Platz für Studierende am Standort Prüfening

29.03.2018
Von: Dr. Kerstin Pschibl

Die Studierendenzahl im Bachelor Soziale Arbeit stieg im Wintersemester 2017/2018 von 631 auf 1.010, und damit drastisch an. Statt der erwarteten 150 kamen an die 500 Erstsemester.

Dekan Prof. Dr. Wolfram Beckert begrüßte die Zweitsemester des Studiengangs „Soziale Arbeit“ in ungewohnter Umgebung

Dekan Prof. Dr. Wolfram Beckert begrüßte die Zweitsemester des Studiengangs „Soziale Arbeit“ in ungewohnter Umgebung. Foto: OTH Regensburg

Der Grund für das deutlich höhere Studierendenaufkommen: eine irrtümliche Dateneingabe. Die stark gestiegene Zahl Studierender im Bachelor Soziale Arbeit mit an die 500 neuen Erstsemestern statt der erwarteten 150 erforderte schnelle und kreative Lösungen, und das in mehrerlei Hinsicht.

Die Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften und die Hochschulleitung der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) reagierte auf die „Große Kohorte“ unter anderem mit personellen Maßnahmen in den Bereichen Lehre und Verwaltung, aber auch mit zusätzlichen Beratungsangeboten für die Studierenden.

Kreative Lösungen für erhöhten Platzbedarf

Zu den größten logistischen Herausforderungen gehörte und gehört der stark erhöhte Bedarf an Hörsälen. Ab dem Sommersemester 2018 wird daher ein Teil der Lehrveranstaltungen am Standort Prüfening stattfinden. Auch Dekan Prof. Dr. Wolfram Backert lehrt in bisher ungewohnter Umgebung. Er begrüßte am 20. März 2018 eine der acht Zweitsemestergruppen des Bachelorstudiengangs „Soziale Arbeit“ im frisch renovierten Hörsaal P 071 zur Vorlesung „Soziologische Grundlagen“.

Im Wintersemester 2017/2018 konnten die großen Erstsemestergruppen in Hörsälen anderer Fakultäten untergebracht werden, in denen es (überwiegend in Randstunden) noch freie Plätze gab. Auch im zweiten Semester, dem Sommersemester 2018, kann einige Male ein großer Hörsaal der Fakultät Elektro- und Informationstechnik genutzt werden.

Alles in allem aber konnte dieses zweite Semester mit der „Großen Kohorte“ „gut untergebracht“ werden, da am Standort Prüfening vier zusätzliche Hörsäle zur Verfügung standen. Denn aufgrund der sukzessiven Verlegung der Fakultäten auf den Campus Seybothstraße/Galgenbergstraße war für die Hörsäle keine intensive Nutzung mehr geplant. Die Räume wurden vor Beginn des Sommersemesters 2018 renoviert und teilweise mit neuen Möbeln ausgestattet.

Standort Prüfening: planerisch eine große Hilfe

Bei der Stundenplanung wurde darauf geachtet, dass die Studierenden zwar durchgängig an einem Tag, aber nicht an allen Tagen ihre Lehrveranstaltungen am Standort Prüfening haben. So bleibt genug Gelegenheit, die Hochschulbibliothek in der Seybothstraße zu nutzen oder andere Angebote dort wahrzunehmen.

Eine Ausnahme stellten die praxisbegleitenden Lehrveranstaltungen für die Viertsemester „Soziale Arbeit“ und „Musik- und bewegungsorientierte Arbeit“ dar. Sie werden komplett am Standort in der Prüfeninger Straße durchgeführt. Für diesen Tag hatte man daher eigens einen Beratungsraum für die Praxisbeauftragte, Akademische Oberrätin Heidemarie Gregor, organisiert.

An zwei Tagen sind auch die Studierenden des neuen Masterstudiengangs „Advanced Nursing Practice (ANP)“ in Prüfening. Da das Lehrangebot im Master ANP an jeweils drei Blocktagen stattfindet, waren die zusätzlichen Räume am Standort Prüfening eine große planerische Hilfe.

Perspektivisch ist außerdem die Einrichtung eines „Skills Lab“ für die Gesundheitsstudiengänge der Fakultät geplant. Da nicht nur die Hörsäle, sondern auch die Büros sehr knapp sind, werden vermutlich auch Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter nach Prüfening „umziehen“.

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