Promotion in „Funktionaler Sicherheit“ erfolgreich abgeschlossen

13.03.2019
Von: Erika Antoni

Mit „Funktionaler Sicherheit“ befasste sich die Promotion von Ph.D. Gerhard Hofmann, der im Februar 2019 seine Doktorarbeit verteidigte. Prof. Georg Scharfenberg von der OTH Regensburg war einer der beiden Gutachter.

Von links: Gutachter und Prüfer Prof. Dr. Jürgen Haag (Hochschule Esslingen), Kobetreuer und Gutachter Prof. Georg Scharfenberg, Ph. D. Gerhard Hofmann sowie Vorsitzender der Promotionsprüfung Prof. Ing. Jiri Linker und Betreuer Dr. Dr. Ing. Vjaceslav Georgiev (Universität Pilsen).

Von links: Gutachter und Prüfer Prof. Dr. Jürgen Haag (Hochschule Esslingen), Kobetreuer und Gutachter Prof. Georg Scharfenberg, Ph. D. Gerhard Hofmann sowie Vorsitzender der Promotionsprüfung Prof. Ing. Jiri Linker und Betreuer Dr. Dr. Ing. Vjaceslav Georgiev (Universität Pilsen). Foto: Ludek Elis

Ende Februar 2019 hat Ph.D. Gerhard Hofmann die mündliche „Verteidigung“ seiner Doktorprüfung zum Thema „New Design Methodology – Using VHDL-AMS Models to consider Aging Effects in Automotive Mechatronic Circuits for Safety Relevant Functions“ erfolgreich abgelegt. Einer der beiden Gutachter war der Kopartner des Laboratory for Safe and Secure Systems (LaS3) Prof. Georg Scharfenberg von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg).

Das Auto – ein mechatronisches System

Das Automobil hat sich zu einem mechatronischen System entwickelt, wobei die meisten Funktionen in der softwaregestützten Elektronik implementiert sind. Die Anzahl der elektronischen Steuergeräte (ECUs) liegt inzwischen deutlich über 50. Die meisten elektronischen Steuergeräte müssen Sicherheitsaufgaben erfüllen. Die einschlägigen Normen zur funktionalen Sicherheit erfordern für die Systementwicklung die Absicherung gegen das Auftreten von Fehlern. Besonders problematisch sind dabei systematische Fehler, die zur Gefährdung und zu teuren Rückrufaktionen führen können.

Die Promotionsarbeit von Ph.D. Gerhard Hofmann definiert erstmalig ein generisches, projektunabhängiges Werkzeug zur Aufdeckung von sicherheitsrelevanten Alterungseffekten für elektronische Komponenten in Steuergeräten. In der Arbeit wird gezeigt, dass mit der Einbeziehung der Simulation von Alterungseffekten eine Lücke in der von der Norm zur funktionalen Sicherheit geforderten Werkzeugkette geschlossen werden kann. Dieses trifft gerade mit der Überarbeitung der internationalen automotiven Norm (ISO 26262) zusammen, in der in der aktuellen Ausgabe erstmals die Analyse von Alterungseffekten adressiert wird.

Das neue Simulationsverfahren wurde von Gerhard Hofmann mit Prof. Georg Scharfenberg auf einer IEEE-Konferenz im vergangenen Herbst 2018 in Pilsen, Tschechien, vorgestellt und im Rahmen einer sicherheitsrelevanten automotiven Funktion in ihrer Anwendung gezeigt.  

Kooperative Promotion 

Das kooperative Promotionsverfahren haben der Kopartner Prof. Georg Scharfenberg (Funktionale Sicherheit) des Laboratory for Safe and Secure Systems (LaS3) der OTH Regensburg und die Universität Pilsen, namentlich Dr. Dr. Ing. Vjaceslav Georgiev (Alterungseffekte), ausgestaltet.

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