Schülerinnen experimentieren mit Flaschen

06.11.2009
Von: Feuerer, Diana

Spannendes Forscherinnencamp an der Hochschule und bei Krones

Wie klingt eine leere, eine halbvolle oder eine Flasche mit 500 ml Inhalt?
Gezeigt hat das Andrea Burkhardt, Gymnasiastin aus Kleinsendelbach (Oberfranken), bei der Abschlusspräsentation des Forscherinnencamps am Freitag, 6. November 2009, bei Krones in Neutraubling. Zwölf Schülerinnen ab 15 Jahren von Gymnasien und Fachoberschulen aus ganz Bayern haben von Montag, 1. November, bis Freitag, 6. November 2009, einen Einblick in Arbeitsbereiche und Aufgaben einer Ingenieurin erhalten. Zum zweiten Mal hat das Projekt des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e.V. (bbw) in Kooperation mit der Hochschule Regensburg und Krones AG stattgefunden. Die Aufgabe der jungen Forscherinnen lautete: „Programmieren eines automatischen Messverfahrens zur Füllstandsmessung mittels Akustik“.

Den Forscherinnen-Auftrag hatten die zwölf Mädchen zu Beginn der Woche erhalten. Dann lernten sie bei einem Rundgang erst einmal die Firma Krones AG kennen. Die folgenden zwei Tage verbrachten die Schülerinnen an der Hochschule Regensburg. Betreut hat sie dort Siegfried Schrammel, Lehrbeauftragter der Fakultät Maschinenbau. Sie erforschten dort die Akustik von verschieden gefüllten Flaschen und setzten ihre Ergebnisse mit dem Programm „Labview“ in Grafiken um.  Außerdem erlebten sie eine Führung durch die moderne Hochschulbibliothek und  erhielten Tipps zu Recherchetechniken. Nachdem sie die Ergebnisse ihrer eigenen Forschung ausgewertet hatten, wurden ihnen alternative Methoden zur Füllstandsmessung präsentiert. Wie die Schülerinnen ihre Forschung optimal präsentieren, lernten sie noch bei einem Workshop.
Bei der Abschlussveranstaltung bei der Krones AG am Freitag, 06.November 2009, hatten die Schülerinnen dann ihren großen Auftritt. Souverän berichteten sie von ihrer Woche im Forscherinnencamp und von ihren Ergebnissen. Anhand des Programms „Labview“ zeigten sie, wie sich der Klang zu verschiedenen Füllständen darstellt. Fazit ihrer Forschung war, dass die Methode nicht in der Industrie anwendbar sei, weil sie zu empfindlich auf Umgebungsgeräusche reagiere. Vom Unternehmen Krones AG begrüßte Michaela Sperl, Gesamtleitung Ausbildung, die Anwesenden, darunter Eltern und Lehrer. „Die Hochschule Regensburg bemüht sich schon lange um Ingenieurinnen“, sagte Vizepräsident Prof. Dr. Wolfgang Baier von der Hochschule in seinem Grußwort. Er hoffe, dass das Camp die Schülerinnen motivieren konnte, einen technischen Studiengang an der Hochschule zu ergreifen. Vom Veranstalter, dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V. sprach der Projektleiter Björn Hubert. Er dankte allen Beteiligten der Hochschule Regensburg, Krones AG, ebenso den beiden Jugendbildungsreferentinnen des bbw, Saskia Dürr und Simone Kiener, die die Forscherinnen die Woche über betreut hatten. Und auch Monika Stiglmeier von Syndika BayME/VBM, Geschäftsstelle Niederbayern-Oberpfalz, und Hauptsponsor des Forscherinnencamps ließ abschließend noch einmal wissen: „Wir brauchen mehr Ingenieurinnen“.

Bildtext:
Bild: Der Forschungsauftrag: Andrea Burkhardt, Gymnasiastin aus Kleinsendelbach (Oberfranken), zeigt, wie verschieden gefüllte Flaschen klingen. Im Hintergrund ist die grafische Programmierung mit „Labview“ zu sehen, die die zwölf Schülerinnen im Forscherinnencamp erstellt haben.
Foto: Feuerer

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