Schülerinnen und Schüler zu Gast

09.02.2018
Von: Eva Neumaier

Ganze zwei Tage öffnete die Fakultät Informatik und Mathematik ihre Labore für den Nachwuchs. Eine tolle Gelegenheit für die Schülerinnen und Schüler aus der Region, angewandte Informatik einmal live zu erleben.

"Tage der Informatik" an der Fakultät Informatik und Mathematik im Wintersemester 2017/2018

An die 500 Schülerinnen und Schüler aus der Region besuchten die "Tage der Informatik" an der Fakultät Informatik und Mathematik.

"Tage der Informatik" an der Fakultät Informatik und Mathematik im Wintersemester 2017/2018

Ein Roboter begrüßt die Zuhörerinnen und Zuhörer und beeindruckt mit akrobatischen Fertigkeiten.

"Tage der Informatik" an der Fakultät Informatik und Mathematik im Wintersemester 2017/2018

In verschiedenen Vorträgen konnten sich die interessierten Gäste über die verschiedenen Einsatzbereiche der angewandten Informatik informieren. Fotos: OTH Regensburg

An die 500 Schülerinnen und Schüler der Gymnasien sowie der Fach- und Berufsoberschulen aus der gesamten Region besuchten im Wintersemester 2017/2018 die Fakultät Informatik und Mathematik der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) und konnten in Vorträgen und Projekten angewandte Informatik live erleben.

Schon zum dritten Mal in Folge hatte die Fakultät Informatik und Mathematik (IM) Schülerinnen und Schüler dazu eingeladen, Spezialisierungen und Anwendungen in der Informatik an praktischen Beispielen kennenzulernen. Prof. Dr. Thomas Waas, Dekan der Fakultät IM, betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung der Informatik als Innovationstreiber der Zukunft. Er führte aus, dass in den bedeutenden deutschen Schlüsseltechnologien, der Automobilindustrie und dem Maschinenbau, die Informatik zukünftige Entwicklungen nachhaltig verändert. Als Bespiele nannte er das „autonome Fahren“ und „intelligente Verkehrsführungskonzepte“ in den Bereichen Automobil und Industrie 4.0 als vierte industrielle Revolution in der Produktion.

Prof. Dr. Thomas Waas erläuterte zudem, dass die weitreichenden Möglichkeiten und neuen Entwicklungen in der Informatik enorme Chancen für den technischen Fortschritt mit sich brächten, derzeit aber auch viele gesellschaftliche Fragen in Bezug auf Datensicherheit und Schutz der Privatsphäre aufwerfen würden.

„Unsere Studierenden beschäftigen sich nicht nur mit technischen Fragestellungen, sie reflektieren auch den kritischen Umgang mit den daraus erwachsenden Möglichkeiten“, führte Prof. Dr. Waas dazu aus. Abschließend beschrieb er noch einmal die Faszination Informatik: Sie sei „wichtig“ und „nachgefragt“, sie sei „international und „Teamarbeit“, Informatik macht einfach Spaß“.

Spannende Einblicke in ein vielseitiges Themenfeld

Als zweiten Programmpunkt konnten die Schülerinnen und Schüler zwischen unterschiedlichen Vorträgen wählen. Im Themenbereich Medizinische Informatik erläuterte Robert Mendel, wie medizinische Bildverarbeitung und maschinelles Lernen zur Diagnoseunterstützung in der Medizin eingesetzt werden könnten. Prof. Dr. Richard Roth zeigte auf, dass in den Bereichen Alltag, Entertainment und Technik „nichts mehr ohne die Technische Informatik geht“.

Zum Thema IT-Sicherheit informierte Prof. Dr. Christoph Skornia. Prof. Dr. Daniel Jobst stellte die Frage, wie Google und Co. mit so vielen Daten zurechtkommen, und zeigte am praktischen Beispiel die effiziente Informationsgewinnung aus großen Datenmengen mittels moderner Algorithmen. Insgesamt zielten die verschiedenen Vorträge darauf ab, einige Rätsel aus der Welt der Informatik aufzulösen und ausgewählte Anwendungsfelder der unterschiedlichen Informatikstudiengänge kennenzulernen.

Von Roboterakrobatik bis zu virtuellen Testfahrten

Besonders spannend für die jungen Gäste waren, wie in den Jahren zuvor auch, die praktischen Projekte in den Informatiklaboren. Die Themenpalette der vorgestellten Projekte war entsprechend dem Anwendungsspektrum der Informatik auch in diesem Semester wieder äußerst vielfältig. Die Schülerinnen und Schüler wurden von einem freundlichen Roboter begrüßt, der zum Vergnügen aller einige akrobatische Fertigkeiten zum Besten gab. Sie besuchten die Labore der Medizinischen Informatik sowie das Labor für Informationssicherheit, in dem die Gäste den Nachbau einer echten „Enigma“ bestaunen konnten.

Im Labor für Automotive verfolgten sie  am Bildschirm virtuelle Testfahrten in einer industriellen Simulationsumgebung und im Labor für Technische Informatik konnten Sie ihr Geschick beim Kickern gegen den Computer ausprobieren. Zu bestaunen gab es auch einen Oktokopter im Einsatz; Erläuterungen zu den Einsatzbereichen dieser Technologie inklusive. Im Labor für Produktionslogistik erstellten sie den „optimalen Produktionsplan“ und ermittelten mit Hilfe eines Planspiels die Gewinne eines simulierten Unternehmens. 

Nach einem Vormittag mit viel Information, vielen Demos und praktischen Anwendungen zu vielfältigen Aspekten der Informatik bestand beim späteren zwanglosen Get-Together mit ausreichend Leberkäse noch einmal die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Erkenntnisse vom Vormittag weiter zu diskutieren. Auch Studierende der Fakultät waren in dieser Runde mit dabei.

Interesse und Neugierde zu wecken und auf noch unbekannte Felder der Informatik aufmerksam zu machen, diese Ziele konnten erneut bestens erreicht werden. Aufgrund der vielfältigen positiven Rückmeldungen sollen die "Tage der Informatik" als wichtiger Beitrag zur Berufsorientierung und Studienwahl auch in Zukunft wieder angeboten werden.

Zurück