Schülerinnen erobern Labore der Hochschule

23.04.2010
Von: Hanna Gieffers, Diana Feuerer

Der bundesweite Aktionstag Girls`Day 2010 hat diesmal über 300 Teilnehmerinnen an die Hochschule Regensburg gelockt.

„Ich finde es voll gut, dass es so einen Tag gibt“, sagt Stephanie Braun. Die Gymnasiastin aus Parsberg ist eine der Teilnehmerinnen am Girls`Day am 22. April 2010 an der Hochschule Regensburg (HS.R). Stephanie Braun steht mit Kittel und Schutzbrille im Chemielabor, beugt sich über den Bunsenbrenner und bringt ein Magnesiumstäbchen zum Glühen. Ihr Interesse für Technik ist geweckt. So wie Stephanie Braun haben sich über 300 junge Frauen an dem bundesweiten Aktionstag Girls`Day über die MINT-Studiengänge  (Mathematik, Informatik, Maschinenbau und Technik) an der HS.R informiert. Schwerpunktthema an der HS.R war in diesem Jahr der Studiengang „Sensorik und Analytik“.

Überall waren am 22. April 2010 Gruppen von Schülerinnen am Gelände der Hochschule Regensburg anzutreffen. Der Girls`Day an der HS.R fand wieder viel Zuspruch. Geboten war ein abwechslungsreiches Programm:  Die Mädchen bauten Roboter, arbeiteten mit dem Rasterelektronenmikroskop und experimentierten im Chemielabor. Vor dem Gebäude der Hochschule bastelten junge Frauen an einer Brücke – ganz ohne Nägel. Technik zum Anfassen findet die beteiligte Schülerin Anna Horsch spannend. Zuvor hat sie bereits eine Informatik-Vorlesung besucht.

Derzeit sind 31,3 Prozent der Studierenden an der Hochschule Regensburg weiblich. Besonders in den technischen Studiengängen sind die Studentinnen allerdings immer noch in der Minderheit. Immerhin - es gibt erste Erfolge von Aktionen wie dem Girls`Day: In den vergangenen drei Jahren ist der Anteil der Studentinnen in der Fakultät Bauingenieurwesen von 16 auf 24 Prozent gestiegen.

Bild: Im Chemielabor der HS.R: Mit Kittel und Schutzbrille ausgerüstet führten die Teilnehmerinnen des Girls`Days selbst verschiedene Experimente durch.
Foto: Feuerer
 

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