„hochschule dual international": HS.R erhält Preis für innovatives Konzept

22.10.2012
Von: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Das Bayerische Wissenschaftsministerium würdigt das Projekt „Jambadua“ der Hochschule Regensburg (HS.R), welches die Zusammenarbeit in der Halbleiterbranche zwischen Hochschulen und Industrie in Regensburg und Malaysia stärkt.

 

 

Bei der Preisverleihung in der Glyptothek in München: (von links) Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer bayme vbm und vbw, HS.R-Prof. Dr. Rupert Schreiner, HS.R-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Baier und Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch.

Verantwortliche und Preisträger: Das Wissenschaftsministerium hat gemeinsam mit den Bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbänden bayme vbm und der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. sechs Projekte bayerischer Hochschulen für angewandte Wissenschaften ausgezeichnet. Fotos: Wissenschaftsministerium

Das Wissenschaftsministerium hat am 22. Oktober 2012 gemeinsam mit den Bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbänden bayme vbm und der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. sechs Projekte bayerischer Hochschulen für angewandte Wissenschaften ausgezeichnet. Die Hochschulen hatten sich mit innovativen Konzepten bei dem bundesweit beispielhaften Projekt „hochschule dual international“ beworben. Die enge Kooperation zwischen den Hochschulen für angewandte Wissenschaften und der Wirtschaft in der bayernweiten Initiative „hochschule dual“ startete im Sommersemester 2006. Die dualen Studiengänge bieten eine enge Kombination aus akademischer und berufspraktischer Ausbildung.

Die Hochschule Regensburg hat den Preis für ihr eingereichtes Projekt „Jambadua“ erhalten. Das Projekt unter Federführung von HS.R-Prof. Dr. Rupert Schreiner verknüpft die beiden wichtigen Halbleitertechnologiezentren Regensburg und Penang in Malaysia. In enger Abstimmung mit den an beiden Standorten vertretenen Unternehmen Osram, Infineon und Continental und den Partneruniversitäten der HS.R, UTAR und USM in Malaysia, wird ein wechselseitiger Austausch von dualen Studierenden, insbesondere im dualen Bachelorstudiengang Mikrosystemtechnik (im „Regensburger Modell der Siemens Professional Education“ mit gleichzeitigem IHK- Abschluss im Beruf Elektroniker/in für Betriebstechnik) ermöglicht. In einem weiteren Schritt wird der interdisziplinäre Masterstudiengang „Electrical and Microsystems Engineering“ zu einem international ausgerichteten dualen Studiengang mit Doppelabschluss ausgebaut. Zwischen Regensburg und der Region Penang bieten sich damit einzigartige Chancen in der wechselseitigen internationalen Zusammenarbeit von Hochschulen und Industrie.

Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch betonte: „Wir wollen mehr Studierende im dualen Studium mit internationalen Kompetenzen ausstatten und exzellente Studierende aus dem Ausland gewinnen. Die Hochschulen haben kreative Lösungen entwickelt, wie wir dieses Ziel erreichen können, auch um dem Fachkräftemangel gerade in den ingenieur- und mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern zu begegnen.“ Der Leiter von hochschule dual und Präsident der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten, Prof. Dr. Robert F. Schmidt, bekräftigt: „Die demographische Entwicklung und eine voranschreitende Internationalisierung der Unternehmen erfordern bei den bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften eine bedarfsorientierte Internationalisierungsstrategie. Mit dem  einzigartigen Projekt ‚hochschule dual international‘ wollen wir uns weltweit ein Alleinstellungsmerkmal erarbeiten.“

Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch und Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer bayme vbm und vbw, zeigten sich überzeugt, dass das Projekt hochschule dual international hervorragend auf die Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes ausgerichtet ist und positive Effekte sowohl für Studierende, Unternehmen und den Wissenschaftsstandort haben wird. Bertram Brossardt hebt hervor: „Als Exportland benötigen wir für die künftige wirtschaftliche Entwicklung Bayerns qualifizierte Nachwuchskräfte. Die Anforderungen an die Ausbildung der Fachkräfte sind auch durch die Globalisierung tendenziell gestiegen. Gleichzeitig reduziert der demografische Wandel die Anzahl an potentiellen Nachwuchskräften aus dem Inland. Um den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Bayern weiterhin auf Erfolgskurs zu halten, sind innovative Projekte wie hochschule dual international deshalb ungemein wichtig.“

MZ-Bericht

Zurück