Studierende schicken Stratosphärenballon los

26.08.2011
Von: Prof. Dr. Jürgen Mottok

Bei dem Projekt der Initiative "Technik begeistert" an der Hochschule Regensburg (HS.R) führt das "Embedded System" im Ballon Messungen in 32 Kilometer Höhe durch.

Beteiligte des Projekts "Stratosphärenballon": (von links) Prof. Dr. Jürgen Mottok, Prof. Dr. Roland Mandl, Christopher Hanner, Michael Biberger, Andreas Meyer, Philipp Lehermeier, Philip Schmidt und Prof. Dr. Rudolf Bierl. Foto: Hochschule Regensburg

Mit einer ausgewogenen Mischung aus theoretischen Konzepten und anwendungsnahen Praxisbeispielen wollen die Professoren Dr. Rudolf Bierl von der Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik und Dr. Roland Mandl und Dr. Jürgen Mottok von der Fakultät Elektro- und Informationstechnik ihre Studierenden motivieren und eigenverantwortliches, kreatives Arbeiten auslösen.

Das Projekt Stratosphärenballon der Initiative „Technik begeistert“ hat die Neugier der Studierenden geweckt: Der heliumgefüllte Ballon sollte mit der Messsonde 32 Kilometer in die Stratosphäre steigen und mit dem mitgeführten "Embedded System" zahlreiche Messungen durchführen. Einem sonnigen Ballonstart am 2. August 2011 folgte am 11. August 2011 eine erfolgreiche Bergung der Sonde nahe Eichstätt. An der Bergung der Sonde waren zwei Baumkletterer des Regensburger Kletterwaldes beteiligt.

Die Studierenden haben sich eigenverantwortlich sowohl der Fragen der Sensorik, der Messtechnik und der Softwareentwicklung angenommen. Der Stratosphärenballon ist mit einer Sensorik für Ozonmessung, Temperatur und Luftdruck ausgestattet. Zudem kann die GPS-Koordinate zur Ortung des Ballons per Funk übertragen werden.

Die Lehrenden haben diese Projektarbeit mit Methoden der konstruktivistischen Didaktik ausgestattet: Bereits John Dewey hatte 1910 das Projektlernen eingeführt. Menschliche Erfahrungen entstehen dabei als ein Wechselspiel von erfahrenen und erzeugten Handlungen. Im Handeln wird somit Wissen konstruiert. Der Lernende zeigt ein interaktives Verhalten und experimentiert neugierig. Im Wintersemester 2011/2012 soll dieses Experiment mit technischen Optimierungen wiederholt werden.

Lesen Sie dazu auch die Startet den Datei-DownloadMZ-Reportage.

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