST)

Das Regensburg Center of Health Sciences and Technolgy (RCHST) ist eine fakultätsübergreifende Forschungseinrichtung der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg), die von der bayerischen Staatsregierung maßgeblich unterstützt wird. Das RCHST bündelt umfangreiche Expertise und Aktivitäten in Lehre, Forschung und Weiterbildung in den Bereichen Medizintechnik, Medizinische Informatik, Gesundheits- und Sozialwissenschaften sowie Ethik und Technikfolgenabschätzung und entwickelt sie weiter. Die OTH Regensburg greift damit aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und Aufgabenstellungen wie die demografische Entwicklung in Deutschland, den medizinisch-technischen Fortschritt, die Digitalisierung in der Medizin sowie das wachsende Gesundheitsbewusstsein auf.

Das RCHST wurde 2017 gegründet und setzt sich derzeit aus zwölf Mitgliedslaboren zusammen. Es wird von einem wissenschaftlichen Direktorium geleitet, unterstützt von der RCHST Geschäftsstelle.

Über das Regensburg Center of Biomedical Engineering (RCBE)

Das Regensburg Center of Biomedical Engineering (RCBE) ist eine fakultäts- und hochschulübergreifende Forschungseinrichtung zur Koordination und Förderung der interdisziplinären Forschung im Bereich Healthcare Technology, insbesondere auf den Gebieten Medizinische Informatik und Medizintechnik. Seit seiner Gründung 2012 bündelt es die biomedizinische Kompetenz der Universität Regensburg und die ingenieurwissenschaftliche sowie die medizininformatische Kompetenz der OTH Regensburg (derzeit sieben Mitgliedslabore). Dabei steht die gemeinsame Forschung und Entwicklung sowie die Weiterbildung im Fokus. Das RCBE wird von einem wissenschaftlichen Direktorium geleitet, unterstützt von der RCBE Geschäftsstelle.

Das RCBE hat sich zur Aufgabe gemacht, Forschung mit den Methoden der Medizinischen Informatik und der Medizintechnik zur Unterstützung der Medizin und des Gesundheitsbereichs auf den Gebieten Grundlagenforschung, Prävention, Diagnose, Therapie, Versorgung & Vernetzung und Wissenschaftliche Ausbildung zu betreiben.

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Nachrichten-Forschung
news-15522 Fri, 23 Jul 2021 08:09:00 +0200 Die OTH Regensburg ist jetzt Fairtrade-University https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/die-oth-regensburg-ist-jetzt-fairtrade-university.html Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen: Die OTH Regensburg darf sich jetzt offiziell Fairtrade-University nennen. „Damit wollen wir ein starkes Zeichen setzen für soziale Gerechtigkeit und nachhaltiges Handeln“, sagt Peter Endres, Kanzler der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) sowie Leiter der Steuerungsgruppe Fairtrade.

Die Auszeichnung als Fairtrade-University wird verliehen von TransFair e.V. – Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt. Voraussetzung für eine Auszeichnung ist die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema an der Hochschule. Zum Nachweis musste die OTH Regensburg fünf Kriterien erfüllen, die das Engagement für fairen Handel auf verschiedenen Ebenen nachweisen.

„Die Zertifizierung ist ein bedeutender Schritt in Richtung Nachhaltigkeit an unserer Hochschule. Sie signalisiert die Notwendigkeit des Themas und zeigt, wie wichtig es im Hochschulkontext ist, fairen Handel als Teil einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie zu adressieren. Die OTH Regensburg positioniert sich mit dieser Auszeichnung als verantwortungsbewusste Hochschule, die Produkte aus fairem Handel am Campus einsetzt“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg.

Fairtrade an der OTH Regensburg

Die Auswirkungen dieser Zertifizierung auf das Hochschulleben sind weitreichend. Zum einen wird der Fokus verstärkt auf fair gehandelte Produkte gelegt, wie zum Beispiel fairen Kaffee oder faire Schokolade. Darüber hinaus soll der Diskurs über Themen wie soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und natürlich fairer Handel weiter angeregt werden. Dazu beitragen sollen regelmäßige Veranstaltungen und Aktionen zur Sensibilisierung und Information der Hochschulgemeinschaft.

Maßgeblich für die erfolgreiche Zertifizierung waren der flächendeckende Verkauf von Fairtrade-Kaffee und anderen fair gehandelten-Produkten in allen Cafeterien sowie das Angebot von Produkten aus fairem Handel bei regelmäßigen Sitzungen und größeren Veranstaltungen der OTH Regensburg.

Hinzu kamen während der Corona-Pandemie unter anderem zwei vom GreenOffice und der Arbeitsgruppe Fairtrade initiierte Aktionen. In Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Niederbayern-Oberpfalz gestaltete das Team des GreenOffice Plakate, um auf die fair gehandelten Produkte aufmerksam zu machen, die an der OTH Regensburg erhältlich sind. Fairer Kaffee, faire Schokolade und fair gehandelter Tee sind in den Cafeterien sowie den Automaten des Studentenwerks erhältlich. Mithilfe der Plakate und einer Social Media-Aktion informierte das GreenOffice zudem über die zwei großen Fair-Handels-Siegel, Fair Trade und GEPA.

Im April 2021 schließlich veranstaltete Fairtrade Deutschland an der OTH Regensburg eine Aktionswoche mit dem Titel "Fashion Revolution". Der Verein erinnerte an den Einsturz des Textilfabrikgebäudes "Rana Plaza" in Bangladesch im Jahr 2013, um über fairen Handel in der Modebranche ins Gespräch zu kommen. Eine Woche lang wurden in Zoom-Gesprächen und Instagram-Live-Talks unter anderem die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Textilbranche sowie Visionen für eine gerechtere Modeindustrie thematisiert. Die OTH Regensburg beteiligte sich an einem der Live-Talks und ging der Frage nach, ob Mode als verderbliche Ware eingestuft werden müsste.

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news-15512 Mon, 19 Jul 2021 10:37:24 +0200 OTH Regensburg baut mit am Stromnetz der Zukunft https://www.oth-regensburg.de/new-startpage/hochschule/aktuelles/einzelansicht/news/oth-regensburg-baut-mit-am-stromnetz-der-zukunft.html 1,9 Millionen Euro für die Integration von Strom in die Sektoren Wärme und Mobilität: Die Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher (FENES) arbeitet mit im Forschungsverbund STROM. Mehr Photovoltaikanlagen, mehr E-Mobilität, verstärkter Einsatz von Wärmepumpen und Blockheizkraftwerken: Das stellt die Energieversorger vor Herausforderungen bei Planung und Betrieb des Stromnetzes der Zukunft. Mit den Stadtwerken Forchheim und Waldmünchen entwickelt die Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher (FENES) an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) eine technisch und ökonomisch nachhaltige Netzplanung in städtischen Verteilnetzstrukturen. Sie ist damit Teil des Forschungsverbunds STROM, an dem Hochschulen, Kommunalunternehmen und Industriepartner aus ganz Bayern beteiligt sind. Die Bayerische Forschungsstiftung stellt für das Projekt rund 1,9 Millionen Euro zur Verfügung.

Den CO2-Ausstoß weiter reduzieren

Fachleute sind überzeugt: Der CO2-Ausstoß in Deutschland lässt sich weiter reduzieren, wenn Strom aus erneuerbaren Energien in den Sektoren Verkehr und Wärme zunehmend fossile Energieträger ersetzt. Wie die Kopplung dieser Sektoren gelingen kann, daran arbeitet der Forschungsverbund "Energie – SekToRkOpplung und Micro-Grids", kurz STROM. Das Projekt verbindet Forscherinnen und Forscher der Hochschule Ansbach, der TH Ingolstadt, der Hochschule München, der TU München und der OTH Regensburg sowie 26 Unternehmen aus der Energiebranche.  

„Es ist unbestritten, dass ein Großteil der Veränderungen, die die Energiewende sowie die voranschreitende Sektorenkopplung mit sich bringen, sich auf die Verteilnetzebene und damit auch auf die Netzgebiete vieler Stadtwerke auswirken wird“, sagt Prof. Dr. Oliver Brückl, der das Projekt an der Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher (FENES) der OTH Regensburg leitet. Mit seinem wissenschaftlichen Mitarbeiter Hermann Kraus sowie den Stadtwerken Forchheim und Waldmünchen will Prof. Dr. Brückl eine „technisch und ökonomisch nachhaltige Netzplanung erarbeiten“. Dabei sollen Szenarien für die zukünftige Entwicklung der Bezugs- und Erzeugungsanlagen, der E-Mobilität und der KWK-Anlagen im Netzgebiet der Stadtwerke berücksichtigt werden.

Das Potential der Kosteneinsparungen darlegen

Die Untersuchungen sollen zeigen, welche Auswirkungen die Kopplung des Wärme- und Verkehrssektors mit dem Stromsektor auf das Stromnetz hat und welche Änderungen sich im Aufbau des Stromnetzes sowie auch im Verhalten der angeschlossenen Kund*innen ergeben. Bei der Betrachtung von zukünftig sinnvollen Netzplanungsmaßnahmen soll unter anderem der Einsatz eines Speichers zur Eigenoptimierung der Stadtwerke analysiert werden, um die Auswirkungen auf das Stromnetz einschätzen und das Potential der Kosteneinsparungen darlegen zu können. „Letztlich sollen aus den Projektergebnissen Handlungsempfehlungen abgeleitet und ein allgemeingültiger Leitfaden für Verteilnetzbetreiber entwickelt werden“, so Prof. Dr. Brückl.

Mit der Beteiligung zahlreicher Industriepartner im Verbund soll eine umfassende Bandbreite der Projektergebnisse erreicht und somit das Thema "Sektorenkopplung" in seiner Gesamtheit betrachtet werden.

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Nachrichten RCER (Energie) Elektro- und Informationstechnik (Fakultät EI)