Familienfest auf dem Regensburger Campus

22.05.2009
Von: Christian Schmalzl

Rund 600 Besucher folgten der Einladung des Arbeitskreises "Familienfreundlicher Campus"

Knapp 3 Prozent der Studierenden in Regensburg haben Kinder und vereinbaren ihr Studium mit Familienaufgaben. Im normalen Hochschulalltag fällt diese Gruppe Studierender nicht so sehr auf; vergangenen Freitag hingegen, konnte man beim ersten Regensburger Campus-Familienfest einen Eindruck gewinnen, wie viele den Spagat zwischen Studium, Arbeit und Familie meistern.

Ca. 600 Besucher konnten die beiden Frauenbeauftragten der Hochschule Regensburg (HS.R) und der Universität Regensburg sowie Regensburgs Bürgermeister Gerhard Weber im Forum des Audimax begrüßen. Das Fest wurde vom gemeinsamen Arbeitskreis „Familienfreundlicher Campus“, einer mittlerweile einjährigen Kooperation zwischen der Hochschule Regensburg, der Universität, dem Universitätsklinikum und dem Studentenwerk, organisiert.

„Es muss möglich sein, Familie und Studium zu vereinbaren. Wir wollen den jungen Eltern ganz aktiv dabei helfen. Die heutige Veranstaltung soll informieren und zugleich deutlich machen, dass wir dabei auf einem guten Weg sind“, erläuterte Professorin Christine Süß-Gebhard als Frauenbeauftragte der HS.R die Ziele des gemeinsamen Arbeitskreises. Dass der Familientag nicht nur als Informationsveranstaltung gedacht ist, machte auch Andrea März-Bäuml vom Familienbüro der HS.R deutlich: „Der heutige Nachmittag gilt nicht nur den Eltern, sondern er soll ein Signal an alle Angehörigen beider Hochschulen sein, auf dem Weg zur familienfreundlichen Hochschule ihren Beitrag zu leisten.“

Dementsprechend vielfältig waren das Angebot und die Zahl derer, die beim Familientag mithalfen. Sowohl Professorinnen und Professoren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch Studierende beider Hochschulen stellten eine Reihe von Spielaktionen für die Kleinen auf die Beine. So baute die  HS.R-Architektur-Professorin Thekla Schulz-Brize mit dem Nachwuchs „Brücken aus Papier“. „Die Weltentänzer“, eine Gruppe von HS.R-Studierenden des Studiengangs Musik- und bewegungsorientierte Sozialpädagogik, animierte in Mittelaltergewändern die Kinder zu spannenden Schwertkämpfen, was nicht nur bei den Jungs die Augen zum Leuchten brachte.

Im Freien war bei schönem Wetter vor allem der Spielbus der Stadt Regensburg gut nachgefragt. Diese bot zusätzlich im Foyer mit dem „Markt der Möglichkeiten“, auf dem sich 28 Familien unterstützende Einrichtungen vorstellten, ein umfangreiches Informationsangebot für die jungen Eltern.

Informativ und interessant war vor allem der Vortrag „Was kleine Kinder brauchen – Fremdbetreuung mit Rücksicht auf die Bindungsbedürfnisse“ von Herrn Dr. Scheuerer-Englisch, Leiter der Erziehungsberatungsstelle der Katholischen Jugendfürsorge.

Für das leibliche Wohl sorgte das Studentenwerk, das für die Kinder einen
kostenlosen Imbiss anbot. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom „Akademischen Holz und Blech“.

Bild: Zwischenstopp am Informationsstand der Hochschule Regensburg.

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