Warum bekommen Zebras keine Magengeschwüre?

22.11.2012
Von: Astrid Herzog

Die Veranstaltungsreihe des Vereins der Freunde der Hochschule Regensburg e.V. „zu Gast bei Freunden" informierte mehr als 130 Interessierte zum Thema „Work-Life-Balance. Stark bei Stress".

Die Referenten und Referentinnen und Verantwortlichen der Veranstaltung (von links nach rechts): Claudia Sperl, Gebietsleiterin der SBK für Oberpfalz/Niederbayern, Johann Spieß, Vorstandsvorsitzender des Vereins der Freunde der HS.R e.V. und Gastgeber des Abends, Dr. Petra Bernatzeder, Geschäftsführerin der upgrade human resources GmbH und Herausgeberin von health@work, Dr. med. David Klemperer, Professor der HS.R, Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften, Prof. Dr. Klaudia Winkler, Vizepräsidentin der HS.R, und Silke Baur, der Sportwissenschaftlerin und Fachexpertin für Gesundheitsmanagement der SBK. Foto: Herzog.

Das Programm beinhaltete verschiedene Vorträge und eine abschließende Podiumsdiskussion. Die Referenten und Referentinnen berichteten über Aspekte, Erkenntnisse und praktische Lösungswege von aktivem Stressmanagement. Den Anfang machte HS.R-Professor Dr. med. David Klemperer, Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften. Er warf die Frage auf: „Warum bekommen Zebras keine Magengeschwüre?“

Bevor er die Eingangsfrage beantwortete, erklärte er, was Stress ist und wie dieser wirkt. Er gab zu bedenken, dass „Arbeit, sowohl die Ursache für Krankheiten, aber auch die Quelle von Gesundheit“ sein kann. Wichtig sei ein Gleichgewicht zwischen Ressourcen und Anforderungen. Lösung des Rätsels, warum Zebras keine Magengeschwüre bekommen können, ist die Tatsache, dass Stress für Zebras „episodisch“ ist, also nur vorübergehend auftritt. Der Mensch kann allein aus der Erinnerung heraus Stress heraufbeschwören, aber auch Glücksgefühle durch Gedanken an schöne Ereignisse erzeugen.

Dagegen widmete sich Referentin Dr. Petra Bernatzeder, Geschäftsführerin der upgrade human resources GmbH und Herausgeberin von health@work den Erkenntnissen aus der Neurobiologie für eine gesunde Belastung im Alltag und zeigte hierfür fünf Ansätze auf. Ihrer Meinung nach tragen innere Bilder zu mentaler Stärke bei. Denn diese können den Erfolg bereits vorwegnehmen, wie der Skifahrer, der seinen Slalom-Parcours vorher in Gedanken durchfährt. Ebenso empfiehlt sie, sich „wohlgeformte" Ziele zu setzen, um Gewohnheiten zu ändern und somit zu mehr Selbstwirksamkeit zu gelangen. Und warum das alles? Damit wir „das leisten und erleben können, was uns am Herzen liegt und Freude macht.“

Interessant war auch der Vortrag von Silke Baur, der Sportwissenschaftlerin und Fachexpertin für Gesundheitsmanagement der SBK (Siemens-Betriebskrankenkasse). Nach einer kleinen Lockerungsrunde für die Zuhörer, zeigte sie drei Wege zur erfolgreichen Stressreduktion auf. Von Stressvermeidung, über Verarbeitungsmanagement, hin zu Stressabbaustrategien wie sportliche Aktivitäten, Entspannungstechniken oder erholsame Tätigkeiten.

Claudia Sperl, Gebietsleiterin der SBK für Oberpfalz/Niederbayern, wies darauf hin, dass die SBK als kundenfreundlichste Krankenkasse ihren Versicherten mit unterschiedlichen Services und Leistungen zur Seite steht. Das Angebot reicht vom Stresslevel-Check über Gesundheitskurse bis hin zu psychologischer Beratung. Ihr Know how im betrieblichen Gesundheitsmanagement stellt die SBK auch interessierten Unternehmen zur Verfügung.

Zum Schluss beantworteten die Referenten und Referentinnen in einer Podiumsdiskussion die Fragen des Publikums. Abschließend dankte Johann Spieß, Vorstandsvorsitzender des Vereins der Freunde der HS.R e.V. und Gastgeber des Abends allen Referenten und Referentinnen für ihre äußerst interessanten Einblicke. Gelegenheit zum Austausch gab es im Anschluss an die Vorträge. Die SBK präsentierte sich im Foyer des Hörsaalgebäudes am Forum der HS.R mit ihrem Stand und bot allen Interessierten einen Stresstest und individuelle Tipps an, um stark Stress begegnen zu können.

Zurück