"Forscherinnen-Camp": Schülerinnen tüfteln an ihrer Karriere

04.11.2014
Von: mbw | Medienberatung der Wirtschaft GmbH

Zehn Schülerinnen aus ganz Bayern sind im "Forscherinnen-Camp" fünf Tage lang in die Rolle einer Ingenieurin geschlüpft. Für den wissenschaftlichen Input sorgte die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg).

Schülerinnen analysieren im praktischen Teildas Krones-Füllventil. Fotos: bbw e. V.

Schülerinnen analysieren im praktischen Teildas Krones-Füllventil.

(von links) OTH Regensburg-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Baier, Ralf Goldbrunner (Vorstand Krones AG, Anne Rossbach Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V.)

Teilnehmerinnen mit OTH Regensburg-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Baier, Anne Rossbach (Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V.), Siegfried Schrammel Laboringenieur OTH), AG (Leitung Junge Hochschule)

(von links) Prof. Dr. Ulrich Briem, Dekan Fakultät Maschinenbau, Prof. Dr. Palf Schneider (Senatsvorsitzender) AG (Leiter Junge Hochschule)

Manfred Ziegler (AFT Entwicklung,), Siegfried Schrammel, Fakultät Maschinenbau

Bei der praktischen Umsetzung des Forscherinnen-Camps leistete die Krones AG die notwendige Unterstützung. Die Schülerinnen haben geforscht, analysiert und schließlich am Krones-Füllventil ein Programm entwickelt, das die Geschwindigkeit beim Abfüllen von Flaschen optimiert. 

Im Camp tauchten die Teilnehmerinnen mal ins ingenieurwissenschaftliche Studium (an der OTH Regensburg), mal in die Berufspraxis von Ingenieurinnen (im Unternehmen) ein. Begleitet wurden sie dabei auch von jungen Ingenieurinnen und Dozentinnen - nicht nur als Ansprechpartnerinnen, sondern auch als berufliche Vorbilder. Auf dem Weg hin zur Lösung ihrer Aufgabe setzten sich die Mädchen mit der Frage auseinander, ob eine Ingenieurinnen-Karriere auch für sie selbst in Frage kommt.

Ihre Ergebnisse präsentierten die Mädchen am Freitag – dem letzten Camp-Tag – ihren Eltern und vielen Ehrengästen. Mit dabei war auch Hermann Brandl, Geschäftsführer der Geschäftsstelle Oberpfalz bei den bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbänden bayme vbm, die das Bildungsprojekt finanziell und ideell fördern: "Damit unsere Unternehmen innovativ und wettbewerbsfähig bleiben, brauchen sie hochqualifizierte Nachwuchskräfte in technischen Bereichen. Wir möchten Frauen für diese Berufe begeistern und somit wertvolles Potenzial wecken."

Bisher interessierten sich noch zu wenige von ihnen für bislang männerdominierte Berufe, so Brandl weiter. Häufig, weil Mädchen gar nicht wüssten, dass sie auch im Maschinen- oder Fahrzeugbau kreativ sein oder für den Umwelt- und Klimaschutz etwas tun können. Die „Forscherinnen-Camps“ können dabei helfen – wie eine Studie zeigt, die der Projektträger, das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw), in Auftrag gegeben hat.

Laut Evaluationsergebnissen wollen rund 75 Prozent der Teilnehmerinnen nach dem Camp-Besuch ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium ergreifen. Ebenso viele geben an, dass der Blick hinter die Kulissen der beste Weg ist, um sich zu informieren. Die Mehrheit ist überzeugt, sich auch in einer Männerdomäne durchsetzen zu können.

An den "Forscherinnen-Camps", die 2007 gestartet sind, beteiligten sich in diesem Jahr acht Unternehmen und ebenso viele Hochschulen bzw. Universitäten. Von Seiten der OTH Regensburg war die Junge Hochschule rund um Armin Gardeia und Sigfried Schrammel von der Fakultät Maschinenbau maßgeblich beteiligt. Organisiert und verantwortet werden die Camps vom bbw und sind, bis auf die Kosten für An- und Abreise, für die Mädchen kostenlos. Weitere Informationen finden Interessierte auf www.tezba.de.

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