OTH-Professor erlebt "Endspurt" bei Schottland-Referendum live mit

22.09.2014
Von: Prof. Dr. Claus Koss

Professor Dr. Claus Koss von der Fakultät Betriebswirtschaftslehre erlebte die letzten Tage vor der Abstimmung bei seinem Forschungsaufenthalt an der Sheffield Hallam University auf der englischen Seite mit.

OTH Regensburg-Professor, Prof. Dr. Claus Koss, erlebte Endspurt bei der Abstimmung vor Ort in Sheffield/England mit. Im Bild die Tram in Sheffield. Foto: OTH Regensburg

Die Schotten haben sich entschieden: sie bleiben im Vereinigten Königreich. Ganz oben in der akademischen Diskussion kurz vor der Abstimmung: Was passiert an den englischen und schottischen Hochschulen?, berichtet Professor Koss von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) von den Gesprächen am Rande seines Forschungsrojekts.

Die Zeitungen in England und Schottland hatten gemeldet, mit dem Austritt aus der Union würden die Wissenschaftler von Schottland nach England abwandern. Denn in der Forschungsförderung sei England potenter. "Meine Gesprächspartner von der Hochschule berichteten genau das Gegenteil", so Koss. Die Forschungsförderung sei in Schottland besser, da die Regierung in Edinburgh mehr Gelder bereit stelle.

Die Angst an den englischen Hochschulen sei eine andere gewesen. Da die Studiengebühren in Schottland wesentlich niedriger sind als in England, wäre ein Massenexodus von Studierenden zu befürchten gewesen. Solange ein Land, hätten die englischen Studierenden in Schottland die gleichen Studiengebühren wie in England bezahlen müssen.

Mit einem Austritt Schottlands aus der Union, wären die englischen Studierenden 'EU-Ausländer'. Das bedeutet: wie alle anderen EU-Studierenden hätten die Engländer dann die gleichen Gebühren bezahlen müssen wie die Schotten selber. 

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