Physiotherapie ausbildungsintegrierend studieren

07.07.2016
Von: Prof. Dr. Klaudia Winkler, Dr. Kerstin Pschibl

Im Wintersemester 2016/2017 startet an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften der OTH Regensburg der zweite Jahrgang im ausbildungsintegrierenden Bachelorstudiengang Physiotherapie.

Infoabend ausbildungsintegrierter Studiengang Physiotherapie

Prof. Dr. Klaudia Winkler erläuterte beim Infoabend an der OTH Regensburg rund 35 Interessenten und Interessentinnen den ausbildungsintegrierenden Studiengang Physiotherapie. Foto: OTH Regensburg

An der Informationsveranstaltung für interessierte Studienbewerber und Studienbewerberinnen am 4. Juli 2016 nahmen etwa 35 Interessenten und Interessentinnen teil. Die Dekanin der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften, Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker,  begrüßte die Interessenten/innen an der Fakultät. Vizepräsidentin der OTH Regensburg und Studiengangskoordinatorin, Prof. Dr. Klaudia Winkler, erläuterte den Zuhörern und Zuhörerinnen die Notwendigkeit und Zielsetzung einer Akademisierung im Bereich der Gesundheitsfachberufe. „In den europäischen und auch in zahlreichen außereuropäischen Ländern ist ein akademischer Abschluss in vielen Gesundheitsfachberufen üblich“ betonte Prof. Dr. Winkler. Für Deutschland empfehle der Wissenschaftsrat inzwischen eine Akademisierungsquote zwischen zehn und 20 Prozent eines Jahrgangs in den Pflege- und Therapieberufen sowie im Hebammenwesen. 

Auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse beste Behandlungswege finden

„Akademisierte Fachvertreter und Fachvertreterinnen sind zur Entwicklung der Profession dringend nötig“, so Prof. Dr. Winkler. Im Bachelorstudiengang Physiotherapie bildet die Hochschule „Reflective Practitioners“ aus: Reflektierte und reflektierende Praktiker und Praktikerinnen. Angehörige der Gesundheitsfachberufe, die mit komplexen Aufgaben betraut sind, müssten in der Lage sein, ihr Handeln auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zu reflektieren, die Versorgungsmöglichkeiten evidenzbasiert zu prüfen und das eigene Handeln entsprechend anzupassen. Absolventen und Absolventinnen des Studiengangs seien außerdem in der Lage, eigenständig Forschung zu planen und durchzuführen. 

Für die Dekanin der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften, Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker, ist der Studiengang Physiotherapie ein wesentlicher Baustein im Zusammenhang mit der anvisierten Weiterentwicklung der Fakultät. Mit dem Start des Bachelorstudiengangs Pflege dual im Jahr 2011 habe die Fakultät den Einstieg in die Qualifizierung der Gesundheitsberufe vollzogen und damit die erklärte Absicht der Hochschule, fakultätsübergreifend ein Ostbayerisches Hochschulzentrum für Gesundheit zu etablieren, in ihre Zielsetzung integriert. Dazu gehöre auch der Start des berufsbegleitenden Bachelorstudiengangs Pflegemanagement im Wintersemester 2015/2016 sowie der für das Wintersemester geplante Start des ausbildungsintegrierenden Bachelorstudiengangs Logopädie. 

Acht Semester lang ausbildungsintegrierend studieren 

Bei dem Bachelorstudiengang Physiotherapie handelt es sich um ein achtsemestriges ausbildungsintegrierendes berufsqualifizierendes Studium mit dem Abschluss Bachelor of Science (B.Sc.). Die Studierenden vertiefen ihre Kenntnisse in Prävention, Therapie, Rehabilitation und Palliation und lernen in verantwortlicher Weise, therapeutische und präventive Konzepte zu erarbeiten, Projekte zu aktuellen Entwicklungen im Gesundheitsbereich durchzuführen und Problemlösungsprozesse zu steuern. Sie werden zum eigenverantwortlichen, wissenschaftlich und ethisch fundierten Arbeiten befähigt und sind in der Lage auf Basis der „Evidence-Based-Medicine“ die besten Behandlungswege für Patienten und Patientinnen zu finden.

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