MINT-Girls Regensburg präsentierten ihr Projekt „Energie und Verantwortung“

14.11.2019
Von: Stabsstelle Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Bei der diesjährigen Abschlussveranstaltung der MINT-Girls Regensburg zeigten Schülerinnen ihre Lösungsansätze im Bereich Klima und Energie.

Die MINT-Girls Regensburg stellten am 31. Oktober 2019 im Rahmen ihrer Abschlussveranstaltung innovative Methoden der Energiegewinnung vor.

Die MINT-Girls Regensburg stellten am 31. Oktober 2019 im Rahmen ihrer Abschlussveranstaltung innovative Methoden der Energiegewinnung vor. Foto: OTH Regensburg / Michael Rübel

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Am 31. Oktober 2019 präsentierten die MINT-Girls Regensburg – 15 Schülerinnen aus Ostbayern – bei ihrer Abschlussveranstaltung das diesjährige Projekt „Energie und Verantwortung“ und stellten dem Publikum innovative Methoden der Energiegewinnung vor. In knapp sieben Monaten erlangten die Mädchen fachlich-wissenschaftliche Grundlagen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik und zeigten, dass diese Bereiche nicht nur Jungen vorbehalten sind.

Das Thema Nachhaltigkeit kam genau zum richtigen Zeitpunkt und bestätigt das große Interesse der MINT-Girls, die Gesellschaft von morgen mitzugestalten und sich mit den Herausforderungen der Energiegewinnung zu befassen. Dazu gehörten beispielsweise die Spektralanalyse von LED-Lampen und deren Nutzung im Vergleich zu Glühbirnen sowie verschiedene Formen der Energieübertragung und die regenerative Energiegewinnung mittels Photovoltaik und Windenergie. Die Spektralanalyse der LED-Lampen zeigt, dass diese – im Gegensatz zur konventionellen Glühbirne – ein mitunter
starkes elektromagnetisches Streufeld aufweisen. Zudem ist die Nachhaltigkeit der LED-Lampen massiv in der Kritik, da sich die Leuchtmittel oft nicht auswechseln lassen und daher die ganze Lampe zum Sondermüll gebracht werden muss.

Die MINT-Girls beschäftigten sich außerdem mit neuartigen Methoden der Energiegewinnung wie Energy Harvesting und betrachteten die Funktionsweise der Grätzelzelle als Alternative zur Solarzelle, um aktuelle Technologien im Bereich Klima und Energie kritisch zu analysieren und eigene Lösungsansätze zu entwickeln. In Workshops übten die Mädchen außerdem Kompetenzen, die für den beruflichen Alltag in Wissenschaft und Industrie essentiell sind: Soft-Skills, wissenschaftliche Poster erstellen, Vorträge halten und Teamwork. Neben den theoretischen Grundlagen, machten die Teilnehmerinnen des sechsten Jahrgangs der MINT-Girls Regensburg auch eine Exkursion zu den Wasserkraftwerken in Höllenstein und Pulling, um anschaulich zu erleben, wie mit Wasserkraft umweltfreundlich Strom erzeugt wird. Ein besonderes Ereignis für die diesjährigen Teilnehmerinnen war sicherlich die erste internationale Schülerinnenkonferenz „International Girls' Symposium on Energy and Responsibility“ (IGSER) 2019 am Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) in Oberpfaffenhofen, bei der sich über 70 Schülerinnen aus Israel, Österreich und Deutschland mit renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu den Themen Klimawandel oder Energiewende austauschten.

Bei der Abschussveranstaltung, die dieses Jahr an der Universität Regensburg stattfand, führten die beiden MINT-Girls Tamara und Theresa die Gäste durch den Abend, berichteten von ihren Erlebnissen und zeigten, was sie in den vergangenen Monaten gelernt hatten. Stolz auf das Engagement der Mädchen überreichten die Projektleiter Dr. Stephan Giglberger von der Universität Regensburg und Armin Gardeia von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) den MINT-Girls Urkunden. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Teilnehmerinnen sich in der Zukunft für einen MINT-Studiengang entscheiden ist hoch, denn 80 Prozent der ehemaligen MINT-Girls begannen später ein naturwissenschaftliches oder technisches Studium. Im Anschluss an die Präsentationen hatten anwesende Lehrerinnen und Lehrer, Familie und Freunde die Möglichkeit mit den Teilnehmerinnen ins Gespräch zu kommen und den Abend bei einem kleinen Catering gemeinsam ausklingen zu lassen.

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