Erste Pflege-Studierende der OTH Regensburg auf der Zielgeraden

20.01.2016
Von: Dr. Kerstin Pschibl

Die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) verabschiedet erste künftige Pflege-dual-Absolventen und -absolventinnen. In dem ausbildungsintegrierenden Studiengang gab es nur einen Abbrecher.

Bei der Verabschiedung der ersten künftigen Pflege-dual-Absolventen/innen. Foto: OTH Regensburg

Verabschiedung der ersten künftigen Pflege-dual-Absolventen und -absolventinnen durch: (vorne von links) OTH Regensburg-Vizepräsidentin und ehemalige Studiengangleiterin Prof. Dr. Klaudia Winkler, Studiengangleiterin Prof. Dr. Christa Mohr, Dekanin Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker, Lehrende Prof. Dr. Annette Meussling-Sentpali (Pflegewissenschaft) sowie (hinten von links) Rupert Brenninger, Schulleiter der Berufsfachschule für Krankenpflege der Medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz (medbo) und Lehrender Prof. Dr. David Klemperer (Medizin). Foto: OTH Regensburg

Nach viereinhalb Jahren befinden sich die ersten Studierenden des ausbildungsintegrierenden Bachelorstudiengangs Pflege (dual) auf der „Zielgeraden“ in ihrem voraussichtlichen Abschlusssemester. Die Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften verabschiedete sich von ihren „Pionieren“ am 15. Januar 2016 im Rahmen einer kleinen Feierstunde.

Die Besonderheit des Studiengangs stellte Vizepräsidentin Prof. Dr. Winkler in den Vordergrund. Mit seiner Etablierung in 2011 wurde ein wesentlicher erster Baustein im Angebot des Ostbayerischen Hochschulzentrums für Gesundheit an der OTH Regensburg gesetzt. Sie gratulierte den Studierenden zu Ihrem Engagement: „Etwas Besonderes zu sein, ist manchmal schön, aber auch manchmal anstrengend“.

"Erhöhte Energieleistung"

Die "erhöhte Energieleistung" der Studierenden stellte auch Rupert Brenninger, Schulleiter der Berufsfachschule für Krankenpflege der Medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz (medbo) und Kooperationspartner der ersten Stunde, heraus. 4.600 Stunden Praxis und Theorie während der Ausbildung zum/zur examinierten Gesundheits-und Krankenpfleger/in soiwe 210 Creditpoints im Studium summierten sich zu einer immensen Lernleistung.

Die Dekanin der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften, Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker, ging auf die Veränderungen ein, die der Studiengang an der Fakultät angestoßen hat. Der Bachelorstudiengang Pflege war der erste ausbildungsintegrierende und duale Studiengang und der erste Studiengang mit dem Abschluss Bachelor of Science.

Die neu berufenen Pflegewissenschaftlerinnen brachten neue Themen in das Gesamtangebot der Fakultät ein, die - wie etwa „Palliative Care“ oder „Betriebliche Gesundheitsförderung“ – auch bei den Studierenden der Sozialen Arbeit auf großes Interesse stießen. Umgekehrt hofft sie, dass auch die Pflege-Studierenden von den inter- und transdisziplinären Lehrangeboten im Wahlbereich profitieren konnten. Die Veränderungen fanden Ausdruck in der Namensänderung der Fakultät, an der nun neben den Sozialwissenschaften auch die Gesundheitswissenschaften im Titel stehen.

Rekord mit lediglich einem Studienabbruch

Auch Studiengangleiterin Prof. Dr. Christa Mohr gratulierte den Studierenden zum baldigen Abschluss des aktuell auflagenfrei akkreditierten Studiengangs. Mit lediglich einem einzigen Studienabbruch sei die erste Kohorte des Studiengangs vermutlich auf absehbare Zeit eine „Rekordhalterin“ in der Statistik.

Prof. Dr. Klemperer gab der Hoffnung Ausdruck, dass es im Studium gelungen ist, die Basis für evidenzbasiertes Arbeiten in der Praxis zu legen. Wissenschaftliches Arbeiten gebe keine „Wissenspakete“ weiter, sondern sei ein „Moving Target“.

Von Seiten der Studierenden wurde die Befähigung zum evidenzbasierten Arbeiten bestätigt. „Man weiß mehr und man hinterfrägt mehr“. Gleichzeitig sei es oft nicht einfach, die Evidenzbasierung auch in der Praxis umzusetzen. Nicht nur im Studium, sondern auch im anschließenden Arbeitsfeld sei „Zähigkeit“ gefordert.

Informationen zum Studiengang Pflege

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