Sponsionsfeier der Fakultät Betriebswirtschaft in Salzburg

13.11.2014
Von: Prof. Dr. Holger Haldenwang

20 stolze Absolventen und Absolventinnen des Bachelorstudienganges Betriebswirtschaft feierten am 6. November 2014 ihre Sponsion (Abschlussfeier) am Standort Salzburg.

Präsident der OTH Regensburg Prof. Dr. Wolfgang Baier

Präsident der OTH Regensburg Prof. Dr. Wolfgang Baier bedankte sich beim Ingenium für die gute Kooperation.

Absolventen und Absolventinnen mit ihren Dozierenden.

Die Absolventen und Absolventinnen mit ihren Dozierenden. Fotos: OTH Regensburg

Eine besondere Ehrung für die Jungakademiker waren die zahlreichen Lobesworte der Ehrengäste aus Bildung und Politik. Möglich machte diesen Studienerfolg die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg), welche seit 2012 als Hochschulpartner von Ingenium Education in Österreich fungiert.

Ingenium Education tritt als organisatorischer Träger der Studien in Österreich auf. Die Studierenden der Bayerischen Hochschule werden in Österreich von den Dozenten und Dozentinnen aus Regensburg unterrichtet. Insgesamt studieren derzeit knapp 200 Berufstätige die Studien der OTH Regensburg in Österreich, davon etwa 50 aktuell in Salzburg.

Highlights der Feierlichkeiten im Marmorsaal des Schlosses Mirabell in Salzburg waren neben der Übergabe von Zertifikaten die musikalische Umrahmung des Duos Jenner/Mori. Der Violin-Jungstar Igmar Jenner und sein kongenialer slowenischer Akkordeonpartner Borut Mori sind in Österreich viel prämierte Musiker.

Zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Hochschulwesen gratulierten den Hochschulabgängern und -abgängerinnen für ihre sehr guten Leistungen und unterstrichen die große Bedeutung dieses Studienmodells für die österreichische Hochschullandschaft.

Für die Stadt Salzburg zollte Bürgermeister-Stellvertreter Dipl.-Ing. Harald Preuner in seinem Grußwort den Absolventen und Absolventinnen gebührend Respekt. Unter dem Motto "das Leben ist ein ewiges Lernen, wer mehr weiß ist klar im Vorteil", brachte der stellvertretende Bürgermeister seine Hoffnung zur Geltung, dass einer oder eine von den Absolventen beziehungsweise Absolventinnen den erfolgreichen Weg eines Masterstudierenden fortführen werde.

In Vertretung des Präsidenten des Landesschulrates für Salzburg war Landesschulinspektorin Hofrätin Magister Gertrud Bachmaier-Krausler voll des Lobes für das Ingenium-Modell. Der europäische Gedanke der Zusammenarbeit wird durch Ingenium nicht nur ausgesprochen sondern auch umgesetzt, was die Vielzahl der Absolventen und Absolventinnen belegt.

Präsident der OTH Regensburg, Prof. Dr. Wolfgang Baier, betonte die Diversität der Studierenden, welche ganz unterschiedliche Hintergründe und Anforderungen mitsichbringen. Es war ihm ein Anliegen, studierbare Angebote hervorzubringen, um Zeit für berufsbegleitende Studierende zu sparen, ohne Abstriche in Inhalt und Qualität. Dafür braucht es einen starken Partner und Ingenium hat sich als solcher mehrfach erwiesen. Der Präsident bedankte sich für die gute Kooperation.

Die Hochschulabgänger und -abgängerinnen hoben die Kombinierbarkeit von Beruf und Studium sowie die gute Organisation hervor und betonten die Bedeutung des Studiennetzwerkes, das sich in den letzten Jahren entwickelt hat. Sie haben sich als Studiengruppe gegenseitig hervorragend ergänzt, wodurch ein Großteil unter Mindeststudienzeit abschließen konnte.

Die Mitbegründer dieses Modells, Studiengangleiter Prof. Dr. Bernd Wolfrum und der ehemalige Vizepräsident Prof. Dr. Holger Haldenwang, hoben hervor, dass es eine Bereicherung wäre, mit den berufstätigen Studierenden zu arbeiten und sie bereichernde Inputs in den Unterricht bringen würden. Bei allen Schwierigkeiten ein solches Modell zu begründen, sei man heute stolz auf erfolgreiche Absolventen und Absolventinnen, viele Studierende und erfolgreiche Akkreditierungsverfahren.

Im Anschluss wurden die Professoren der OTH Regensburg Dr. Bernd Wolfrum und Dr. Holger Haldenwang von Ingenium zu ihren bisherigen Erfahrungen mit den österreichischen Studierenden interviewt.

Interview:

Ingenium: Die OTH ist seit 3 Jahren on Board des deutsch-österreichischen Studiennetzwerkes der Bildungsträger aus Weiz und Graz. Fast 200 Berufstätige nutzen bereits Ihr Studienangebot in Österreich. Welche Eindrücke bleiben beim Blick zurück in die letzten 3 Jahre?

Prof. Dr. Haldenwang: Die Studierenden zeichnen sich durch ein großes Engagement aus und die Erwartung, die ich zu Beginn hatte, dass die Studierenden sehr neugierig, um nicht zu sagen "hungrig" nach einer akademischen Ausbildung sind, hat sich im Großen und Ganzen erfüllt. Die Studierenden sind sehr motiviert, die Organisation klappt sehr gut.

Ingenium: Erfüllen die Berufstätigen Studierenden Ihre Erwartungen?

Prof. Dr. Wolfrum: Ja, in jeder Hinsicht. Auch als Dozent erhält man durch die weiterhin im Beruf stehenden Studierenden ein tolles Feedback, sowohl inhaltlich durch die vorgebrachten teilweise kritischen Fragestellungen, als auch formal allein durch deren zum Teil sehr persönlich anerkennenden Aussagen. Die Studierenden sind in ihrer Bandbreite wohl differenzierter, aber auch anspruchsvoller und fordernder als die Vollzeitstudierenden ohne Berufsausbildung. Ich bewundere im Prinzip jeden, der sich eine berufsbegleitende Weiterbildung "antut". Das Feedback war bisher wirklich überzeugend und auch motivierend für mich als Dozent und Studiengangleiter. Mittlerweile sind über 60 Bachelorarbeiten abgegeben und bewertet und das Notenspektrum der Abschlussarbeiten und der Abschlusszeugnisse ist nicht anders als bei Vollzeitstudierenden.

Ingenium: Gehört das Angebot von berufsbegleitenden Ausbildungswegen zum Selbstverständnis einer Hochschule: Stichwort "Praxiskonnex"?

Prof. Dr. Haldenwang: Dieses ist schlicht und einfach mit einem Ja zu beantworten. Gerade durch die Auseinandersetzung mit im Beruf stehenden Personen wird die Praxisrelevanz und die Aktualität der Ausbildungsinhalte auch der Professorinnen und Professoren ständig überprüft und gefordert. Die OTH Regensburg ist seit über zehn Jahren mit verschiedenen berufsbegleitenden Angeboten - erst Master, jetzt auch Bachelor - im "Bildungsmarkt" vertreten, auch weil Weiterbildung seitens des bayerischen Wissenschaftsministeriums als eine der zentralen Aufgaben gerade der praxisorientierten Hochschulen erachtet wird. Und auch wir als Professoren profitieren von dem direkten Feedback aus der Praxis. Ich selbst bin derzeit in zwei berufsbegleitenden Master- und einem Bachelorstudiengang im Einsatz.

Ingenium: Die OTH Regensburg unterhält ausschließlich akkreditierte Studiengänge, rangiert – insbesondere in der BWL – deutschlandweit permanent unter den Top 10. Wie sehen Sie diese Kooperation unter qualitativen Gesichtspunkten?

Prof. Dr. Wolfrum: Wie bereits in den vorgenannten Statements aufscheinend, wird die Qualität der Lehre, deren pädagogischen und didaktischen Aufbereitung sowie die Aktualität der Inhalte nicht zuletzt auch durch die Sichtweise österreichischer Studierender ständig fortentwickelt. Es stellt natürlich eine besondere Herausforderung dar, die entsprechenden Inhalte in der gewünschten Qualität in einer kürzeren Präsenzzeit durch gezielte Vor- und Nachbereitung mit verschiedensten didaktischen und kommunikativen Instrumenten zu gewährleisten. Aber die bisherigen Ergebnisse sprechen für sich.

Ingenium: In Regensburg unterrichten Sie vorrangig 100%-Präsenzsstudien. Es gibt in Deutschland eine Vielzahl von 100%igen Fernstudien, wie sind Ihre Erfahrungen bislang mit diesem hier verwendeten Mix aus Anwesenheit am Wochenende und Fernstudienanteilen?

Prof. Dr. Haldenwang: Aufgrund der Abwechslung zwischen Präsenzwochenenden und dazwischen liegenden Phasen der Vor- und Nachbereitung sowie der Reflexion im beruflichen Umfeld haben wir beste Erfahrungen mit den Studierenden in diesem berufsbegleitenden Studiengang gemacht. Die Studierenden erhalten zusätzlich zu ihrer weiterhin beruflichen Tätigkeit quasi alle vier Wochen neue Inputs, kommen auch an andere Lernorte und erhalten neue Ansichten in der Diskussion innerhalb der Gruppe mit anderen Studierenden.

Prof. Dr. Wolfrum: Zusätzlich werden dadurch auch Prozesse des Teambuildings und Networkings unterstützt. Das didaktische Konzept ist überzeugend und "kundenorientiert", da immer wieder für eine bestimmte Zeitspanne die intensive Auseinandersetzung mit einem bestimmten Themengebiet angeboten und gefordert wird. Das kommt sicherlich berufsbegleitenden Studierenden entgegen.

Zurück