Zentrum Digitalisierung.Bayern fördert Doktorand der OTH Regensburg

06.02.2018
Von: Stabsstelle Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Durchaus eine Auszeichnung ist das Stipendium, das Clemens Birkenmaier von der OTH Regensburg vom „Zentrum Digitalisierung.Bayern“ erhält. Nur zwei Stipendien gehen bayernweit an Promovierende von Hochschulen für angewandte Wissenschaften.

OTH Regensburg-Stipendiat Clemens Birkenmaier

OTH Regensburg-Stipendiat Clemens Birkenmaier ist einer von zehn Doktorandinnen und Doktoranden in Bayern, die ein ZD.B-Promotionsstipendium erhalten, und nur einer von zwei von einer Hochschule für angewandte Wissenschaften. Foto: ZD.B

Die Fellowship-Stipendiatinnen und -Stipendiaten

Die zehn Doktorandinnen und Doktoranden, die mit einem Fellowship-Stipendium des Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B) unterstützt werden. Foto: ZD.B, Paul Günther

Ab 2018 fördert das Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B) zehn besonders qualifizierte Doktorandinnen und Doktoranden bayerischer Hochschulen und Universitäten mit einem Fellowship-Stipendium über einen Zeitraum von drei Jahren. Eines der zehn Stipendien, die bayernweit vergeben werden, geht an Clemens Birkenmaier, M.Sc., der im Labor für Biofluidmechanik von Prof. Dr. Lars Krenkel, Fakultät Maschinenbau an der OTH Regensburg, an seiner Promotion arbeitet. Birkenmaier macht eine Verbundpromotion gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der Universität Regensburg. Die Promotion wird im Rahmen des Bayerischen Wissenschaftsforums (BayWISS) durchgeführt.

Des Weiteren ist Prof. Dr. Georgios Raptis, Labor E-Health an der OTH Regensburg, Betreuer der Promovendin Elinor Brondwine, die ebenfalls ein Promotionsstipendium des ZD.B erhält und an der Universität Regensburg arbeitet.

Mit dem ZD.B-Doktorandenprogramm werden Promotionsvorhaben unterstützt, die einen für die Digitalisierung technisch, wirtschaftlich oder gesellschaftlich bedeutenden Fokus aufweisen. Die OTH Regensburg ist neben der HAW Coburg die einzige Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) in Bayern, deren Doktorandinnen und Doktoranden vom ZD.B gefördert werden.

Beitrag zur zukünftigen Gesundheitsversorgung

Clemens Birkenmaier ist am Labor für Biofluidmechanik der Fakultät Maschinenbau mit der „Realistischen Modellierung von Blut in patientenspezifischen digitalen Modellen“ – so der Projekttitel – beschäftigt. Dabei geht er einer höchst relevanten Kernfrage nach: Warum gerinnt Blut in medizintechnischen Produkten wie Herz- oder Gefäßklappen, Dialysegeräten oder Herz-Lungen-Maschinen, obwohl es das nach bisherigem Verständnis nicht sollte?

Ziel seiner Arbeit ist die Entwicklung eines Simulationsmodells für die kombinierten Strömungs- und Gerinnungseigenschaften von Blut in künstlichen blutdurchströmten Geometrien unter Berücksichtigung patientenindividueller Parameter. „Die Chance, auf einem so relevanten Gebiet wie der zukünftigen Gesundheitsversorgung etwas Substanzielles zu bewegen, und die Faszination der technischen Möglichkeiten motivieren mich“, sagt Clemens Birkenmaier. Das Stipendium des ZD.B ermöglicht ihm die Finanzierung seiner Promotion sowie die Teilnahme am ZD.B-Graduate-Programm mit Workshops, Summerschools, Kursen, Netzwerken und Mentoring-Angeboten.

Prof. Dr. Raptis betreut die Stipendiatin der Uni

Die Promotion von Elinor Brondwine, die von Prof. Dr. Georgios Raptis von der OTH Regensburg mitbetreut wird, untersucht die Chancen, menschliche Gewohnheiten mit Hilfe mobiler Applikationen auf Smartphones zu verändern. Im Fokus stehen jene Gewohnheiten, die sich ändern sollen, aber – wie es mit lieb gewonnenen Gepflogenheiten so ist – nur schwer ändern lassen. Ein Beispiel: Wie kann ich mich langfristig gesund ernähren? Ernährungsgewohnheiten zu verändern, ist eine herausfordernde Aufgabe. Während einer Herzrehabilitation beweisen Patientinnen und Patienten ihre Fähigkeit, sich bei enger medizinischer Betreuung einen gesunden Lebensstil anzueignen. Jedoch hält dieser Erfolg nicht lange an.

So wurde untersucht, ob ein Smartphone dabei behilflich sein könne, die Festigung des Lebensstil zu verstetigen: Kann also ein Smartphone die medizinische Betreuung ergänzen? Kann es dazu deren Autorität übernehmen und gleichzeitig eine Betreuung leisten, die medizinisches Personal (zum Beispiel in Rehakliniken, aber auch in Praxen niedergelassener Ärztinnen und Ärzte) so weit wie möglich entlastet? – Fragen wie diese nimmt das Promotionsprojekt in den Blick.

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