HS.R ist feste Größe im Forschungsfeld interkulturelle Kompetenz

22.12.2009
Von: Ulrich Hössler

Symposium "Perspektiven interkultureller Kompetenz" der Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik war ein Erfolg

Prof. Dr. Wilfried Dreyer und Dipl. Psych. Ulrich Hößler haben am 27. und 28. November 2009 im Namen der Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik unter der Schirmherrschaft der Hochschule Regensburg im Bildungshaus der Diözese Regensburg, Schloss Spindlhof in Regenstauf das Symposium „Perspektiven interkultureller Kompetenz“ organisiert. Anlass dafür bot der siebzigste Geburtstag von Prof. Dr. Alexander Thomas, der als herausragende Forscherpersönlichkeit der interkulturellen Kompetenz im deutschsprachigen Raum gilt. Die von ihm entwickelte Kulturstandardmethode und seine zahlreichen Publikationen zu verschiedenen Kulturräumen und interkulturellen Themenfeldern bilden die theoretische Grundlage für viele interkulturelle Trainingsmaßnahmen – so auch für das an der Hochschule Regensburg seit Jahren erfolgreich durchgeführte Zusatzstudium Internationale Handlungskompetenz.

Im Wintersemester 2001/2002 riefen Prof. Thomas vom Institut für Psychologie der Universität Regensburg und Prof. Dr. Josef Eckstein, der jetzige Präsident der Hochschule Regensburg, gemeinsam diese zweisemestrige studienbegleitende Ausbildung zur Vorbereitung auf die Zusammenarbeit mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen als Kooperationsprojekt der beiden Regensburger Hochschulen ins Leben.


Um die Fortführung dieses beliebten, erfolgreichen und preisgekrönten Programmes nach Prof. Thomas‘ Pensionierung zu gewährleisten, richtete die Hochschule Regensburg im Sommersemester 2008 eine Professur für interkulturelle Sozial- und Handlungskompetenz an der Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik ein. Der Inhaber dieser Professur, Prof. Dr. Wilfried Dreyer, ließ es sich nun nicht nehmen, seinen Vorgänger zu dessen siebzigstem Geburtstag mit einem wissenschaftlichen Symposium angemessen zu würdigen und gleichzeitig die Hochschule Regensburg als feste Größe im Forschungsfeld der interkulturellen Kompetenz zu etablieren.

Von Freitag- bis Samstagmittag stellten zwölf ausgewiesene Expertinnen und Experten des interkulturellen Forschungsfeldes aus dem In- und Ausland neueste Entwicklungen, Untersuchungsergebnisse und Theoriezugänge ihrer Spezialgebiete vor. Auf die Vorträge, die sich mit Themen wie „Kultur und Zeit“, „Gastlichkeit als interkulturelles Problem“ oder „Chinesische interkulturelle Kompetenz“ befassten, folgte jeweils eine lebhafte Diskussion zwischen den über 50 Teilnehmenden. Sämtliche vorgetragenen Themen sowie weitere relevante Beiträge bedeutender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem interkulturellen Forschungsfeld werden in einem Tagungsband veröffentlicht.

Trotz des anspruchsvollen fachlichen Programms blieb bei gemeinsamen Mittagessen und in den Pausen genügend Zeit für den Aufbau und die Pflege persönlicher Kontakte, ohne die Forschungsnetzwerke und gemeinsames wissenschaftliches Arbeiten nicht denkbar sind. Den gesellschaftlichen Höhepunkt des Symposiums bildete das Geburtstagsbankett am Freitagabend, zu dem der Jubilar Prof. Thomas einlud.


Die Rückmeldungen aller Anwesenden beschieden dem Symposium höchstes fachliches Niveau, eine perfekte Organisation durch die Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik und eine produktive persönliche Atmosphäre. Leider konnte Prof. Eckstein an diesem Ereignis nicht teilnehmen, war er doch zeitgleich auf einer Südamerikareise, um die Kooperationskontakte der Hochschule Regensburg in Peru und Mexiko zu pflegen. Er wurde durch Vizepräsident Prof. Dr. Wolfgang Bock und den Dekan der Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik, Prof. Dr. Walter Rieger, die Grußworte im Namen der Hochschule und der Fakultät sprachen, würdig vertreten.


Der Netzwerkgedanke wurde im Vorfeld des Symposiums bereits zielführend umgesetzt, indem mit den beiden aus Jakarta/Indonesien angereisten Referentinnen der Atma Jaya Catholic University erste Gespräche für eine Hochschulkooperation geführt wurden.


Insgesamt kann das Symposium „Perspektiven interkultureller Kompetenz“ als wichtiger Schritt für die weitere Internationalisierung der Hochschule Regensburg betrachtet werden, sowohl durch den Ausbau hochschulübergreifender und  internationaler Kontakte als auch durch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Thematik.

Bild: Prof. Wilfried Dreyer (2. von links) unterhält sich mit Prof. Henze (links), HU Berlin, und Prof. Liang (2. von rechts), Uni Trier, über ihre Vorträge über chinesische Persönlichkeit aus westlicher Perspektive und Gastlichkeit als interkulturelles Problem. Foto: Heike Abt

 

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