Nützliches Wirtschaftswissen für den beruflichen und privaten Kontext

11.04.2019
Von: Tanja Rexhepaj

Gute Lehre ist für Prof. Dr. Hößl von der Fakultät Betriebswirtschaft anspruchsvoll, verständlich, interaktiv und unterhaltsam. – Unter dem Titel „Serie: Lehre“ stellen wir ausgewählten Beispiele aus den acht Fakultäten der OTH Regensburg vor, die einen Einblick in die Vielfalt der Lehre geben.

Die Lehre macht Prof. Dr. Wolfgang Hößl von der Fakultät Betriebswirtschaft der OTH Regensburg außerordentlich viel Spaß.

Die Lehre macht Prof. Dr. Wolfgang Hößl von der Fakultät Betriebswirtschaft der OTH Regensburg außerordentlich viel Spaß. Foto: Florian Hammerich, OTH Regensburg

Dr. Wolfgang Hößl ist Professor für Internationale Finanzmärkte und Asset Management an der Fakultät Betriebswirtschaft. Zur Lehre verspürt er eine „intrinsische Neigung“ und hat sich vieles daraus autodidaktisch angeeignet. „Die Lehre macht einen großen Teil meines Berufs aus – und sie macht mir außerordentlich viel Spaß“, sagt er. 

„OTH Regensburg aktuell“ hat Prof. Dr. Hößl in seiner Vorlesung „Investitionswirtschaft“ besucht. Sie ist Teil des Moduls „Finanzierung und Investitionswirtschaft“, das er sich mit einem Kollegen aus der Fakultät aufgeteilt hat. 

Im Fokus: die Fertigkeit wissenschaftlich-kritischer Bewertung

Für Studierende des Bachelorstudiengangs Betriebswirtschaft ist das Modul verpflichtend. Es wird in der Regel im dritten Semester absolviert. „Die Studierenden sollen nützliches Wissen für den beruflichen und privaten Kontext aus der Veranstaltung mitnehmen. Und vor allem die Fertigkeit zur wissenschaftlich-kritischen Bewertung, um sich darauf basierend eine eigene Meinung bilden zu können.“

Auf der Tagesordnung steht an diesem Morgen die Ermittlung der Effektivverzinsung einer Bundesanleihe. Mittels Power-Point-Präsentation und Tafelanschrieb werden Berechnungen zur Bestimmung dieser Größe durchgeführt. Aktuelle Parameter wie das derzeitige Niedrigzinsumfeld und dessen Auswirkungen werden dabei angesprochen. Anschließend geht es um die Gegenüberstellung von Kostenvergleichsrechnung und Gewinnvergleichsrechnung. Mit Beispielen aus der Praxis werden in Stillarbeit zu diesen neu erlernten Verfahren Aufgaben erledigt und sodann im Plenum besprochen. 

Das Erlernte später auch privat nutzen können

Prof. Dr. Hößls Konzept sieht vor, dass die Studierenden insbesondere durch die Praxisbeispiele erkennen, dass sie das Erlernte auch im späteren Privatleben gebrauchen können. Trotz der vielen Teilnehmenden und des großen Hörsals spricht Prof. Dr. Hößl die Studierenden persönlich an und versucht, sie zur aktiven Mitarbeit zu bewegen. Er begrüßt es, dass die Zeiten des starren Frontalunterrichts vorbei sind und die Interaktion deutlich zugenommen hat. 

In diesem Sinne freut er sich im Sommersemester 2019 insbesondere auf die Veranstaltungen im Schwerpunkt Finanzen und im Master Betriebswirtschaft im Schwerpunkt Finance, Accounting, Controlling and Taxation, in denen er ein Börsenspiel veranstalten wird. „Das wurde von den Studierenden bisher immer sehr positiv aufgenommen, da sie es als sehr lehrreich empfanden.“

Dieser Beitrag erschien auf Seite 3 der Ausgabe 01/2019 von „OTH Regensburg aktuell“.

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