In den Laboren der Bundeswehr

10.06.2010
Von: Prof. Dr. Ingo Ehrlich

Zusammen mit Professor Dr. Ingo Ehrlich erkundeten Maschinenbaustudenten der Hochschule Regensburg das Material- und Werkstoffinstitut der Bundeswehr in Erding.

Am 19.05.2010 ermöglichte das Material- und Werkstoffinstitut der Bundeswehr (WIWeB) den Maschinenbaustudenten aus dem sechsten Semester der Hochschule Regensburg einen Einblick in die Tätigkeiten ihrer Forschungseinrichtungen. Nach einer kurzen Einführung von Dr. J. Schneider über den Tätigkeitsbereich des Wehrwissenschaftlichen Instituts gab Dr. Wolfrum Einblicke in das Labor für Werkstoffprüfung und -analytik. An Hand von unterschiedlichen Prüfkörpern zeigte er den Nachwuchsingenieuren die vorhandenen Möglichkeiten zur Ermittlung mechanischer Werkstoffkennwerte.

In einer ehemaligen Bunkeranlage konnte dann die neueste Anschaffung des WIWeB bestaunt werden: Mit der momentan weltweit leistungsstärksten μCT- Anlage, werden im Rahmen einer Dissertation von Dinnebier, betreut von Prof. Dr. Ehrlich, mögliche Einschlüsse in Faserverbundwerkstoffen untersucht.
Anschließend führte Herr Müllera die Schadensanalyse an einem aktuellen Fall mit dem Rasterelektronenmikroskop (REM) vor. Durch Untersuchungen an den Bruchflächen können mit dem REM, Art und Grund des Bauteilversagens festgestellt werden.

In der Tribologie, einem Labor zur frühzeitigen Erkennung von Bauteilschäden an Luftfahrzeugen, stellte Herr Laufer die angewandten Methoden des WIWeB vor. Durch die Analyse des mechanischen Abriebs in Ölproben, welche die Luftfahrzeuge der Bundeswehr in regelmäßigen Intervallen beim WIWeB abgeben, können mögliche Schäden frühzeitig erkannt werden.
Abschließend führte Herr Lauterborn die Studierenden durch das Faserverbundtechnikum des WIWeB. Hier konnte die Herstellung von Kohlenfaserstoff-Bauteilen, die kontrollierte Verbrennung von neuen Materialzusammensetzungen im Brandlabor und die Bauteilbeurteilung mit Hilfe von  Thermographie und Ultraschalltechnik begutachtet werden.
Vor der Heimfahrt gab es für die Studierenden der HS Regensburg noch die Gelegenheit mit den Experten des WIWeB im kleinen Kreise über Vor- und Nachteile der Faserverbundwerkstoffe zu diskutieren.

Bild: Im Rahmen der Vorlesung Leichtbau, erhielten Studenten des sechsten Semesters, einen Einblick der Forschungs- und Entwicklungsarbeit des Wehrwissenschaftlichen Instituts für Werk- und Betriebsstoffe (WIWeB). Foto: Ehrlich

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