Gründer- und Erfindertag der Regensburger Hochschulen ein voller Erfolg

29.11.2013
Von: Simone Schneider

Anlässlich der Veranstaltung an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) sind der start-up Gründerpreis und der Pro Gründergeist-Ideenpreis verliehen worden.

Gründerinnen diskutierten: (von links): Melanie Bachinger (rBITech UG), Christine Kindermann (schau hi PapierSachen), Sabine Zirngibl-Brandl (Biometric GmbH) und Simone Six (start-up center).

Günder diskutierten: (von links) Werner Zapf (tett.group GbR), Dr. Gudrun Ahn-Ercan (ComputeChem), Stefan Dobler (Iliotec GmbH) und Christoph Aisch (start-up center).

Die Gewinner des Ideenpreises: (von links) Sebastian Michler (3. Platz) Josef Sechser (3. Platz), Markus Stock (2. Platz), Theresa Uhlemann (1. Platz), Patricia Polster (1. Platz). Fotos: Alexander Urban

Die OTH Regensburg hat  gemeinsam mit der Universität Regensburg am 20. November 2013 zum „Vierten Gründer – und Erfindertag“ an die OTH Regensburg eingeladen. Hochschulangehörige als auch Interessierte bekamen die Möglichkeit, sich durch Podiumsdiskussionen, Fachvorträge und Ausstellungen von Netzwerkpartnern und erfolgreichen Start-ups über gründungsrelevante Themen aus erster Hand zu informieren. Am Abend war es noch einmal spannend: die Verleihung des start-up Gründerpreises und des Pro Gründergeist-Ideenpreises würdigte die Initiatoren und Initiatorinnen der innovativsten und vielversprechendsten Projekte.

Die Veranstaltung eröffnet hat Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsiden der OTH Regensburg, Prof. Dr. ChristophWagner, Prorektor der Universität Regensburg und MdL Sylvia Stierstorfer. Nachdem im Anschluss Simone Six, Ansprechpartnerin des start-up centers der OTH Regensburg, und Janet Bennat-Hirsch, Ansprechpartnerin von FUTUR der Universität Regensburg, die Gründungsinitiativen der Regensburger Hochschulen vorgestellt hatten, ging es bereits in die Diskussion mit drei erfolgreichen Gründerinnen: Melanie Bachinger (RBITech UG), Christine Kindermann (schau hi Papiersachen) und Sabine Zirngibl-Brandl (Biometric GmbH) gaben ihre persönlichen Erfahrungen und Tipps an die zahlreichen Zuhörer und Zuhörerinnen weiter.

Im Anschluss wurden die richtungsweisenden Themen eines jeden Gründungsvorhabens professionell behandelt: Norbert Goldberger von der Hans Lindner Stiftung, erläuterte die Wichtigkeit eines fundierten Business-Plans, Alexander Becker der f.u.n. netzwerk nordbayern gmbh beschäftigte sich mit der Finanzierung eines Start-Ups und Chris Baier, START Berlin e.V., referierte über die Gründerkultur und Impulse, die Studierende dabei setzen können. Zu guter Letzt erklärte Prof. Dr. Stefan Kreitmeier, Erfinderberater der Regensburger Hochschulen, die Wege zum Patent.

Im letzten Programmpunkt vor der Preisverleihung stellten sich die Gründer/-in Dr. Gudrun Ahn-Ercan (ComputeChem), Stefan Dobler (ILIOTEC Solar GmbH) und Werner Zapfl (Nightett GbR) den Fragen von Christoph Aisch, Verantwortlicher im start-up center der OTH Regensburg. Dabei wurden auch Risiken der Selbstständigkeit, wie rote Zahlen und die Insolvenz, nicht außer Acht gelassen. Wie bereits ihre Vorgänger gaben Sie den Anwesenden einige wertvolle Ratschläge mit auf den Weg. Bei einem Punkt waren sich alle einig: Gründer und Gründerinnen müssten ihre Philosophie leben, viel Mut beweisen und dürften dabei niemals den Spaß aus den Augen verlieren.

Zum Ende der Veranstaltung stand die Vergabe des start-up Gründerpreises der OTH Regensburg sowie des Pro Gründergeist-Ideenpreis der Regensburger Hochschulen auf dem Programm. Dem Pro-Gründergeist-Ideenpreis ging ein Wettbewerb voraus, währenddessen verschiedenste Geschäftsideen eingereicht werden konnten. Die Jury kürte die drei besten Einsendungen aufgrund des Kundennutzens, Marktpotentials, Wettbewerbsvorteils und der Geschäftsidee.

Den ersten Preis erzielten Theresa Uhlemann und Patricia Polster mit ihrem Konzept, Sehbehinderten den Alltag mit einem Blindenstock mit eingebautem Navigationsgerät zu erleichtern. So gibt das Navigationsgerät den Nutzern weiter, wo sich beispielsweise der nächste Supermarkt oder die nächste Bushaltestelle befindet. Auf dem zweiten Platz landete Markus Stock, der seine Idee der Energiewende widmete. Große Windkraftanlagen seien für die Wende notwendig, aber in der Bevölkerung zunehmend unerwünscht. Um diesen Interessenskonflikt abzumildern, entwickelte er ein neues Rotorkonzept, mit dem auch kleine Windkraftanlagen bei Schwachwind Strom erzeugen könnten. Den dritten Platz schafften Sebastian Michler und Josef Sechser, die sich mit ihrer Tankstellen-App das Ziel gesetzt haben, Arbeitsprozesse an Tankstellen zu verbessern und damit den Angestellten die Arbeit zu erleichtern.

Der start-up Gründerpreis ging an Melanie Bachinger, Gründerin der rBITech UG. Da die Preisträgerin „vor Ideen nur so sprudelt“, jedoch bisher Förderpreise und -gelder auf sich warten ließen, möchte das start-up center mit der Preisvergabe ein Zeichen setzen und Melanie Bachinger motivieren, den eingeschlagenen Weg fortzuführen, so Simone Six, Ansprechpartnerin des start-up centers.

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