Fünf Jahre Mentoring an der HS.R

26.01.2011
Von: Dipl. Päd. Univ. Armin Gardeia

Die fünfte Staffel des internen Mentoring der Hochschule Regensburg mit insgesamt 120 Studierenden endet aktuell mit einer sehr zufriedenstellenden Bilanz.

Prof. Dr. Christine Süß-Gebhard von der HS.R (links) übergibt ein Teilnahmezertifikat an die Mentorin Andrea Stich von Infineon Regensburg, eine Mentorin der ersten Stunde. Foto: Dipl. Päd. Univ. Armin Gardeia

Mentoring hat sich in der Wissenschaft und Wirtschaft als Instrument der Personalentwicklung, der Nachwuchsförderung und -gewinnung und zur Karriereplanung etabliert. Die Hochschule Regensburg (HS.R) bietet seit fünf Jahren ein Internes und Externes Mentoring, zunächst für alle Studentinnen der MINT-Studiengänge (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik), seit diesem Semester für Studentinnen aller Fachrichtungen.

Aktuell endete die fünfte Staffel des Internen Mentoring der HS.R. Zum Semesterbeginn starteten rund 120 Studenten und Studentinnen, um den Neuen einen besseren und schnelleren Einstig in das Studium zu ermöglichen. Die neuen Studentinnen (Mentees) aller Fakultäten wurden hierbei auch erstmals von männlichen Studierenden als Mentoren begleitet. Ziel ist es hier, den Neuen zu helfen, schneller und effektiver ins Studium zu kommen und somit eine Ansprechpartnerin zu haben, an die man sich beim Einstieg wenden kann. Die Erfahrung zeigt, dass gerade diese Mentoringpartnerschaften sogar ein ganzes Studium lang anhalten und mehr sind, als eine reine „Zweckgemeinschaft“. So nehmen Mentees „der ersten Generation“ nun als Mentorinnen teil und gehen dann in das Externe Mentoring über.

Das Interne Mentoring der HS.R umfasst eine Auftaktveranstaltung, einen Workshop, diesmal bestand die Wahl zwischen dem Seminar „Präsentationstechnik“ und einem „Unternehmensgründungsplanspiel“, geleitet von Prof. Dr. Süß-Gebhard und Prof. Dr. Josef Duttle, und einer Abschlussveranstaltung, bei der die teilnehmenden Studierenden über ihre Erfahrungen im Mentoring berichteten. Dazwischen vereinbarten die Mentoringpartnerschaften selbst gewählte Treffen, in denen sie alle wichtigen Informationen rund um das Studium austauschten. Auch das Persönliche kommt dabei nicht zu kurz, müssen sich viele Neue doch auch in Regensburg zurecht finden. Insgesamt hat sich das Interne Mentoring als Starthilfe in das Studium sehr gut bewährt und wurde bereits von zirka 300 Studierenden wahrgenommen. Alle Mentees waren in der Abschlussveranstaltung übereinstimmend der Meinung, dass das Mentoring eine gute Sache ist, weil man schnell Anschluss findet und immer weiß, wo man Hilfe bekommt.

Bereits Ende vergangenen Jahres ging das Externe Mentoring, Studienjahr 2009/10, zu Ende. Bei diesem Modell unterstützt eine erfahrene Praktikerin aus der Wirtschaft eine Studierende in allen Fragen rund um den Studienabschluss und in Fragen der Berufsorientierung. Aktuell sind Mentorinnen aus folgenden Wirtschaftsunternehmen und Institutionen beteiligt: Infineon, Continental, Maschinenfabrik Reinhausen, Stadt Regensburg, E.ON und Google-Deutschland.

Beim Externen Mentoring steht der persönliche Kontakt der Mentorin und der Studierenden (Mentee) im Vordergrund. Über einen definierten Zeitraum von jeweils zwei Semester wird hier formelles und informelles Wissen über das jeweilige Berufsfeld und den Übergang vom Studium in den Beruf ausgetauscht. Begleitende Maßnahmen wie Workshops, Seminare, Exkursionen und Begleitung der Mentorin im täglichen Arbeitsgeschehen, gehören ebenso zum Programm.

Beim Abschlussabend waren sich alle Teilnehmerinnen und die Frauenbeauftragte der HS.R, Prof. Dr. Christine Süß-Gebhard, und der Projektreferent der HS.R, Dipl. Päd. Univ. Armin Gardeia, einig: Das Mentoring ist allen Studierenden jeder Zeit weiterzuempfehlen und hat allen Teilnehmern sehr viel Spaß gemacht. Eine Teilnehmerurkunde, die sowohl die Mentorinnen, wie auch die Mentees erhalten haben, macht sich für eine zukünftige Bewerbung bestimmt sehr gut bzw. unterstreicht das Engagement der externen Mentorinnen.

Zudem etablieren sich die Studierenden in einem Netzwerk, welches immer weitere Kreise zieht und mittlerweile fest in der Region verankert ist. Der Nutzen solcher Netzwerke ist beim Externen Mentoring der HS.R bereits sichtbar: Mentees des ersten Durchgangs sind jetzt bereits Mentorinnen aus der Wirtschaft und helfenden den jüngeren Kolleginnen, in der Praxis Fuß zu fassen.

Insgesamt haben bisher rund 400 Teilnehmerinnen am Mentoring der Hochschule Regensburg teilgenommen. Das Mentoring der Hochschule Regensburg ist Mitglied im Verbund BayernMentoring.


Ansprechpartner an der Hochschule:
Dipl. Päd. Univ. Armin Gardeia (Projektreferent der HS.R)
www.mentoring-regensburg.de

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