Erster Hackathon an der OTH Regensburg

29.04.2016
Von: Prof. Dr. Markus Westner

Vor Kurzem fand der erste Hackathon, die „Hackaburg“, an der Fakultät Informatik und Mathematik der OTH Regensburg statt. Die Teilnehmer hatten 24 Stunden Zeit, um ihre Projektideen umzusetzen.

Erster Hackathon an der OTH Regensburg

„Test-driven development“ Workshop von Google. Foto: OTH Regensburg

Erster Hackathon aaEröffnung des Hackathons. Foto: OTH Regensburgn der OTH Regensburg

Eröffnung des Hackathons. Foto: OTH Regensburg

Der Begriff Hackathon ist eine Wortneuschöpfung und setzt sich aus den beiden Wörtern Hacken und Marathon zusammen. Ziel ist die Umsetzung einer technischen Idee in Teams mit meist zwei bis sechs Teilnehmern. Bestenfalls schafft man es in der kurzen Zeit sogar, einen lauffähigen Prototypen zu entwickeln. Der englische Begriff „Hacken“ meint dabei das Programmieren.

Ein solcher Hackathon, die „Hackaburg“, fand am 15. und 16 April 2016 zum ersten Mal an der Fakultät Informatik und Mathematik der OTH Regensburg statt. Maßgeblich organisiert wurde die Veranstaltung von einer Gruppe Studierender unter Initiative von Max Pöschl und Maria Hollweck. Von Seiten der OTH Regensburg unterstützen die Professoren Markus Westner, Daniel Jobst und Carsten Kern.

Los ging es bereits am Freitag, den 15. April, als Teilnehmer/innen und Organisatoren/innen zum ersten Mal im Ratskeller der Stadt Regensburg aufeinandertrafen. Dieses Get-Together diente dem ersten Kennenlernen und sollte den Teilnehmern dabei helfen, sich über die ersten Ideen auszutauschen und erste kleine Projektgruppen zu bilden.

Das Event selbst startete am Samstag um 10 Uhr an der OTH Regensburg. Nach Eröffnungsvorträgen stellten die Teilnehmer hintereinander innerhalb von je 60 Sekunden ihre Projektideen vor. Ziel war es, andere Teilnehmer dafür zu begeistern und spontane Hacker-Teams zu bilden. Nach dieser Teambildungsphase fand der eigentliche "Marathon" statt. Die Teilnehmer hatten 24 Stunden Zeit, um ihre Projektideen umzusetzen. Zum Abschluss wurden von einer Jury aus Organisatoren, OTH-Professoren und Sponsorenvertretern die Gewinner verkündet und die Preise überreicht.

Darüber hinaus gab es noch viele weitere Programmpunkte. So wurden Keynote-Vorträge und diverse Workshops von Sponsoren, wie Audi, Google, Kupferwerk, Continental Automotive, ConSol und Sixt angeboten. Außerdem waren etliche Firmen mit Ständen vertreten, um sich den Teilnehmern als potentielle Arbeitgeber zu präsentieren. 

Am letzten Tag wurden die einzelnen Projekte vorgestellt. Überraschenderweise waren viele Hardware-bezogenen Ideen dabei: Bluetooth Sicherheitsspeichermodule, Brillen zur Emotionserkennung von Gesichtern für Menschen mit Autismus sowie Systeme zur Vitalzeichenerkennung von Pflanzen. Aber auch die Softwareseite kam nicht zu kurz, wie zum Beispiel eine neuartige Diskussionsanwendung oder eine App, die aufzeigt, welche Musik in der nächsten Bar oder Disko gerade gespielt wird.

Auf den ersten Platz schaffte es ein Team, das den sogenannten Bewegungsparallaxeneffekt nutzte, um mit günstiger Hardware einen Minibildschirm zu bauen, der ohne Brille einen 3D-Effekt erzeugt. Hiervon war auch Ricky Hudi von der AUDI AG hellauf begeistert und lud das Gewinnerteam bei der Übergabe des Hauptpreises, einer Audi Driving Experience, spontan nach Ingolstadt zu einem Termin mit den internen Display-Entwicklern ein.

Für viele war der Grund der Teilnahme aber nicht die Chance auf einen Gewinn. Für die meisten ging es darum, Kontakte zu knüpfen, Erfahrung zu sammeln und sich über die neuesten Technologien auszutauschen. 

Der Dekan der Fakultät Informatik und Mathematik, Prof. Thomas Waas, dankte den Studierenden herzlich für ihr Engagement und ihre Einsatzbereitschaft, die außergewöhnlich waren.

Aufgrund des durchweg positiven Feedbacks von Teilnehmern und Sponsoren hat die Fakultät Informatik und Mathematik als offizieller Veranstalter bereits entschlossen, dass es auch im nächsten Jahr eine „Hackaburg 2017“ geben wird.

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