Spanisch-Sprachkurs der HS.R auf Exkursion

14.03.2012
Von: María Fernández

Studierende der Hochschule Regensburg (HS.R) erlebten eine Werksführung in spanischer Sprache bei der Ludwig Bohrer Maschinenbau GmbH in Regenstauf.

Am Standort der Firma Bohrer in Regenstauf: Die Teilnehmer der Exkursion mit Johannes Scheck (2. von rechts), María Fernández (3. von rechts) und Georg Bohrer (4. von rechts).

Auf Erkundungstour: Die Studierenden in der Werkshalle der Firma. Fotos: Fernández

Gegen Ende des Spanisch-Intensivkurses, wie er regelmäßig in den Semesterferien für Studierende aus den unterschiedlichen Fachbereichen der HS.R stattfindet, wartete die Dozentin María Fernández M.A. mit einer Werksführung in spanischer Sprache als Überraschung und gleichsam Erprobung der erworbenen Sprachkenntnisse auf. 

Dafür konnte, dank der hervorragenden Sprachkenntnisse eines ehemaligen Studierenden der HS.R, Johannes Scheck - zuständig für Einkauf und Vertrieb bei Bohrer - gewonnen werden. Seine Kenntnisse hat er nach seinem Studium durch ein Praktikum in Mexiko ausgebaut. Beruflich braucht er sie bei der Firma Bohrer für die Kundenbeziehungen nach Spanien und Lateinamerika.

Zunächst erhielten die Teilnehmer anhand einer Präsentation Einblicke in die Firma Bohrer. Sie erfuhren von der Bedeutung des Namens als Weltmarktführer für qualitativ hochwertigste Kastenwaschanlagen. Vollautomatische und maßgeschneiderte Kastenwaschmaschinen für Getränkekästen jeder Art und Größe werden individuell in einem breiten Leistungsspektrum entwickelt, geplant, konstruiert und bei garantiert kurzen Lieferzeiten gefertigt. Zudem gibt es einen prompten weltweiten Kundenservice.

Das Vertrauen in die Bohrer-Technik  „made in Germany“ wird durch Aufträge aus dem In-und Ausland bestätigt. Der Export liegt bei einem Anteil von 70 Prozent. Bohrer ist unter den Experten aus der Getränkeindustrie zum technologischen Weltmarkführer für leistungsfähige, industrielle Kastenreinigungsanlagen avanciert. Zahlreiche Auszeichnungen wie die Verleihung des XVIII. Internationalen Siegerpreises für Qualität in Paris 1990 oder bereits 1977 die Verleihung des Bayerischen Staatspreises auf der IHM in München zeugen von großer Wertschätzung der 1973 von Ludwig Bohrer gegründeten Firma.
 
Der anschließende Gang durch die Firmenhalle war besonders für die Studierenden aus den Bereichen Maschinenbau und erneuerbare Energien und Energieeffizienz von besonderem Interesse. Interessant zu erfahren war, dass vor allem südamerikanische Kunden ein großes Augenmerk auf den Umweltschutz legen. Dabei sollen der Wasserverbrauch und die Abwassermenge wie die Energiekosten auf ein unabdingbares niedriges Niveau gedrosselt werden und das bei einem hohen Standard an Hygiene und Reinheit. Derartige Vorgaben sind immer wieder eine neue Herausforderung für die Fa. Bohrer, ebenso wie die derzeit auf dem Firmengelände stehenden, extrem verschmutzten Getränkekästen eines südkoreanischen Interessenten. Mit seinen rund 30 Mitarbeitern sind die Ergebnisse sehr sehenswert. Die Firma legt hohen Wert auf die Lehrlingsausbildung für die Fertigung.

Das und vieles mehr erfuhr die Gruppe bei der hochinteressanten Werksführung, bei der sich der von María Fernández zu Beginn vorgestellte „Juan aus Mexiko“ als ehemaliger Studierender der HS.R, noch dazu als deutscher Muttersprachler, entpuppte. Die Studierenden haben dennoch bei all ihren Fragen kein einziges Wort auf Deutsch gesprochen. Und das ist ein großer Erfolg. Beim nächsten Kauf eines Getränkekastens werden die Teilnehmer der Exkursion sicherlich daran denken, dass diese Behältnisse auch regelmäßig von Müll und Etiketten befreit und gewaschen werden müssen.

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