"girls4tech - die Technik ist weiblich"

19.03.2007
Von: Armin Gardeia

Frauenförderung in technisch-naturwissenschaftlichen Studiengängen

Mädchen und Technik...? Passt das denn überhaupt zusammen? Mit diesem Vorurteil räumen längst Mädchen und junge Frauen auf, die viele Bereiche der Technik, der Wirtschaft, der Industrie und dem öffentlichen Dienst erobern! "girls4tech" – ein innovatives Projekt der Hochschule Regensburg sorgt dafür, dass mehr junge Frauen an technischen Studiengängen Interesse finden.

Obwohl die Fähigkeiten von Jungen und Mädchen in naturwissenschaftlichen Schulfächern etwa gleich ausgeprägt sind, sind Frauen in technisch-naturwissenschaftlichen Studienfächern noch sehr unterrepräsentiert. Trotz guter bis sehr guter Berufschancen, gerade in den Ingenieurberufen, scheint es für junge Frauen immer noch unüberwindbare Barrieren für ein Studium in diesen Bereichen zu geben.

Auch an der FH Regensburg sind nach wie vor die “typischen” technischen Fächer (Elektrotechnik, Technische Informatik, Mechatronik, Maschinenbau, sowie der Masterstudiengang und der Aufbaustudiengang), eine Domäne der Männer. Diese Zahlen decken sich mit vielen Studien, die den Frauenanteil an deutschen Hochschulen untersuchten. In sehr jugendlicher und kurzweiliger Weise wird deshalb über www.girls4tech.de bzw. einer CD-ROM Einblick in das Studieren an der FH Regensburg gegeben und darüber hinaus auch auf die Studieninhalte und –ziele der einzelnen Studiengänge ausreichend aufmerksam gemacht.

Für „girls4tech“ sind verschiedenen Events an der FH Regensburg geplant. Am bundesweiten „Girls’ Day“, am 26. April 2007, finden wieder Themenvorlesungen, Laborbesuche Experimente usw. statt (Infos unter www.girls4tech.de). Zudem wird „girls4tech“ in den betreffenden Schulen im ostbayerischen Raum vorgestellt. Hierbei können Schülerinnen ihre Fragen direkt an Studentinnen technisch-naturwissenschaftlicher Studiengänge richten, sich mittels der CD-ROM informieren und an verschiedenen Veranstaltungen teilnehmen (z. B. „Vorlesungen im Pausehof“).

Warum Ingenieurin?
Der Arbeitsmarkt in Deutschland für Ingenieurinnen ist zur Zeit hervorragend. Arbeitsagenturen und Industrieverbände rechnen in Studien und Berichten vor, dass diese günstige Arbeitsmarktlage mindestens die nächsten 8 Jahre andauern wird, also für all diejenigen interessant ist, die sich heute in der Oberstufe befinden. Wirtschaft, Industrie und öffentlicher Dienst suchen langfristig dringend Ingenieur/innen, ganz besonders in den Bereichen Maschinenbau und Elektrotechnik.

Ein besonderer Nutzen des Projektes sieht die FH Regensburg  in den Kontakten zu regionalen Unternehmen, Verbänden und Einrichtungen (Lernende Region, Interessensverbände wie der „Verein deutscher Ingenieure und Unternehmen“).

„girls4tech“ ist ein Projekt der Frauenbeauftragten der Hochschule, Professorin Leidl-Kolms. Die Projektleitung hat Diplompädagoge Univ. Armin Gardeia übernommen.

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