HS.R-Professoren und Professorinnen waren bei Continental zu Gast

31.07.2012
Von: Simone Geldhäuser, Continental

Das Semesterabschluss-Treffen der Hochschule Regensburg (HS.R) fand diesmal bei dem internationalen Automobilzulieferer in Regensburg statt. Die Gäste der HS.R lernten das Unternehmen kennen und informierten sich über neue Kooperationsmöglichkeiten.

Der HS.R-Präsident Prof. Dr. Wolgang Baier (links) und Thomas Ebenhöch, Standort- und Werkleiter von Continental Regensburg, wollen auch weiterhin gemeinsam junge Fachkräfte fördern.

Insgesamt 60 Professoren und Professorinnen der HS.R nahmen an dem Semesterabschluss-Treffen bei Continental teil.

Die Gäste von der HS.R erhielten interessante Einblicke in die Arbeitsabläufe des Automobilzulieferers. Fotos: Continental

Die Professoren und Professorinnen der Hochschule Regensburg (HS.R) kommen am Semesterende regelmäßig zu einer hochschulinternen Informationsveranstaltung zusammen. So war es auch am 30. Juli 2012, allerdings mit einem Unterschied: Das Treffen, auf dem Hochschulpräsident Prof. Dr. Wolfgang Baier seinen Kollegen und Kolleginnen einen Rückblick auf das vergangene Semester und einen Ausblick auf das kommende gab, fand diesmal nicht in der Hochschule statt, sondern bei Continental in der Siemensstraße.

Der internationale Automobilzulieferer arbeitet seit langem eng mit der HS.R zusammen. Deshalb lud Thomas Ebenhöch, Standort- und Werkleiter von Continental in Regensburg, die Professoren und Professorinnen ein, ihr Abschlusstreffen in diesem Semester in die Siemensstraße zu verlegen – um sich bei der Gelegenheit aus erster Hand über die Arbeit des Unternehmens zu informieren. Prof. Dr. Wolfgang Baier und 55 seiner Kollegen und Kolleginnen folgten dieser Einladung.

„Wir freuen uns sehr über diesen Besuch, denn die Hochschule Regensburg ist für uns ein wichtiger Partner“, sagte Thomas Ebenhöch, der die Gäste am Vormittag begrüßte. „Unser Unternehmen ist auf qualifizierte Nachwuchskräfte angewiesen, denen wir als einer der weltweit führenden Automobilzulieferer äußerst attraktive Berufsperspektiven bieten können. Auf diese Chancen möchten wir die Studenten und Studentinnen aufmerksam machen. Und dabei ist es natürlich sehr hilfreich, wenn die Professoren und Professorinnen die Arbeitsgebiete und Produkte von Continental kennen.“

Vielfältige Angebote für Studenten und Studentinnen

Der Automobilzulieferer kooperiert in vielen Bereichen mit der HS.R. So etwa bei den Dualen Studiengängen, die Continental in Regensburg in verschiedenen Fachbereichen anbietet (Elektro- und Informationstechnik, Maschinenbau, Mechatronik, Mikrosystemtechnik, Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen). Aber auch alle anderen Studierenden – vor allem die technischer Fachrichtungen – haben verschiedenste Möglichkeiten, die Welt von Continental kennenzulernen.

Angefangen von Exkursionen (mit Führungen, Fachvorträgen oder auch Informationen über Einstiegsmöglichkeiten) und Events (wie dem „Career Day“, den im Jahr 2011 mehr als 500 Studierende und Interessierte besuchten) bis hin zu Praktikumsangeboten und Stellen für Werkstudenten. Und wer als Praktikant oder Werkstudent durch besondere Leistungen überzeugt, kann durch das Continental-Programm „ProMotion“ gefördert werden, das nach dem Hochschulabschluss gute Einstiegschancen ins Unternehmen bietet.

Engagierte Studentinnen profitieren zudem von einem speziellen Mentoring-Programm für Frauen. Auch Abschluss- und Doktorarbeiten an der HS.R entstehen häufig in Zusammenarbeit mit Continental. Der Automobilzulieferer holt sich aber nicht nur den Nachwuchs ins Haus, sondern Continental-Experten gehen auch als Lehrkräfte in die Hochschulen. Dieser Austausch wird durch ein „Ambassador“-Programm gezielt gefördert, an dem sich weltweit mehr als 500 Continental-Mitarbeiter beteiligen.

Daraus resultiert in vielen Fällen eine enge fachliche Zusammenarbeit. Continental engagiert sich darüber hinaus in vielen weiteren Bereichen, wo sich Schnittstellen zum technisch interessierten Nachwuchs bieten. So betreut der Standort Regensburg zum Beispiel bei der „Formula Student Germany“, dem jährlich ausgetragenen Konstruktions-Wettbewerb des VDI, das Team der Hochschulen Regensburg und Deggendorf.

Beispiele für Know-how-Transfer und umfassende Einblicke in die Praxis

Wie die Kooperation zwischen Continental und der Hochschule Regensburg konkret aussehen kann, wurde den Professoren und Professorinnen in einem Kurzvortrag von Ulrike Stumvoll an zwei Beispielen dargestellt. Die Wirtschaftsinformatikerin ist bei Continental Leiterin eines Projekts zur Materialfluss-Optimierung, das die Abläufe in den verschiedenen Produktionsbereichen analysiert, um zu überprüfen, was sich verbessern lässt. Eine Aufgabenstellung aus ihrem aktuellen Projekt wird ab Oktober 2012 im Rahmen des Kurses“ Projektarbeit“ von Studierenden der Fakultät Maschinenbau bearbeitet.

Neben diesem Beispiel zur fachlichen Zusammenarbeit berichtete Ulrike Stumvoll, die seit einiger Zeit nebenberuflich Lehrbeauftragte an der HS.R ist, auch über das Mentoring-Programm für Frauen, das sie letztlich zu Continental geführt hat. Ihre Mentorin war in den vergangenen drei Jahren Dr. Birgit Rösel, Forschungs- und Entwicklungs-Expertin im Bereich Systems & Technology von Continental, die auch schon seit längerem an der HS.R lehrt – und zum  Wintersemester 2012/2013 dort eine Professur übernehmen wird.

Nach der hochschulinternen Semesterabschluss-Sitzung und dem Mittagessen konnten sich die Professoren und Professorinnen dann selbst ein Bild von der Arbeitswelt des Automobilzulieferers machen. Aufgeteilt in Kleingruppen erhielten sie Führungen durch drei zentrale Unternehmensbereiche: das Entwicklungslabor, das Prüfstandszentrum und die Fertigung. Dabei besuchten sie auch die „Lean Academy“, in der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus allen Bereichen des Unternehmens im effizienten Umgang mit Ressourcen geschult werden, um eine Verschwendung von Material, Zeit und Arbeitskraft zu vermeiden. Nach diesem insgesamt zweistündigen „Praxisseminar“ war für die Professoren-Riege das Semester dann endgültig abgeschlossen.

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