Neues AW-Fach im Sommersemester gestartet

24.09.2018
Von: Thomas Kästle

Welche modernen Instrumente können dabei helfen, innovative Projekte, Produkte oder Prozesse zu entwickeln? - Im AW-Fach „Design-thinking“ konnten sich erstmals Studierende aller Fakultäten hierzu weiterbilden.

Die fachliche Durchmischung spiegelt das Design-thinking-Prinzip bestmöglich wider: Studierende aller Fakultäten konnten sich im neuen AW-Fach mit dem "Design-thinking" beschäftigen.

Die fachliche Durchmischung spiegelt das Design-thinking-Prinzip bestmöglich wider: Studierende aller Fakultäten konnten sich im neuen AW-Fach mit dem "Design-thinking" beschäftigen.

Kursleiter Thomas Kästle ist Lehrbeauftragter in der Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik an der OTH Regensburg. Fotos: Thomas Kästle/privat

Kursleiter Thomas Kästle ist Lehrbeauftragter in der Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik an der OTH Regensburg. Fotos: Thomas Kästle/privat

Im Sommersemester 2018 wurde an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) erstmals das Thema „Design-thinking“ als allgemeinwissenschaftliches Wahlfach, kurz: AW-Fach, angeboten. Fakultätsübergreifend bekamen dadurch Studierende aller Studiengänge die Möglichkeit, sich mit zeitgemäßen Instrumenten für die Entwicklung innovativer Projekte, Produkte oder Prozesse zu beschäftigen.

Die Idee für das neue AW-Fach wurde von Thomas Kästle, der bereits Lehrbeauftragter für Kultur- und Eventmanagement im Fachbereich Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik ist, angeregt. Der studierte Betriebswirt, der nun auch das Fach Design-thinking betreut, beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit kreativen Prozessen und Tools zur Entwicklung komplexer Gebäude und Einrichtungen für Kultur, Bildung, Innovation, Events und vieles mehr.

Fachliche Durchmischung als wichtiger Faktor

Laut Kästle spiegelt die fachliche Durchmischung das Design-thinking-Prinzip bestmöglich wider, lebt doch dieses Prinzip geradezu von interdisziplinär besetzten Teams. So kamen im Rahmen des interaktiven Seminars, das nicht mit einer Klausur, sondern einer Präsentation abschloss, bereits spannende Projekte heraus, die von den Studierenden in Gruppen erarbeitet wurden. 

Wie nicht anders zu erwarten, gingen die Ideen, die die sogenannten „Winning-Teams“ sich ausgedacht, entwickelt und visualisiert hatten, nicht zuletzt aufgrund der heterogenen Zusammensetzung der Teams in ganz unterschiedliche Richtungen. Schmuckdesign aus Alufolie, ein Foodcourt für den Uni-Campus, eine Logistik-Lösung für die Vermeidung von Verpackungsmüll im Flugzeug, eine Lebensmittelpackstation in Form von Schließfächern vor dem Supermarkt, ein Mehrweg-Kaffeebecher aus Bambus, der gleichzeitig Werbeträger für Events sein könnte, eine App als elektronische Tauschbörse zur Vermittlung von Leistungen zwischen Generationen, ein interaktiver Foodtruck, der Kundinnen und Kunden in den Kochprozess integriert, ein nachhaltiges Parkhaus am Hochschulcampus, das sozialer Treffpunkt und grüne Oase zugleich sein könnte, oder eine fachspezifische Alumni-Plattform waren die Ergebnisse des ersten Design-thinking-Kurses, die sich durchaus sehen lassen können.

Um hierfür zusätzliche Impulse aus der Praxis zu bekommen, konnte Thomas Kästle zudem Raphael Gielgen, den Leiter der Abteilung „Research & Trend-Scouting“ beim Designmöbelhersteller Vitra gewinnen. Raphael Gielgen gab den Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern als Gastvortragender einen kurzen Einblick in seine Arbeit.

Ausblick: Zweite Auflage im Wintersemester

Die zweite Auflage des neuen AW-Fachs gibt es im Wintersemester 2018/2019. Der Kurs startet am 9. November und findet jeweils an fünf aufeinanderfolgenden Freitagnachmittagen statt. Die Anmeldung ist über das Online-Portal der Hochschule zum Semesterbeginn möglich.

Im Vorfeld der zu bewertenden Projektarbeit werden zunächst natürlich der theoretische Background und die wesentlichen methodischen Grundlagen vermittelt sowie anhand von Case-Studies verschiedene Anwendungsbeispiele interaktiv demonstriert beziehungsweise trainiert. Besondere Vorkenntnisse oder gestalterische, künstlerische Fertigkeiten sind nicht erforderlich.

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