Zweites Konstortialtreffen in Ingolstadt

20.12.2018

„Den Richtigen das Richtige richtig vermitteln“: Das zweite EVELIN-Konstortialtreffen 2018 erforschte Bedingungen zur Kompetenzbildung und präsentierte den Forschungsstand in den Teilprojekten.

EVELIN-Konstortialtreffen 2018 in Ingolstadt. Foto: Prof. Dr. Jürgen Mottok

EVELIN-Konstortialtreffen 2018 in Ingolstadt. Foto: Prof. Dr. Jürgen Mottok

Zum zweiten Konsortialtreffen des Projekts EVELIN in 2018 trafen sich am 13. und 14. Dezember rund 30 Wissenschaftler/innen aus den aus den Standorten HS Aschaffenburg, HS Coburg, HS Kempten, HS Neu-Ulm und der OTH Regensburg im Hochschuldidaktischen Zentrum DiZ in Ingolstadt. Die Veranstaltung eröffnete der Gesamtprojektleiter des Verbundes, Professor Dr. Jürgen Mottok, OTH Regensburg. Im Zentrum der Tagung standen neben einem Workshop über Kompetenzen in der Lehre Vorträge über die Forschungsstände der laufenden Vorhaben innerhalb der Teilprojekte von EVELIN.

Den ersten Tag gestaltete Prof. Dr. Jost Reischmann, emeritierter Professor für Andragogik an der Universität Bamberg. Er arbeitete im Rahmen eines Tagesworkshops zum Thema „Erfolgsfaktoren für gute Lehre, Didaktik/Methodik und Kompetenzorientierung“ mit den Mitarbeiter/innen des Projekts. In einem abwechslungsreichen Vortrag mit interaktiven Elementen verdeutlichte er, unter welchen Gelingensbedingungen „den Richtigen das Richtige richtig“ zu vermitteln ist. Reischmann summierte seine Ausführungen zu einer Kernaussage: Gute Lehre hat viele Dimensionen. Um diese greifbar zu machen, erarbeiteten die Teilnehmer*innen mittels eines Fragebogens vier davon und definierten die notwendigen Elemente für die Ausprägung von Kompetenz. Diese sind in der agierenden Person, dem Systemkontext und den zur Verfügung stehenden Ressourcen zu verorten.

Den zweiten Tag bestimmte ein wissenschaftliches Symposium. Nachwuchswissenschaftler/innen gaben Einblicke in den aktuellen Stand ihrer Forschungen im Bereich der Verbesserung des Lehrens und Lernens von Software Engineering. Stellvertretend für das Regensburger OTH-Team stellten Rebecca Reuter und Florian Hauser ihre Themen vor.

Das Regensburger EVELIN-Team startet nun aufbauend auf den Impulsen von Prof. Dr. Jost Reischmann und den Anregungen der anderen Standorte in das neue Projektjahr. Das im Rahmen des Qualitätspakts Lehre vom BMBF geförderte Forschungsvorhaben unter dem Titel „Experimentelle Verbesserung des Lehrens und Lernens von Software Engineering“, kurz EVELIN, befindet sich derzeit in der zweiten Förderphase und läuft noch bis zum 31.12.2020. Forscher*innen der beteiligten Hochschulen Aschaffenburg, Coburg, Kempten, Neu-Ulm und Regensburg suchen hier gemeinsam nach zukunftsfähigen Lösungen zur operativen Verbesserung der Lehre im Software Engineering.

Prof. Dr. Jürgen Mottok, Gesamtprojektleiter des Fördervorhabens EVELIN, resümiert, dass eine am Kostruktivismus als Weltbild orientierte Lehre den Einzelnen abholt. Kontexte mit praxisnahen Beispielen gestalten Momente eines Lernens, das Fragen auslöst und die Lernenden involviert. Er zitiert den Gastreferenten Prof. Dr. Reischmann: „Mitteilenswertes mitteilenswert mitteilen!“
 

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