Forschungsnetzwerk Trauma-Biomechanik gegründet

11.06.2010
Von: Feuerer, Diana

Erfolgreiche Gründungsfeier an der Hochschule Regensburg. Hochschule und Lehre, öffentliche Hand und Industrie arbeiten für mehr Sicherheit in Verkehr, Arbeit, Sport und Freizeit zusammen.

Mehr Sicherheit in Verkehr, Arbeit, Sport und Freizeit versprechen sich die Mitglieder eines neuen interdisziplinären Forschungsnetzwerkes zum Thema „Trauma-Biomechanik“. Die offizielle Gründungsfeier fand heute, Freitag,  11. Juni 2010, an der Hochschule Regensburg (HS.R) statt. Partner im Forschungsnetzwerk sind neben der Fakultät Maschinenbau der HS.R, die Abteilung Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Regensburg, das Institut für Rechtsmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München, die Bundesanstalt für Straßenwesen und die fünf großen deutschen Automobilhersteller Audi, BMW, Daimler, Porsche und Volkswagen, vertreten durch das PDB - Partnership for Dummy Technology and Biomechanics, das dieses Netzwerk initiiert hat.

Präsident Prof. Dr. Josef Eckstein begrüßte die Partner des Forschungsnetzwerks sowie rund 130 weitere Gäste aus Politik, Industrie, Behörden und der Wissenschaft. „Das Forschungsnetzwerk Trauma-Biomechanik passt sehr gut in die Landschaft unserer Lehr- und Forschungsaktivitäten. Besonders freue ich mich auch, dass die entsprechende Geschäftsstelle an unserer Hochschule angesiedelt sein wird“, sagte Prof. Dr. Eckstein. Dekan Prof. Dr. Georg Rill stellte im Folgenden die Fakultät Maschinenbau der HS.R vor. Er erläuterte die Forschungs- und Lehrkompetenzen seiner Fakultät zum Thema Biomechanik.

Prof. Dr. med. Michael Nerlich, Leiter der Abteilung Unfallchirurgie am Klinikum der Universität Regensburg, und Prof. Dr. med. Matthias Graw, kommissarischer Vorstand des Instituts für Rechtsmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München, referierten über die Bedeutung der Trauma-Biomechanik für die Medizin und die Rechtsmedizin. Dipl.-Ing. Bernd Lorenz, Leiter des Referats Passive Fahrzeugsicherheit/Biomechanik der Bundesanstalt für Straßenwesen sprach über die Biomechanik als Vorraussetzung für gesetzliche Regelungen im Bereich der Fahrzeugsicherheit.

„Detailliertes Wissen über Verletzungsmechanismen durch biomechanische Forschung ist Grundlage für die Reduzierung des Verletzungsrisikos von Fahrzeuginsassen und Verkehrsteilnehmern“, erklärte Klaus Bortenschlager, Geschäftsführer der Partnership for Dummy Technology and Biomechanics (PDB). Bortenschlager und seine Kollegen von der PDB vertreten die deutschen Automobilhersteller im Forschungsnetzwerk „Trauma-Biomechanik“. Bortenschlager erläuterte in seinem Vortrag den Hintergrund des Forschungsnetzwerks und zeigte auf, wie es durch Verbesserung der Kommunikation, Information und Koordination Grundlagen zur Verbesserung des Schutzes von Fahrzeuginsassen und Verkehrsteilnehmern schaffen kann. Dr. Robert Zobel, Leiter der Unfallforschung Volkswagen und Dipl.-Ing. Dirk Ockel, Unfallforschung Daimler, sprachen im Namen der fünf deutschen Automobilhersteller über die Bedeutung der Biomechanik-Forschung für die Sicherheitsauslegung von Kraftfahrzeugen.

Das Forschungsnetzwerk „Trauma-Biomechanik“ ist unabhängig und offen für alle, die zu den vereinbarten Zielen beitragen können. Die Koordination übernimmt ein Expertengremium mit Repräsentanten aus Forschung und Lehre, Industrie und öffentlicher Hand. Die Geschäftsstelle befindet sich vertreten von Dr. med. Alexander Leis an der Fakultät Maschinenbau der HS.R.

Bild: Die Partner des Forschungsnetzwerks „Trauma-Biomechanik“: (von links) Prof. Dr. Georg Rill, Dekan der Fakultät Maschinenbau der Hochschule Regensburg, Dr. med Alexander Leis, ebenfalls von der Fakultät Maschinenbau, Prof. Dr. med. Michael Nerlich, Leiter der Abteilung Unfallchirurgie am Klinikum der Universität Regensburg, HS.R-Präsident Prof. Dr. Josef Eckstein, Prof. Dr. med. Mathias Graw, kommissarischer Vorstand des Instituts für Rechtsmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Dr. Robert Zobel, Leiter der Unfallforschung Volkswagen, Klaus Bortenschlager, Geschäftsführer der Partnership for Dummy Technology and Biomechanics (PDB), Dipl.-Ing. Bernd Lorenz, Leiter des Referats Passive Fahrzeugsicherheit/Biomechanik der Bundesanstalt für Straßenwesen und Dipl.-Ing. Dirk Ockel, Unfallforschung Daimler.
Foto: Feuerer

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