Studierende bestehen die Prüfung der Bundesnetzagentur

21.09.2016
Von: Tobias Christoph, Prof. Dr. Michael Niemetz

Die Teilnehmer der Vorlesung "Amateurfunk" an der OTH Regensburg haben sich am 27. Juli 2016 der behördlichen Prüfung für den Amateurfunkdienst gestellt. Nach Ihrer erfolgreichen Prüfungsteilnahme haben die frisch gebackenen Funkamateure von der Bundesnetzagentur jeweils ein weltweit einmaliges persönliches Rufzeichen erhalten, das die Voraussetzung für den Funkbetrieb darstellt.

Die Prüfungsteilnehmer der OTH Regensburg und des DARC Ortsverbandes Regensburg zusammen mit Betreuern und Prüfern nach Abschluss der Prüfung vor dem Funkmesswagen der Bundesnetzagentur.

Die Prüfungsteilnehmer der OTH Regensburg und des DARC Ortsverbandes Regensburg zusammen mit Betreuern und Prüfern nach Abschluss der Prüfung vor dem Funkmesswagen der Bundesnetzagentur.

Markus Albertshofer von der Bundesnetzagentur führt den Prüfungsteilnehmern und interessierten Studierenden im Rahmen eines Vortrags zum Berufsbild der Mitarbeiter der Bundesnetzagentur die Sonderausstattung des Funkmesswagens vor.

Markus Albertshofer von der Bundesnetzagentur führt den Prüfungsteilnehmern und interessierten Studierenden im Rahmen eines Vortrags zum Berufsbild der Mitarbeiter der Bundesnetzagentur die Sonderausstattung des Funkmesswagens vor. Fotos: Michael Farmbauer

Die Prüfung ist nach den nationalen und internationalen Bestimmungen erforderlich, um am weltumspannenden Amateurfunkdienst aktiv teilnehmen zu können. Funkamateure haben das einzigartige Privileg, ihre komplette Ausrüstung beginnend mit der Antenne über die Sender und Empfänger bis hin zu den verwendeten Übertragungsverfahren selbst entwickeln und konstruieren zu dürfen. In der behördlichen Prüfung sind die hierfür erforderlichen Kompetenzen in den drei Teilen Technik, gesetzlichen Rahmenbedingungen und Betriebstechnik, sprich die praktische Durchführung des Funkbetriebs, nachzuweisen.

Dadurch bietet der Amateurfunk die optimale Gelegenheit für Technikinteressierte, ihre Kenntnisse auf einem breiten Spektrum technischer Disziplinen durch praktische Entwicklungsarbeit zu vertiefen und so wertvolle Kompetenzen für das Berufsleben aufzubauen.

Dies wurde auch im Vortrag des Prüfers Markus Albertshofer deutlich, der die verschiedenen Tätigkeitsfelder der Bundesnetzagentur vorstellte und interessante Einblicke in den Arbeitsalltag der Mitarbeiter gestattete. Hierbei wurde auch ein Funkmesswagen mit ausfahrbarem Mast gezeigt, mit dessen Hilfe die Ursachen von Funkstörungen ermittelt und Störer lokalisiert werden.

Zusätzlich zur Möglichkeit sich technisch weiterzubilden, bietet der Amateurfunk jedoch auch die Möglichkeit, die funkerischen Fähigkeiten mit anderen in Wettbewerben zu messen, sich für den im Notfunk Katastrophenschutz  zu engagieren oder sich bei Funkpeilwettbewerben sportlich zu betätigen.

Durch die Direktheit der weltweiten Kommunikation ohne jegliche fremde Infrastruktur und das Wesen des Amateurfunks, bei dem die Begeisterung für die Technik die Motivation zur Kommunikation darstellt und nicht der übermittelte Inhalt, treffen sich "auf den Frequenzen" Gleichgesinnte aus aller Welt, wodurch nicht selten internationale Freundschaften entstehen.

Die Lehrveranstaltung zur Hinführung auf die Prüfung durch die Bundesnetzagentur wird jeweils im Sommersemester im Katalog der allgemeinwissenschaftlichen Fächer angeboten. Allen Mitgliedern der Hochschule mit gültigem Amateurfunk-Rufzeichen steht die Hochschulstation der OTH Regensburg für Amateurfunkbetrieb ganzjährig zur Verfügung. Weitere Informationen sind im Sekretariat der Fakultät Elektro-und Informationstechnik erhältlich.

Zurück