Festliche Feier zum Jubiläum der HS.R-Stiftung

29.11.2010
Von: Feuerer, Diana

Erfolgreiche Bilanz der Stiftung zur Förderung der Hochschule Regensburg (HS.R) der ersten zehn Jahre gewürdigt. Wissenschaftsminister Heubisch lobt Stiftung als Musterbeispiel für gelungene Hochschulpolitik in der Region.

Bei der Festveranstaltung: (von links) Dipl.-Ing. Norbert Breidenbach, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung, HS.R-Präsident Prof. Dr. Josef Eckstein, der Preisträger Prof. Dieter Kohlert von der Fakultät Elektro und Informationstechnik der HS.R, Dr. Wolfgang Heubisch, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Hermann Jacobs, Sprecher der Betriebsleitung der Infineon Technologies AG, Dr.-Ing. Josef Pruša, Rektor der Westböhmischen Universität Pilsen und Dipl.-Kfm. Gert Wölfel, Vorstand der Stiftung zur Förderung der Hochschule Regensburg.

Am Rednerpult: Wolfgang Heubisch, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Am Rednerpult: Dipl.-Kfm. Gert Wölfel, Vorstand der Stiftung zur Förderung der Hochschule Regensburg.

Am Rednerpult: Regensburgs Bürgermeister Gerhard Weber.

Am Rednerpult: Laudator Dr. Hermann Jacobs, Sprecher der Betriebsleitung der Infineon Technologies AG.

Am Rednerpult: Rektor der Westböhmischen Universität Pilsen Dr.-Ing. Josef Pruša.

Aktion der Studierenden der HS.R: Studierende der HS.R machten auf die Auswirkungen der Sparpläne auf die HS.R aufmerksam.

Aktion der Studierenden der Uni Regensburg: Verkleidet als Knecht Rupprecht "ermahnte" ein Student den Wissenschaftsminister Heubisch. Fotos: Feuerer

Großer Bahnhof bei der Jubiläumsfeier der Stiftung zur Förderung der Hochschule Regensburg (HS.R): Rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Hochschullandschaft würdigten am 26. November 2010 den Erfolg der im Jahr 2000 gegründeten Stiftung. Darunter wohl als prominentester Teilnehmer Dr. Wolfgang Heubisch, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst.  Sein Festvortrag lautete  „Hochschulbildung mit Zukunft! Gemeinsame Verantwortung von Staat und Gesellschaft!“. Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des Preises für besondere Leistungen bei der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Diesen erhielt Prof. Dieter Kohlert von der Fakultät Elektro und Informationstechnik der HS.R.

Für den bayerischen Wissenschaftsminister ist die Hochschule Regensburg ein Musterbeispiel für eine gelungene Hochschulpolitik in der Region. Minister Heubisch: „ Die Hochschule Regensburg ist ein starker Bildungspartner und kreativer Innovationsmotor – in der Region und für die Region. Zum Erfolg der Hochschule haben auch Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft beigetragen. Die ´Stiftung zur Förderung der Hochschule Regensburg´ schlägt eine Brücke zwischen der Hochschule und der Unternehmenswelt und hat in den vergangenen zehn Jahren viel bewirkt“, sagte Heubisch. Auf die aktuellen Sparpläne ging Dr. Heubisch ebenfalls ein. Er machte deutlich, dass die Politik seiner Partei keine neuerlichen Schulden hinterlassen wolle. Im Fall der Hochschule Regensburg sprach er davon, die Planungsmittel für die zwei dringend benötigten Baumaßnahmen an der HS.R - um die es momentan gehe -"einzubringen". 

„Die Stiftung leistet eine hervorragende Arbeit“, lobte auch HS.R-Präsident Prof. Dr. Josef Eckstein bei der Begrüßung. Präsident Eckstein bedankte sich ausdrücklich für die kontinuierliche Förderung der HS.R durch die Stiftung.
Angefangen mit vier Gründungsmitgliedern hat die Stiftung innerhalb von zehn Jahren knapp 100 Wirtschaftsunternehmen und Privatpersonen als Zustifter für die HS.R gewinnen können. Ziel sei es, eine Brücke zwischen der Hochschule Regensburg als regionalem Bildungsmotor und der Wirtschaft herzustellen. Dazu lobt die Stiftung regelmässig Preise für gute Lehre und für beste Absolventen und Absolventinnen aus. HS.R-Präsident Eckstein ermunterte die Anwesenden, auch weiterhin als Stifter und Unterstützer der Hochschule tätig zu sein: "Ihre Investitionen in uns sind echte Wertpapiere mit hoher Bonität und damit sichere Investitionen in die Zukunft unserer Region!"

Prof. Dieter Kohlert erhielt bei der Jubiläumsfeier einen Preis für seine herausragende Forschungskooperation mit dem Unternehmen Infineon Technologies AG, Regensburg. Ergebnis dieser Zusammenarbeit war unter anderem ein neuer „Multi-Design-Rule-Testchip“, der zur Prozessoptimierung bei Infineon eingesetzt wird. Dr. Hermann Jacobs, Sprecher der Betriebsleitung der Infineon Technologies AG, würdigte in seiner Ansprache diese konkrete Kooperation.

Weitere Schwerpunkte der Arbeit der Stiftung stellte Vorstand Dipl.-Kfm. Gert Wölfel den Gästen der Jubiläumsfeier in seiner Rede vor. Ein großes Anliegen sei es, eine Brücke nicht nur in die Wirtschaft der Region zu sein, sondern auch zu ausländischen Bildungsstätten. Besonders wichtig ist Wölfel dabei der Austausch der Studierenden mit mittel- und osteuropäischen Hochschulen, z. B. mit dem Nachbarn Tschechien. Extra angereist ist dazu der Rektor der Westböhmischen Universität Pilsen, Dr.-Ing. Josef Pruša, der von seinen Erfahrungen berichtete.

Auch von Seiten der Stadt Regensburg erhält die Stiftung zur Förderung der HS.R Anerkennung. Bürgermeister Gerhard Weber trat für ein Grußwort ans Rednerpult. Das Schlusswort sprach Dipl.-Ing. Norbert Breidenbach, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung und REWAG-Vorstandsvorsitzender. Auch er konnte von der erfolgreichen Geschichte der Stiftung berichten. Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 habe sie ihr Kapital versechsfacht, so Breidenbach. Derzeit arbeitet die Stiftung mit einem Etat von etwa 900.000,- Euro.

Studierende der Universität Regensburg nutzten den Besuch des Wissenschaftsministers Dr. Wolfgang Heubisch, um gegen die Sparpläne der Bayerischen Staatskanzlei zu protestieren. Als der Minister ans Rednerpult trat, betraten sie verkleidet als Nikolaus, Knecht Rupprecht und Engel den Hörsaal. Während Knecht Rupprecht mahnende Worte in Reimform an den Minister richtete, verteilten die Engel kleine Geschenke.

Die Studierenden der Hochschule Regensburg machten ihrerseits auf die spezifischen Probleme der Sparpläne für die HS.R aufmerksam. Sie hatten auf der Campuswiese anschaulich das Gelände abgesteckt, auf dem eines der beiden dringend benötigen Gebäude stehen könnte. Davor ein Plakat mit folgender Aufschrift: "Finanzmittel eingefroren. Hier baut der Freistaat Bayern kein neues Gebäude für die Fakultät Mathematik und Informatik."  

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