Vortragsreihe "Regensburg und die Energiewende"

23.04.2015
Von: Stabsstelle Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Veranstaltungsreihe der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) und VHS Regensburg beleuchtet Aspekte der Energiewende und startete zum Auftakt mit dem Thema "Ist der Klimawandel noch beherrschbar?"

Referent Prof. Thomas Foken ging in der Auftaktveranstaltung auf das Thema ein: „Ist der Klimawandel noch beherrschbar?“. Foto: OTH Regensburg

Referent Prof. Thomas Foken ging in der Auftaktveranstaltung auf das Thema ein: „Ist der Klimawandel noch beherrschbar?“. Foto: OTH Regensburg

Ist der Klimawandel noch beherrschbar? Sind Stromtrassen wirklich notwendig? Wie sieht die kommunale Energieleitplanung der Zukunft aus? Mit aktuellen Fragen wie diesen beschäftigen sich insgesamt fünf Vortragsabende, die vom Cluster „Ethik, Technologiefolgenforschung und Nachhaltige Unternehmensführung“ (ETN) der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) in Kooperation mit der VHS Regensburg in der sogenannten "Offenen Hochschule" veranstaltet werden. 

Den ersten Vortrag der Veranstaltungsreihe hielt der Geoökologe, Prof. Dr. Thomas Foken, Universität Bayreuth am 16. März 2015 zum Thema „Ist der Klimawandel noch beherrschbar?“ Zur Auftaktveranstaltung begrüßten außerdem OTH Regensburg-Präsident, Prof. Dr. Wolfgang Baier, und Regensburgs Bürgermeister Jürgen Huber die Gäste.

"Wir haben kein Ressourcenproblem sondern ein Klimaproblem!"

Foken erläuterte einführend die Entwicklung der Klimageschichte, zeigte Klimaszenarien auf und nannte als Handlungsziel die Begrenzung auf eine 2-Grad-Erwärmung bis 2050. Er gab eine Klimaprognose ab und nannte als Beispiel für den Klimawandel unter anderem die Zunahme von sogenannten persistenten Wetterlagen, wo Tief- und Hochdruckgebiete in einer Region länger "stehen blieben": Im Sommer 2003 war es in Deutschland extrem heiß und in Russland sehr kalt, Sahara-Staub komme deutlich häufiger vor oder extrem häufige Gewitter in bestimmten Jahren. 

Der Geoökologe entgegnete außerdem der weit verbreiteten Aussage, das Klima hätte sich immer geändert, indem er auf einen kritischen Punkt aufmerksam machte: "Durch die Zunahme der Weltbevölkerung wird der Lebensraum für immer mehr Menschen immer geringer". Um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen, wäre viel zu tun. Foken fasste als Fazit zusammen: "Wir haben kein Ressourcenproblem sondern ein Klimaproblem!"

Neben wissenschaftlichen Beiträgen zu den Themen finden Diskussionsrunden und Beratungsangebote. Begleitet wird die Veranstaltungsreihe von Exkursionen zu Unternehmen in der Region. 

Weitere Informationen zur Vortragsreihe "Regensburg un die Energiewende" unter Forschungscluster ETN.

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