Vorsitzender des Hochschulausschusses im Landtag spricht sich für raschen Ausbau der HS.R aus

24.03.2009
Von: Christian Schmalzl

Bernd Sibler und Philipp Graf von und zu Lerchenfeld unterstützen Ausbau der HS.R

 „Wenn geplant wird, wird auch gebaut werden. Wir werden trotz der Wirtschaftskrise alles daran setzen, den Ausbau der Hochschule Regensburg zu unterstützen“, erklärte Bernd Sibler zum Abschluss seines Besuchs an der Hochschule Regensburg.

Zuvor hatte sich der Vorsitzende des Hochschullausschusses im Landtag gemeinsam mit dem Regensburger CSU-Abgeordneten Philipp Graf von und zu Lerchenfeld in Gesprächen mit der Hochschulleitung und bei Laborbesichtigungen von der Leistungsstärke der HS.R überzeugen können.  „Die HS.R ist sehr gut mit der Region vernetzt und spielt eine wichtige Rolle für einen starken Wirtschaftsstandort“, konstatierte Sibler angesichts des bedarfsorientierten breiten Studienangebots und der Forschungskooperationen mit den Unternehmen und Einrichtungen in Ostbayern. Auch die Kooperation mit der Universität sei in dieser Form einmalig in Bayern, so dass „die Region in ihrer Entwicklung von beiden Hochschulen profitiert“. Gerade wegen des doppelten Abiturjahrgangs im Jahr 2011 muss der Ausbau rasch erfolgen.

Ähnlich beurteilte das Philipp Graf  von und zu Lerchenfeld: „Wir müssen die Zusammenlegung beider Hochschulen auf einen Wissenschaftscampus in überschaubarer Zeit zustande bringen. Ich bin überzeugt, dass sich dadurch die Synergieeffekte zwischen der HS.R und der Universität enorm erweitern werden.“ Als Mitglied des Ausschusses für Staatshaushalt und Finanzfragen des Landtags versprach er, sich für den räumlichen Ausbau der HS.R einzusetzten: „Das muss gelingen, damit wir den Ansturm der Abiturienten bewältigen können.“

Neben dem räumlichen Ausbau wurden weitere anstehende Herausforderungen thematisiert.  So wird die HS.R bis zum Jahr 2013 ca. 30 Stellen von Professorinnen und Professoren im Zuge des Ausbauprogramms neu schaffen; rund 30 weitere Stellen müssen aufgrund von Pensionierungen wiederbesetzt werden. „Der Wettbewerb um die besten Köpfe hat bereits begonnen“, mahnte HS.R-Präsident Josef Eckstein angesichts des geringen Spielraums im Besoldungsrecht. Er begrüße zwar die Gesetzesnovelle, die den Hochschulen mehr Autonomie bei der Stellenbesetzung einräume, forderte jedoch attraktivere Rahmenbedingungen bei der W-Besoldung.
Die beiden Landespolitiker stimmten zu, dass auch in diesem Punkt Verbesserungen notwendig sind und wollen prüfen, welche Maßnahmen möglich sind.

Bezüglich der Studienbeiträge zeigten sich die beiden Politiker überzeugt, dass diese einen sinnvollen Beitrag zu verbesserten Rahmenbedingungen an den Hochschulen darstellen. „Gerade an der HS.R ist der Mehrwert für die Studierenden spürbar und sichtbar“, lobte Sibler die Transparenz, mit der die Regensburger Hochschule die Verwendung der Gelder darlegt und damit zu einer hohen Akzeptanz bei den Studierenden beiträgt. Allerdings waren sich die beiden Landtagsabgeordneten mit dem HS.R-Präsidenten einig, dass die bislang angebotenen Darlehen zur Studienfinanzierung attraktiver ausgestaltet werden müssen.

Eine Reihe von Laborbesichtigungen in der Elektro- und Informationstechnik sowie in der Mikrosystemtechnik rundete den Besuch der beiden Politiker ab und untermauerte anhand der zahlreichen Industriekooperationen die Rolle der HS.R als Innovationsmotor der Region. „Ein echtes Kleinod in der Landschaft. À la bonne heure!“, resümierte Bernd Sibler seinen Besuch an der HS.R.  Bildunterschrift:Auf der Suche nach dem geeigneten Standort: Gemeinsam mit HS.R-Präsident Josef Eckstein studieren Landtagsabgeordneter Philipp Graf von und zu Lerchenfeld und der Vorsitzende des Hochschulausschusses im bayerischen Landtag Bernd Sibler (v. links) den Campusplan.

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