Forschung: Hochschulen müssen sich auf Schwerpunkte konzentrieren

09.12.2008
Von: Cornelia Babl

Akademische Jahresfeier an der HS.R mit Festrednerin Prof. Dr. Marion Schick und vielen Ehrungen

Deutliche Worte hatte Festrednerin Prof. Dr. Marion Schick bei der Akademischen Jahresfeier der Hochschule Regensburg (HS.R) parat. Ohne Forschung werde eine Hochschule für angewandte Wissenschaften in Bayern auf Dauer ihren Status nicht halten können, sagte die ehemalige Präsidentin der Hochschule München, die nun Vorstandsmitglied der Fraunhofer-Gesellschaft ist. Weil Hochschulen in Sachen Forschung  im Gegensatz zu Universitäten auf immense Drittmittel angewiesen seien, könnten sie es sich nicht leisten, vielerlei Projekte parallel laufen zu lassen. „Die Hochschulen müssen sich auf Schwerpunkte konzentrieren und eng mit den Unis zusammenarbeiten, so dass sich externe Partner um diese Forschungsprojekte reißen“, sagte sie. Vorbildlich sei hier die Forschungsarbeit an der Hochschule Regensburg, wie so manches Projekt dort zeige.

HS.R-Präsident Prof. Josef Eckstein nutzte die Gelegenheit, um Bilanz zu ziehen und gleichzeitig nach vorne zu schauen. „Wir übernehmen Verantwortung für die Zukunftschancen unserer jungen Generation und arbeiten im Ausbauprogramm des Freistaates Bayern engagiert mit“, versprach er. Bis 2013 werde die Hochschule Regensburg rund 600 zusätzliche Plätze für Studienanfänger und im Endausbau insgesamt 2000 weitere Studienplätze schaffen. „Die Zielmarke sind zehn neue Studiengänge bis zum Jahr 2012“, so Eckstein. Vier davon habe man bereits gestartet. Mit Sorge blickte Eckstein auf den räumlichen Ausbau der Hochschule. Der Betrieb laufe bereits jetzt mit einer räumlichen Überlast von 200 Prozent. „Wir haben den zusätzlichen Bedarf rechtzeitig angemeldet, sind aber in den verschiedenen Sonderprogrammen der Staatsregierung bisher nicht zum Zuge gekommen“, so Eckstein. Der zugesagte Bau eines neuen Hörsaal- und Bürogebäudes sei zwar ein Lichtblick, aber trotzdem nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Nun werde man eventuell Opfer der Finanzkrise. „Wir haben seriös und erfolgreich gearbeitet. Wir haben nichts verzockt und sehen es nicht ein, dass wir für das Desaster, das andere angerichtet haben, bezahlen und büßen sollen.“

Im Rahmen der Jahresfeier wurden erfolgreichen Studierenden zahlreiche Preise verliehen. Preise der Christa-Lindner-Stiftung gingen an Eugen Eisner, Pia Straub, Kathrin Süß und Florian Rother. DAAD-Preis: Erwin Buda. Preis der Mittelbayerischen Treuhand-Gesellschaft (MTG): Tobias Nemmer. Stipendium der „Otto Helmut und Alice Eckl-Stiftung“: Katrin Banz und Michael Betz; Förderung der „Otto Helmut und Alice Eckl-Stiftung“: Marion Huber und Constanze Ladner. Preis des Soroptimist International Clubs Regensburg: Ursula Rauschecker. Preis der Stiftung zur Förderung der Hochschule Regensburg: Corina Hintermann. Als Beste ihres Jahrgangs schlossen folgende Absolventen ihr Studium ab: Daniel Büchl (Verfahrenstechnik), Helena Hahn und Julia Stiller (Betriebswirtschaft), Markus Heigl (Mechatronik), Wolfgang Högele (Mathematik), Markus Köglmeier (Maschinenbau), Stefan Kraus (Informatik), Christian Laumer (Bauingenieurwesen), Katrin Laußer (Produktions- und Automatisierungstechnik), Nina Mader (Soziale Arbeit), Viktor Morosow (Mikrosystemtechnik), Karin Plankl (Soziale Arbeit), Thomas Schießl (Maschinenbau), Bettina Spichtinger (Europäische Betriebswirtschaft), Florian Springer (Wirtschaftsinformatik),  Markus Tschirne (Technische Informatik), Andreas Weiderer (Architektur) und Thomas Zöls (Elektro- und Informationstechnik). Der „Preis für gute Lehre“ der Stiftung zur Förderung der Hochschule ging an Prof. Dr. Ernst Wild.

Bildunterschrift: Die besten Absolventen und Absolventinnen zusammen mit HS.R-Präsident Prof. Dr. Josef Eckstein (l.).


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