HS.R-Absolvent verblüfft Teilnehmer der Eurosolar

17.12.2009
Von: Prof. Georg Scharfenberg

Michael Sterner, Absolvent der Fakultät Elektro- und Informationstechnik, zeigte auf der Internationalen Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien 2009 seine Erfindung zur Nutzung der Windenergie zur Methanisierung

Zum Auftakt des neuen Studiengangs Regenerative Energien und Energieeffizienz an der Hochschule Regensburg im März 2009 trat der Absolvent der Fakultät Elektro- und Informationstechnik Michael Sterner im Stanglmeier-Hörsaal ans Rednerpult und zeigte mit seinem Vortrag über die „Transformation der Energiesysteme“, dass er neben anderen Alumi seiner Hochschule zu einem Vordenker auf dem Gebiet der Regenerativen Energien geworden ist.


Inzwischen hat Michael Sterner seine Dissertation am Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES in Kassel abgeschlossen und ist mit einer Erfindung auf der Eurosolar-Konferenz am 25. November 2009 in Berlin aufgetreten. Die Süddeutsche Zeitung berichtete, dass Michael Sterner für „große Verblüffung“ gesorgt habe, als er die Nutzung der Windenergie zur Methanisierung zeigte, bei der Wasserstoff unter Hinzunahme von CO2 zu Methan umgewandelt wird. Das Konzept wurde vom Fraunhofer-Institut gemeinsam mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung ZSW Stuttgart entwickelt. Die erste Pilotanlage wurde mit der Firma Solar-Fuel realisiert. Als Michael Sterner die Anlage auf der Konferenz vorstellte, wurde er von einer Menschentraube umringt und von einem Vertreter eines Großkonzerns kam die Frage „Wie viel Geld brauchen Sie?“ Inzwischen geben sich Vertreter aus unterschiedlichsten Branchen wie der Automobilindustrie oder Energieversorger beim IWES und ZSW "die Klinke“ in die Hand.

 
Das neue Verfahren könnte dazu beitragen, die fluktuierende Stromeinspeisung von erneuerbaren Energien auszugleichen oder fossile Kraftstoffe im Wärme- und Transportsektor vollständig zu ersetzen. Mit der CO2-Methanisierung könnte Erdgas substituiert und Windstrom im Erdgasnetz gespeichert und räumlich-zeitlich flexibel als Regel- und Reserveenergie, aber auch im Fernverkehr eingesetzt werden. Die skizzierte Transformation der Energie könnte damit einen Beitrag zur aktuell in Kopenhagen diskutieren Begrenzung der globalen Erwärmung der Erde liefern, die langfristig den Anstieg um 2°C nicht überschreiten darf.

Bild: HS.R-Absolvent Michael Sterner bei seinem Vortrag zum Auftakt des neuen Studiengangs Regenerative Energien und Energieeffizienz am 27. März 2009 im Josef-Stanglmeier-Hörsaal der Hochschule Regensburg.
Foto: Georg Scharfenberg

 

Zurück